Vor 50 Jahren alarmierte der „Club of Rome“ die Welt. „Die Grenzen des Wachstums“

Inzwischen ist die Botschaft angekommen, aber ist es vielleicht schon zu spät? Dringend zu lesen ist dieser Beitrag aus DIE ZEIT – 20.Januar 2022, s. 19. Der Autor Ulrich Grober wohnt übrigens in Marl.

Der erneuerte „Ruf zur Sache“ passt zum Thema des 21. Abrahamsfestes 2021: „Utopisches in Krisenzeiten – Gemeinsam unterwegs“ und zum Thema des 22. Abrahamsfestes 2022: „Dicke Bretter bohren – Energiequellen und Vorbilder“.

Quelle: DIE ZEIT, 20.Janaur 2022.

 

Zum Jahresbeginn: Kreativer Workshop – Zwei Marler Moscheen: gemeinsam

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Am 05.01.2022 kamen ca. 30 junge Mädchen der Marl Fatih Moschee  und Yunus Emre Moschee hinsichtlich „Kreatives in Schulen, Gemeinden, Vereinen, Jugendzentren“ im Rahmen des 21.Abrahamsfestes zusammen.

Um die Jugendlichen der beiden Moscheegemeinden auf unsere Umwelt aufmerksam zu machen und sie zu pflegen, haben sie Jutebeutel individuell gestaltet. Dabei haben sie sich von unterschiedlichsten Inspirationen leiten lassen, wie z.B. von der weltberühmten Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry, „Der kleine Prinz“, und vieles mehr.

Nachdem sie ihre faszinierenden Ideen auf einem Blatt skizziert hatten, ging es schon mit dem Malen und Zeichnen los. Währenddessen gab es auch Musik für die Förderung der Konzentration und bereichernde Gespräche untereinander.

Letztendlich waren wir uns einig, dass die Zeit so schnell verging und wir nach weiteren Veranstaltungen sehnen, die der Gesellschaft Positives beitragen!

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, insbesondere bei denen, die diese sehr gelungene Veranstaltung unter Einhaltung aller Coronaschutzmaßnahmen organisiert haben.

Hier haben wir einige faszinierende Ergebnisse für Sie ergattert! Alle Fotos im Fotoalbum.

gez. Meltem Catmak  – Beyza Köse

 

Schändliche Schändung muslimischer Gräber in Iserlohn – Tabubruch!

Ansprache und Gebet

Ein Friedhof heißt Friedhof, weil er ein Ort des Friedens sein soll. Glaubende aller Religionen bestatten ihre Toten in der Hoffnung, dass unsere Verstorbenen bei Gott aufgehoben sind, meistens auch in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben. Wir begraben unsere Angehörigen voller Respekt. Wir besuchen ihre Gräber und halten ihr Andenken in Ehren.
Am Sonntag, dem 14. November haben die Mitglieder des Runden Tisches der Religionen, für den ich heute spreche, den jüdischen Friedhof und hier auf dem Hauptfriedhof Iserlohn das muslimische Gräberfeld und christlichtliche  Gräber besucht. Wir haben einander erzählt von unseren verschiedenen Arten, den Toten unsere Liebe und unseren Respekt zu zeigen und für sie zu beten.

Um so entsetzter sind wir nun, die Gewalt wahrzunehmen, mit der an diesem Wochenende hier die Totenruhe gestört und diese Gräber verwüstet worden sind.
Ich bringe auch die Trauer und Solidarität des katholischen Dekanats und seiner Verantwortlichen sowie des evangelischen Kirchenkreises Iserlohn und Superintendentin Espelöer.
Ob muslimische, jüdische oder christliche Gräber zerstört werden, unsere Trauer und unser Entsetzen ist groß. Die Toten können sich nicht wehren, sie werden beigesetzt im Vertrauen, dass ihren Gräbern Schutz und Respekt gezeigt wird. Unsere Stadtgesellschaft hat diese Gräber hier nicht schützen können, und das beschämt uns alle. Wir wünschen, dass die Täter gefunden werden.
Unser Mitgefühl gilt den Familien, denen dies hier angetan wurde. Wir alle fühlen mit ihnen.

Ich habe eine bitte an Sie: Geben Sie das Vertrauen nicht auf, dass hier bei uns Tote in Frieden ruhen können. Sonst hätten die Täter auf schreckliche Weise ihr Ziel erreicht,
dass muslimische Menschen bei uns nicht mehr bestattet werden.
Der heutige Tag soll es zeigen: Wir stehen ein für den öffentlichen Frieden hier in Iserlohn, für den Frieden über den Gräbern und für den Schutz der Totenruhe. (!)

Allmächtiger, barmherziger Gott,
du guter Hirte und Bewahrer aller Menschen. Wir bringen unsere Scham und unser Entsetzen vor dich. Du bist der Herr über Lebende und Tote.
Lass uns alle eintreten für das Leben und für den Respekt im gegenseitigen Umgang.
Beschütze du unsere Toten, aber nimm auch uns in die Verantwortung.
Wir bitten dich für das Miteinadner der Religionen, der Völker und Kulturen hier in unserer Stadt Iserlohn. Es kann keinen Frieden geben ohne einen Frieden  unter den Religkionen.
Bewahre du uns vor Vorurteilen, vor Hass und Intoleranz.

Wir befehlen uns, unsere Familien, die Lebenden und die Toten, dir an.
Deine Barmherzigkeit ist größer als alles schreckliche, was Menschen tun können.
Lass uns den Glauben an deine Barmherzigkeit bewahren.
Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen

Ansprache und Gebet: gez. Bernd Neuser, ev. Pfr. Iserlohn

Nachruf: Rolf Abrahamsohn (geb. 9.3.1925 – gest.: 23.12.2021)

NACHRUF

Die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen
trauert um ihren langjährigen Vorstandsvorsitzenden,
Ehrengemeindemitglied und letzten Holocaustüberlebenden

Rolf Abrahamsohn

Mit seinem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, der wir sehr viel verdanken.
Wir werden Herrn Abrahamsohn stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Im Namen der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen

Dr. Mark Gutkin
Vorstandsvorsitzender

 

Nachruf der CIJAG Marl/Kreis Recklinghausen auf Rolf Abrahamsohn:

„Trauer um Rolf Abrahamsohn – Holocaust-Zeitzeuge stirbt mit 96 Jahren. Die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden Rolf Abrahamsohn. Der letzte Holocaust-Überlebende der Region starb am 23. Dezember“, so titelten die Zeitungen des Medienhauses Bauer im Regionalteil des Kreises am 27.Dez.2021 die Nachricht mit ausführlichem Nachruf.

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