Dezember 2021

„Wer sich aber zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn man mit Füßen getreten wird!“

Immanuel Kant

November 2021

„Ich habe das Gefühl, dass sich die Welt dem Kampf gegen den Klimawandel verweigert!“

So: Mojib Latif am 1. 11.2021 im Blick auf die begonnende Weltklimakonferenz in Glasgow. Prof. Dr. Mojib Latif ist Metereologe und Klimaforscher, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, lehrt und wirkt in Kiel.

 

Oktober 2021

„Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrien sich zu über
ihre Erfahrungen, wie man schneller sagen konnte,
und sie fuhren mit Krachen in die Tiefe,
und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter“
(Berthold Brecht,geboren am 10.2.1898 in Augsburg, gestorben am 14.8.1956
in Berlin-Ost. Auch weltweit sehr einflussreicher Dramatiker und Lyriker)

 

September 2021

„Keiner kann sich allein retten, kein Volk, niemand!

Die Kriege und der Frieden,
die Pandemien und die Gesundheit,
der Hunger und der Zugang zur Nahrung,
die globale Erwärmung und die Nachhaltigkeit der Entwicklung,
die Wanderung von Bevölkerungsgruppen,
die Beseitigung der nuklearen Gefahr
und die Verringerung der Ungleichheit betreffen nicht nur einzelne
Nationen. Das verstehen wir heute besser, in einer Welt, die total
verbunden ist, aber oft den Sinn für die Geschwisterlichkeit verliert. …
Es ist erneut Zeit für eine kühne Vision, dass der Friede möglich ist,
dass eine Welt ohne Krieg keine Illusion ist. Deshalb wollen wir noch
einmal sagen: ´Nie wieder Krieg!`
Wir appellieren an die Regierenden, dass sie die Sprache der Spaltung
zurückweisen.Bevor es zu spät ist, wollen wir alle daran erinnern, dass
die Welt nach einem Krieg immer schlechter sein wird, als sie vorher war.
Den Verantwortlichen der Staaten sagen wir: Lasst uns gemeinsam an einer
neuen Architektur des Friedens arbeiten…
Zu allen Glaubenden und zu den Frauen und Männern gutes Willens sagen wir:
Seien wir kreativ und werden wir zu Handwerken des Friedens“

Papst Franziskus auf dem Internationalen Gebetstreffen für den Frieden,
Rom, 20.Okt. 2020 (Quelle: CIBEDO 4/2020, s. 175 f)

 

August 2021

„Abraham lebt mit Menschen anderer Religionen zusammen,
ohne ihren Glauben anzugreifein;
er hilft, wenn andere in Not sind (Genesis 14);
er lernt von anderen etwas über seinen Gott
und feiert mit Menschen anderen Glaubens (Melchisedek Genesis 14). Und
schließlich: In Abraham sollen gesegnet sein
´alle Geschlechter der Erde`(Genesis 12 …)“

Ev.Kirche in Baden: „Was jetzt dringlich ist. Zur christlichen
Weltveranwortung am Anfang des 21. Jahrhundert. Eine Herausforderung und
ein Appell aus Baden“ – mit einem Vorwort von Landesbischof Dr. Ulrich
Fischer der Ev.Kirche von Baden,. Herausgegeben von Gerhard Liedke u.a.
Heidelberg, email: mgliedke@yahoo.de.

Juli 2021

„Dann werden gute Tage kommen. Menschen und Völker und Bekenntnisse werden
verschieden bleiben,
werden in ihren Besonderheiten weiterleben
aber sie werden wissen, dass sie zusammen gehören,
Teile der einen Menschheit sind,
zusammenleben sollen auf dieser unserer Erde,
einander sehend und einander verstehend und , wenn es Not tut, einander
helfend.“

Leo Baeck (23,5,1873 – 2.11.1956) Rabbiner. Überlebte das KZ
Theresienstadt. Weltweite Wirkung. Der Zentralrat der Juden vergibt seit
1956 den Leo-Baeck-Preis).

Juni 2021

Unser Name ist Bescheidenheit
Unser Feind ist der Haß
Wir hassen niemanden
Die ganze Welt ist für uns eins.

Yunus Emre (seine Lebensdaten: ca 1240 – ca 1321). Islamischer Dichter,
gilt auch als Sufi. Auch als Dichter in der Literatur der Türkei sehr
verehrt. Nach ihm sind oft Moscheen benannt (z.B. in Marl).

Mai 2021

Lasst uns die Erde den Kindern übergeben, wenigstens für einen Tag,
wie einen bunt geschmückten Luftballon zum Spielen,
zum Spielen, Lieder singend zwischen den Sternen.
Lasst uns die Erde den Kindern übergeben,
wie einen riesigen Apfel, wie ein warmes Brot,
wenigstens für einen Tag sollen sie satt werden.
Lasst uns die Erde den Kindern übergeben,
wenn auch nur einen Tag soll die Welt die Freundschaft kennenlernen.
Die Kinder werden die Erde übernehmen,
werden unsterbliche Bäume pflanzen.“

Nazim Hikmet (15.1.19.02 – 3.6.1963), gilt als einer der bedeutendsten
Dichter der Moderne, stammt aus der Türkei.

April 2021

Lasst uns die Erde den Kindern übergeben, wenigstens für einen Tag,
wie einen bunt geschmückten Luftballon zum Spielen,
zum Spielen, Lieder singend zwischen den Sternen.
Lasst uns die Erde den Kindern übergeben,
wie einen riesigen Apfel, wie ein warmes Brot,
wenigstens für einen Tag sollen sie satt werden.
Lasst uns die Erde den Kindern übergeben,
wenn auch nur einen Tag soll die Welt die Freundschaft kennenlernen.
Die Kinder werden die Erde übernehmen,
werden unsterbliche Bäume pflanzen.“

Nazim Hikmet (15.1.19.02 – 3.6.1963), gilt als einer der bedeutendsten
Dichter der Moderne, stammt aus der Türkei.

 

März 2021

„‘Sei du selbst die Veränderung, die du dir für alle wünscht‘ (Mahatma
Gandhi , lebte vom 2.10.1869 bis 30.1.1948. Hindu. Rechtsanwalt.
Anführer des Unabhängigkeitskampfes Indiens als damals britischer
Kolonie, was 1947 gelang. Gandhi entwickelte Methoden des gewaltfreien
politischen Kampfes und wurde dabei weltweit wichtig, bis heute, auch in
Europa. Trat für eine säkulare Republik Indien ein mit allen Ethnien und
Religionen und scheiterte darin durch die Aufspaltung in das muslimische
Pakistan und Bangladesh sowie das mehrheitlich Hindu-bevölkerte Indien.
Er wurde ein halbes Jahr nach Erreichen der Unabhängigkeit von einem
Hindu-Nationalisten ermordet.

 

Februar 2021

„Ich glaube nicht an Gott,
aber ich vermisse ihn“
Ronald Dworking, 1931 – 2013, US-amerikanischer Philosoph/Rechtsphilosoph-

 

Januar 2021

Gustav Heinemann sagte im Mai 1972:

„Wir sind im Begriff, im kommenden Jahrhundert, also nicht irgendwann, sondern in 40 oder 50 Jahren, in eine Weltkatastrophe hineinzutaumeln, wenn wir nicht bereit sind, jetzt und heute eine völlige Revolution im wirtschaftlichen und technischen Denken und Planen einzuleiten. Es geht um nichts Geringeres, als radikal mit Wertmaßstäben zu brechen, die spätestens seit der Industrialisierung allzu uneingeschränkt den wirtschaftlichen und technischen Ablauf bestimmt haben. Wenn wir fortfahren, alle Planungen und Entwicklungen nur unter dem Gesichtspunkt gegenwärtiger Wirtschaftlichkeit zu prüfen, werden Umweltschäden und Erschöpfung der Natur zur tödliche Bedrohung für unsere Kinder und Enkel auswachsen. Jetzt und hier gilt es daher, Alarm zu schlagen, damit niemand den Ernst der Lage verkennt.“

Quelle:      Brigitte Gollwitzer: „…aber die Arbeitsplätze!“ Zur Eröffnung der Tagung, in: Gustav-Heinemann-Initiative, Arbeit und Bürgerrechte, hersg. von Titus Häussermann und Horst Krautter, Radius-Verlag Stuttgart 1986, S.9 (Jahrestagung 1986)

 

Am 1.Juli 1974 bei seinem Abschied als Bundespräsident vor dem Bundestag:

„Es kann uns nicht beunruhigen, dass wir noch so gut dran sind. Wie sollen unsere Kinder und Enkel auf einer Erde leben, die wir ausrauben und zerstören? Mich erfüllen Unruhe und Ungeduld über die noch immer bei uns herrschende Kurzsichtigkeit…Wer heute nur für sich selbst sorgen will, verspielt die Zukunft anderer und die eigene.“

Quelle: s.o. s. 21.

 

Gustav Heinemann (geboren 1899 in Schwelm, gestorben 1976 in Essen) war Mitbegründer der CDU und trat 1950 aus, im Protest gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Zeitlebens engagiert in der Friedensbewegung. Eintritt in die SPD. Bundespräsident 1969 – 1974. (s. Wikipedia)

 

 

Dezember 2020

Die Vergangenheit werde erzählt.
Die Zukunft werde verheißen.
Die Gegenwart werde erkämpft.
Das Tote mag man wissen.

(Quelle: Eugen Rosenstock-Huessy, Soziologie II, Seite 21)

Eugen Rosenstock-Huessy lebte von 1888 bis 1973, emigrierte 1933 aus
Nazi-Deutschland in die USA und wirkte von dort aus bis zu seinem Tod. Er
warnte vor einem geschichts- und sprach-vergessenen Fundamentalismus der
Moderne, regte schon in der Weinmarer Republik „freiwilligen
Arbeitsdienst“/Workcamps in Kopf- und Handarbeit und quer durch die
sozialen Schichten/Milieus an. Die Eugen-Rosenstock-Huessy-Gesellschaft
u.a. empfehlen das heutzutage als „Dienst auf dem Planeten Erde“, als
Pflichtbestandteil in die Lehrlings-Ausbildung und schulischen Lehrpläne
einzubauen.

 

November 2020

„Gottes Liebe gilt für jeden Menschen gleich, unabhängig von seiner
Religion“
Papst Franziscus in seiner neuen Enyklika „Fratelli tutti – Über die
Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft“, vom Okt. 2020

Oktober 2020

„Wenn du denkst, zu klein zu sein, um etwas zu bewirken, hast du noch nie
die Nacht mit einer Mücke verbracht“ (Afrikanisches Sprichwort).“

 

 September 2020

Graca Machel,Witwe von Nelson Mandela sagte einmal: „Don‘t underestimate
the power of people. Our weakness is that we do not know how powerful we
are – and we are not using the power we have as citizens.“ „Go out there
and organise, organise, organise. Mobilise, mobilise, mobilise. We get
there »
(Übersetzung) „Unterschätze niemals die Kraft von Menschen. Unsere
Schwäche ist, dass wir uns dieser Kraft oft nicht bewusst sind und sie
deshalb nicht nutzen können. Geht nach außen und organisiert euch,
organisiert euch, organisiert euch, mobilisiert euch, mobilisiert euch,
mobilisiert euch. Dann kommen wir schon an“.

Mitgeteilt von Austen P. Brandt, Duisburg,ev. Pfr. i.R., Vorsitzender von
Phonix e.V. am 23.1.2020

 

August 2020

„Wenn man mit unseren beschränkten Mitteln in die Natur einzudringen
vermag, so findet man hinter allen für uns noch erkennbaren Zusammenhängen
etwas Ungreifbares, Unerklärliches. Die Ehrfurcht vor diesem Jenseits des
uns greifbaren Waltenden ist meine Religion“ (Albert Einstein, zitiert in:
Armin Hermann:Einstein, Pieper, 2. Aufl. 1995, s. 338)