23.Abrahamsfest- Kino echt anders am 10. September im Grimme-Institut

Das 23. Abrahamsfest hat begonnen!

Am 10. September erlebten viele Gäste den feierlichen Auftakt des 23. Abrahamsfestes in Anwesenheit der Schirmfrau Dr. Deborah Williger in der Synagoge in Recklinghausen.

Ebenfalls am 10. September kooperierten die Verantwortlichen in der CIJAG für den Programmpunkt „Kino echt anders!“ mit dem Team der Grimme-Akademie Aycha Riffi und Stefan Schröer. Denn just am gleichen Tag feierte das Grimme-Institut seinen 50. Geburtstag. Da lag es nahe, dass beide Teams das bewährte Format „Kino echt anders“ dort präsentierten. Im Vorfeld hatten sie passende Kurzfilme für Kinder von ca. 3 bis 8 Jahren ausgesucht, die unsere Verantwortung für die Schöpfung und damit das Bewahren unserer Lebensgrundlagen thematisierten. So erzählten diese Filme z.B. im mit einem Grimme-Preis ausgezeichneten Animationsfilm vom Müllsammeln und Recycling, aber auch von den Ideen der Kinder, Strom zu sparen. Zwei weitere Filme zeigten Beispiele der frühen Verantwortung für die Welt, in der sie leben – einmal in Deutschland auf einem Bauernhof und ein anderes Mal in der Steppenlandschaft der Mongolei.
Zu Gast waren viele Kinder, geflüchtet aus der Ukraine. Konzentriert sahen sie die Filme mit Hilfe von Lilia Vishnevetska, gebürtig aus der Ukraine und nicht mehr wegzudenken im interreligiösen Dialog in Marl und Recklinghausen und aktuell besonders in der Hilfe für die vielen Geflüchteten aus ihrer Heimat. Im Anschluss an die Filme beobachteten die Erwachsenen nachdenklich das Malen der Kinder: Alles und alle auf unserem Planeten benötigen das Licht! Ohne das Licht ist kein Leben möglich! Sie verstanden die Botschaft der Kinder: Wo haben Kinder und alle Menschen, Tiere und Pflanzen im Krieg noch Licht? Das war passend zur hervorragenden Filmauswahl von Aycha Riffi und Stefan Schröer vom Grimme-Institut die Botschaft der Kinder an die Welt!

Beatrix Ries
Lilia Vishnevetska
(Sprecherinnen der CIJAG- Marl)

Flaschenpost in Sütterlin – Autorenlesung mit Andrea Behnke in Katholischer Hauptschule

Das 23. Abrahamsfest vor Ort in Marl-Hamm

Flaschenpost in Sütterlin – Autorenlesung mit Andrea Behnke in Katholischer Hauptschule

Im Rahmen des 23. Abrahamsfestes besuchte die aus Marl stammende Autorin Andrea Behnke zwei fünfte Klassen der Katholischen Hauptschule.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte „Flaschenpost in Sütterlin“, in der Freundschaft, gerade auch in traurigen Zeiten eine Rolle spielt.

Interessiert hörten die Schüler zu, berichteten auch von ihren eigenen Erfahrungen mit Umzug, Schulwechsel und verlorener Heimat.

Die Lesung wurde in Kooperation mit dem Freundeskreis der Jugendbücherei im Türmchen e.V. und der Familienbibliothek Türmchen durchgeführt.

Auftaktveranstaltung 10.9.2023

 

23. Abrahamsfest 2023

„Schöpfung und Lebensgrundlagen bewahren –
unsere gemeinsame Verantwortung“

Unter dieses Thema haben die Verantwortlichen der „Christlich – Islamisch – Jüdischen Arbeitsgemeinschaft“ in Marl und Recklinghausen das 23. Abrahamsfest gestellt und ein vielfältiges Programm erarbeitet. Dr. Marc Gutkin, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen eröffnete zum 12. Mal den feierlichen Auftakt des Abrahamsfestes in der Synagoge.
Landrat Bodo Klimpel erinnerte in seiner Rede an die Anschläge des 11. September und bedankte sich bei der interkulturellen Arbeitsgemeinschaft CIJAG für ihr jahrzehntelanges Bemühen um Begegnung, um Respekt und Toleranz und den Frieden zwischen den Religionen in der Stadt und im Land. Die Freude war groß, diesmal die Schirmfrau des 23. Abrahamfestes Dr. Deborah Williger begrüßen zu dürfen. Sie hielt als jüdische Theologin und Agrarwissenschaftlerin die feierliche Eröffnungsrede. Getragen waren ihre Worte von den Gedanken um die Abrahamitischen Religionen, die sich zu dem „Einem“ Gott bekennen, im Judentum, wie im Christentum und im Islam. Sie regte an, vom „Abrahamitischen Fest“ zu sprechen, statt vom Abrahamsfest, um zu verdeutlichen, dass es um die Nachfahren Abrahams geht, zu denen Männer, Frauen, Kinder gehören und alle miteinander den Auftrag haben, sich um das Wohlergehen aller und die Bewahrung der Schöpfung zu kümmern. Die jungen Leute der CIJAG thematisierten ihre Zukunftsängste angesichts der Klimakrise und appellierten an die Verantwortung, die jeder Einzelne für den Wandel hat. Den Rahmen für die Wortbeiträge bildeten die wunderbaren Klänge von Christos Kazagliz und Dr. Jana Emmrich (Christlich: Cello und Klavier), Salih Akkus (Islamisch: Baglama und Gesang, Nei-Flöte) und des jüdischen Vokalensembles, das unterstützt wurde von drei kleinen Solistinnen, die alle Herzen gewannen.
Vom Abrahamischen Forum Deutschland e.V. angereist waren von Darmstadt Dr. Jürgen Micksch (Träger des Bundesverdienstkreuzes für sein Engagement gegen Rassismus und für ein Miteinander der Menschen und Religionen) und die Referentinnen Stefanie Krauch und Charlotte Löbner. Sie eröffneten die „Religiösen Naturschutztage Deutschland“ hier bei uns und mit uns gemeinsam. Als besondere Zeichen, Symbole für Stärkung, Ermutigung und Neuanfang brachten sie für alle Anwesenden, in kleine Tütchen verpackt, die Zutaten der „Asure-Suppe“ mit, die Köstlichkeit Noahs. Der Erzählung nach bereitete Noah nach der vernichtenden Sintflut, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, mit den letzten Resten seiner Vorräte diese Süßspeise zum ersten Mal zu und feierte mit den Überlebenden der Arche ein Festmahl.
Den Segen sprachen Vertreter*innen der 3 Religionen mit Isaac Tourgman von der jüdischen Kultusgemeinde, Superintendentin Saskia Karpenstein vom ev. Kirchenkreis, Muhammet Catmack von der Fatih Moschee in Marl und Karl Kemper, Kreisdechant in Recklinghausen. Nach diesen ermutigenden Worten für unsere Zukunft folgten noch sehr viele Gäste der Einladung zum gemeinsamen Essen auf dem Hof der Synagoge.

 

Kunst fürs Klima – Ausstellung mit L. D´Souza

Ausstellung mit der Künstlerin Lucy D’Souza (Beitragsbild: Die Sonne als Motor des Lebens)


Für Lucy D’Souza, wie generell für indische Künstler*innen, ist der spirituelle, religiöse

Zugang zu ihrer Arbeit bedeutsam. Themen wie Gerechtigkeit, Menschenwürde waren in der

Vergangenheit Schwerpunkte der Künstlerin. Durch ihre Arbeit für Misereor ist sie auch in

Deutschland bekannt, vor allem durch ihre Engagements auf den Kirchentagen. Ihr

augenblickliches Projekt „Kunst fürs Klima“ fügt sich gut in das Jahresthema des 23.

Abrahamsfestes. Ihre Bilder werden in den Räumen des Ma(r)lkastens ausgestellt. Vom 16.-

24.10. wird die Künstlerin selber in Marl sein. Interessierte Gruppen können Führungen und

auch einen Workshop mit der Künstlerin verabreden. Kontakt über 01573 24 00 550.

16. – 29. Oktober

Ma(r)lkasten e.V.

45768 Marl

Brassertstraße 122e

alle Veranstaltungen entgeldfrei