Ehrungen

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Ankündigung für Samstag 21. November 2020 in Köln:

CIJ-AG Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                Marl, 4. Juli 202

Sehr erfreulich: Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21. Nov. 2020 in Köln ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt  das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

INTR*A ist die „Interreligiöse Arbeitsstelle und Netze“ und hat die Geschäftsstelle in Schwerte/Ruhr, vormals seit 1990 war sie viele Jahre lang in Nachrodt (Westfalen). Die Stiftung Apfelbaum in Köln dotiert  diesen jährlichen Preis von INTR*A. Frühere Preisträger  sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt Engel der Kulturen.  – Der derzeitige Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Apeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln).  Homepage: interel.de

Am Samstag, 21. Nov 2020 wird in der Melanchthon-Akademie in Köln im Rahmen der Jahres-Tagung „Jenseits konfessioneller Grenzen“ der diesjährige Preis an das Abraham-Haus Marl verliehen.

Das Mitmach-Projekt Abraham-Haus: Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus:Die CIAG/CIJ-AG Marl, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath.Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Vorstand und Jury vom INTR*A-Projektpreis beschlossen die ehrenvolle Auszeichnung für dieses innovative Projekt, das Wirkung gezeigt hat.  INTR*A stellt dabei die Frage, wie sich die drei Abrahamitischen Religionen um Abraham und die weiteren Weltreligionen – Buddhismus, Hinduismus – aufeinander beziehen.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Intisar Saif als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG

Anhang zur Geschichte:

1.)Zur Geschichte vom Abraham-Haus:In jedem Abrahamsfest finden seit  mehr als 15 Jahren Veranstaltungen des Abraham-Haus statt. Ursprünglich entwickelt wurde das Abraham-Haus in Krefeld im Haus der Offenen Tür HOT Kreta. Eines Tages hatte Jens Flachmeier es dort kennen gelernt und er inspirierte die Träger des Abrahamsfestes zur Kooperation. Nach etlichen Jahren wechselte das Abraham-Haus von Krefeld hierher nach Marl/Kreis Recklinghausen. – Kontakt: j.flachmeier@diakonie-kreis-re.de. Tel. 0151 74 66 885 oder 02365 – 41 44 30.

 2.)Zur Geschichte von INTR*A gehören einige Pioniere im interreligiösen Dialog im deutsch-sprachigen Raum: Paul Schwarzenau, der jahrzehntelang in Dortmund gesellschaftlich engagierten und besonnen gewirkt hat: als ev. Studentenpfarrer  und bis zu seiner Emeritierung als Religionsphilosoph und Theologieprofessor an der Universität Dortmund. Der Preis entspricht seinem Leitspruch: „Alle Religionen bedürfen einander, nicht nur in ihren Gemeinsamkeiten, sondern gerade auch in ihren Unterschieden, durch die sie einander ergänzen. Wir sollen in der eigenen Religion daheim und in der anderen Gäste sein, Gäste, nicht Fremde“.

ZU nennen sind außerdem Karin und  Dr. Reinhard Kirste. Reinhard Kirste war ehrenamtlich Geschäftsführer von INTR*A, lange Zeit Schulreferent der Ev. Kirche im Sauerland und Lehrbeauftragter an der Uni/TU Dortmund. Als Mitbegründer der CIG e.V. Christlich-Islamische Gesellschaft in Deutschland  führte er die 3. Christlich-islamische Woche im Okt. 1986 in Marl zum Erfolg, was auch die Stärkung der CIAG Marl  bewirkte.

Unvergesslich ist das Wirken von langjährigen Vorsitzenden von INTR*A Prof. Dr. Udo Tworuschka. Zusammen mit seiner Frau Monika Tworuschka zählt er zu den Pionieren in der Schulbuchforschung, des interreligiösen Lernens und in der Praktischen Religions-wissenschaft. Bis zu seinem Ruhestand war er Professor in Jena.

 


31. Mai 2015: Johannes XXIII.-Preis der internationalen Friedensbewegung 
pax christi im Bistum Münster/W: Dieser Preis geht an das seit 2001 
jährlich stattfindende „Abrahamsfest Mar“ und dessen Träger: die CIAG  
Marl (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl) und die Jüdische  
Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen.

Laudatio von Pax Christi

 Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Juni 2015 17:37Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2015 17:37

Laudatio von Pax Christi für die Verlehung des Johannes XXIII.-Preises an das Abrahamsfest in Marl Kreis Recklinghauen durch Veronika Hüning

 

Verehrte Anwesende, liebe Friedensfreundinnen und Freunde!

Die Bilder haben mich erschreckt: Zehntausende Demonstranten in Dresden, die sich als Patrioten verstehen und als Retter des Abendlandes inszenieren und die vor einer Islamisierung Deutschlands warnen, als wäre die Zuwanderung von Menschen muslimischen Glaubens eine gefährliche Epidemie. Und nicht nur in Dresden – in mehreren anderen Städten, auch in Westdeutschland, sind islamfeindliche Parolen zu hören. Und nicht nur Rechtsradikale folgen den Bannern und Sprüchen.

Und diese Nachrichten haben mich ebenfalls erschreckt: Jüdische Gemeinden in Deutschland wenden sich an die Medien und bringen ihre Sorge über den zunehmenden Antisemitismus zum Ausdruck. Manche fühlen sich nicht mehr sicher und warnen ihre Glaubensbrüder davor, sich mit der Kippa in der Öffentlichkeit zu zeigen, aus Angst vor Übergriffen. Manche denken an Auswanderung.

Besonders erschreckend: Bei aller Hilfe, die manche christlichen Gemeinden Flüchtlingen bieten – Fremdenfeindlichkeit, rechte Gesinnung  und Antisemitismus reichen bis in die Mitte unserer Kirchen hinein.  

Genau in dieser Situation haben wir uns für den dritten Träger unseres Johannes-XXIII.-Preises entschieden. Wir, das ist die ökumenisch ausgerichtete katholische  Friedensbewegung pax christi im Bistum Münster. Wir haben uns entschieden, den Preis für Gerechtigkeit und Frieden vor Ort, in Deutschland und in unserer zerrissenen Welt der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft (CIAG) Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen/Marl als Träger des alljährlichen Abrahamsweges zu verleihen. Mit diesem Preis wollen wir Sie ehren, die Sie eine Gegenmacht zu Ausgrenzung und gesellschaftlichem Unfrieden gebildet haben. Sie haben den Preis wahrlich verdient, denn Sie leisten seit vielen Jahren einen eindrucksvollen Beitrag zu dem, wozu das Zweite Vatikanische Konzil aufgerufen hat: die Würde jedes Menschen unabhängig von seiner Herkunft und Religion zu achten, die Verbundenheit untereinander zu fördern und Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen.

Genau dies tun Sie als Christen, Moslems und Juden, die Sie in Marl kontinuierlich zusammenarbeiten und Jahr für Jahr den Abrahamsweg mit seinem reichen Rahmenprogramm gestalten.

Besonders hervorheben möchte ich:

Ø  das große Durchhaltevermögen seit den Anfängen der CIAG 1984, das ohne Idealismus und ohne Leidenschaft für die gemeinsamen Ziele sicherlich nicht möglich wäre;

Ø  die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Aktiven der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, aus der seit 2001 die Abrahamswege und Abrahamsfeste erwachsen sind;

Ø  den Ideenreichtum und die Kraft, mit der seitdem ein Netzwerk gebildet wurde, das ständig gewachsen ist und immer mehr Kooperationspartner an sich zu binden wusste;

Ø  die Fähigkeit, eine sehr bunte Gemeinschaft mit unterschiedlichen Traditionen, Überzeugungen und Vorstellungen zusammenzuhalten und Vertrauen, Verständnis und Solidarität untereinander zu stärken, durch alle Schwierigkeiten und Spannungen hindurch;

Ø  die klare Ausrichtung am Gemeinwohl, wie sie in der Selbstaussage zum Ausdruck kommt: „Wir betreiben keine Schau nach innen, sondern suchen das Beste der Stadt“; d.h.: Begegnung ohne Tabus, Frieden für alle, eine Stadt ohne Rassismus. Umstrittene Themen wurden dabei nicht ausgeklammert, z.B. Moscheebau und Muezzinrufe.

Als 2010 das zehnte Abrahamsfest in Marl gefeiert wurde, hieß es im Informationsblatt: „In Marl erleben wir ein recht friedliches Klima. (…) Das friedliche Klima ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis von Arbeit und Zusammenarbeit.“ Das ist heute angesichts der gesellschaftlichen Spaltungen und Abwehrhaltungen, der Feindbilder und Klimavergiftungen besonders wichtig.
Drei Ziele haben sich die Träger der Abrahamswege auf die Fahne geschrieben: menschliche Bildung, Vielfalt der Kulturen, weltzugewandte Religionen. Was das konkret bedeutet, können die Preisträger am besten selbst beschreiben. Sie werden gleich in drei Interviews von ihren Projekten und Erfahrungen erzählen.

Nicht umsonst heißt das jährliche Highlight der Arbeit von CIAG, jüdischer Gemeinde und ihrer Kooperationspartner „Abrahamsfest“. Abraham ist die gemeinsame Identifikationsfigur, eine Art Brücken-Person. In den Heiligen Schriften aller drei monotheistischen Religionen, in der Thora, in der Bibel und im Koran, spielt Abraham oder Ibrahim eine wichtige Rolle. Er, der „Freund Gottes“, hat Gott als den Einen erkannt und Kritik geübt, wenn Menschliches wie Gott angebetet wurde. Das ist auch in unserer Gegenwart wichtig, denn die Gefahr des Götzendienstes ist nicht gebannt. Ist es nicht Götzendienst, wenn das Geld und der Markt Heilsversprechen einlösen sollen? Ist es nicht Götzendienst, wenn die politischen und wirtschaftlichen Strukturen als alternativlos und allmächtig angesehen werden und quasi Unterwerfung unter ihre Gesetze verlangt wird, koste es, was es wolle? Ist es nicht Götzendienst, wenn Menschen meinen, mit militärischer Gewalt eine heilige Herrschaft errichten zu dürfen und zu können? Nur alle Religionen gemeinsam können dagegen Widerstand leisten und der Göttlichkeit Gottes und der Menschlichkeit aller Menschen zur Achtung verhelfen.    

Dies geschieht in vielen kleinen Schritten und vielen konkreten Projekten in Marl. Für eben diese Arbeit gebührt Ihnen, der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, der Johannes-XXIII.-Preis. Sie leisten als ehrenamtlich Engagierte einen unverzichtbaren Dienst für eine friedliche Stadtgemeinschaft und Sie zeigen in der kontinuierlichen Zusammenarbeit und in den vielfältigen einzelnen Begegnungen eine Dialogbereitschaft und Menschenfreundlichkeit, die Papst Johannes XXIII. selber geübt hat und die ihn sicherlich heute von Herzen erfreuen würde. Wir sind dankbar, dass auch die Muslime und die Juden unter Ihnen den Preis angenommen haben, der den Namen eines katholischen Papstes trägt. Dass Johannes XXIII. in Istanbul 1934-1944 zur Rettung von Juden beitrug und zum Gespräch mit dem Islam auf Augenhöhe bereit war, hat sicherlich zu dieser Akzeptanz beigetragen. Sein Eintreten für die Würde aller Menschen und seine interreligiöse Offenheit haben in Ihrem Wirken, liebe Preisträger, gute Nachahmer gefunden.

Und so möchten wir nun den Preis überreichen: die Urkunde, die unsere Sprecherin Gisela Hinricher verlesen wird, und die Bronzebüste von Johannes XXIII., die Pfarrer Hartmut Dreier übergeben wird, dem Ideenstifter, Brückenbauer und Motor der Arbeitsgemeinschaft und des Trägerkreises Abrahamsweg. Ganz im Sinne des Trialogs soll der Preis allen beteiligten Gruppen gehören und möge mal an dem einen, mal an dem anderen Treffpunkt präsent sein.

 


Grußwort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anlässlich der Verleihung des Pax Christi-Papst Johannes-Preises als pdf Anhang


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Schriftliches Grußwort

von Herrn Minister Guntram Schneider

 

anlässlich der Verleihungsfeier des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises in Münster am 31. Mai 2015

 

 Anlässlich der Verleihung des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises an das  Abrahamsfest Marl übersende ich der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen meine herzlichen Glückwünsche. Gleichzeitig danke ich Pax Christi im Bistum Münster für die Würdigung des Abrahamsfestes Marl, dessen Schirmherr ich im Jahr 2013 selbst sein durfte.

In Zeiten, in denen religiöser Fanatismus, Anti-Islam-Bewegungen und Antisemitismus einen Keil zwischen die Menschen und ihre Religionen zu treiben drohen, stehen wir alle vor besonderen Herausforderungen. Deshalb darf der Gesprächsfaden zwischen den Anhängern unterschiedlicher Religionen aber auch zwischen Staat und Gesellschaft nicht abreißen, er muss vielmehr ausdauernd und sorgfältig weiter gesponnen werden.

Wir in Nordrhein-Westfalen suchen den Dialog auf allen Ebenen. Von interreligiösen und interkulturellen Projekten in den Kommunen bis hin zu bewährten und neuen Dialogformaten der Landesregierung. Deshalb sind Initiativen wie das interreligiös ausgerichtete Abrahamsfest von unschätzbarem Wert. Seit seiner Entstehung baut das Abrahamsfest Brücken zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Herkunft. Dieses Engagement ist für den sozialen Frieden von herausragender Bedeutung. Nordrhein-Westfalen war und ist ein Land der Vielfalt. Wir sind stolz darauf, dass hier Menschen aus allen Teilen der Welt eine neue Heimat gefunden haben und die Gesellschaft mitgestalten.

Das Abrahamsfest ist Ausdruck der Wertschätzung für die religiöse und interkulturelle Heterogenität, die unser Land einzigartig machen. Die Initiative leistet darüber hinaus praktische Integrationsarbeit vor Ort, auf die NRW nicht mehr verzichten kann. Dies verdient Dank und Respekt, den ich Ihnen hiermit aussprechen möchte.

Für die heutige Preisverleihung wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude und interessante Begegnungen. Möge der heutige Tag Ihnen allen als Motivation dienen, Ihre engagierte Arbeit für den interreligiösen und interkulturellen Dialog in Nordrhein-Westfalen fortzuführen.

 

 Guntram Schneider MdL

 

 

Grußwort von Sylvia Löhrmann als PDF

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Grußwort von Bürgermeister Werner Arndt, Marl als PDF

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Die 4 weiteren Ehrungen sind:

Tschelebi-Friedenspreis 2009: „…Für ihre mutige, inspirierende und  
nachhaltig friedensstiftende Leistung sind wir der CIAG Marl „zu  
Dank verpflichtet.“

Bremer Friedenspreis 2007 benennt lobend die CIAG Marl mit 22  
beispielhaften Projekten in Deutschland.

„Sukran“-Plakette – Günes Altan, Generalkonsul der Türkei in Münster/W, am  
5. März 1997: „Seit 1984 setzt sich die Christlich-Islamische  
Arbeitsgemeinschaft Marl beharrlich, wirksam, phantasievoll und  
beispielhaft für die Integration der nach Deutschland eingewanderten  
Menschen aus der Türkei/aus islamisch geprägten Kulturen ein. Die  
christlich-islamische Zusammenarbeit in Marl geschieht in religiösen,  
sozialen, kulturellen und pädagogischen Zusammenhängen. Das erregt  
Sympathie, setzt Maßstäbe und spornt andere Mehschen in anderen Orten an.“

„Goldener Hammer“ – Dr. Herbert Schnoor, Innenminister NRW im Auftrag der  
Menschenrechtsorganisationen SOS Rassismus/Aktion Courage – am 17. März  
1994: „Frieden in der Stadt ist möglich, wo Menschen beginnen, das Leben  
zu begreifen….mit Händen, den offenen Augen, einem ehrlichen Mund, einem  
wachen Ohr…mit allen Sinnen eben, die andere Menschen auszeichnen…“

Abrahamsfest

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Berichterstattung vom Friedensgebet der Religionen.

Medienhaus Bauer/Marler Zeitung (Marl)

Am 18. November 2020 startete der Religionskurs der Stufe Q 1 des Albert-Schweitzer-/ Geschwister-Scholl-Gymnasiums zur Tour durch die Gotteshäuser Kirche- Moschee – Synagoge.

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Die Grimme-Akademie vom Grimme-Institut (Marl) in Corona-Zeiten vor Ort in der Martin Luther King Schule.


Aycha Riffi und Stefan Schröer brachten aus dem Grimme-Institut/Grimme-Akademie zwei Filme in die Klasse 10 der Martin Luther King Schule in Marl. Wegen der Corona-Pandemie war eine Veranstaltung im Grimme-Institut in Marl-Mitte nicht möglich. Und auch diese Vor-Ort-Veranstaltung wurde strikt angepasst an die Corona-Vorgaben der Schule. Die Klasse 10 erlebte zwei spannende Filme: „Ab 18! Die Tochter von…“ spielt in Argentinien und machte Verschleppung und Heranwachsen in menschenrechtlicher Hinsicht zum Thema. Der andere Kurzfilm „Rocky“ spielt in Schweden (und den USA) und macht existenzielle Aspekte des Heranwachsens im Jugendalter diskutierbar. Sylvia Dobala von der Martin Luther King Schule hatte diese Veranstaltung im Rahmen des 20. Abrahamsfestes eingefädelt. Es war für die Schulklasse
eine spannende Erfahrung, zwei hochkarätige Filme zu sehen und zu diskutieren – mit Profis wie Aycha Riffi und Stefan Schröer, die auch mit dem Duisburger Dokumentarfilmfestival doxs! zusammenarbeiten.

Download this file (Projektbeschreibung Kino echt anders 2020.pdf) Projektbeschreibung Kino echt anders 2020.pdf


Sonntag, 15. November 2020: Stille Kundgebungen zum Frieden, zur Warnung vor Krieg

   

  

Es ist in Marl seit ca 45 Jahren Tradition: am Bonhofferdenkmal in der
Nähe vom Rathaus Marl wird der sog. Volkstrauertag begangen als
Friedens-Sonntag. In diesem Jahr mit Corona war „stilles Gedenken“
angesagt. Bürgermeister Arndt legte um 12 Uhr einen Kranz nieder. Vorher
hatten andere den Ort aufgesucht, u.a CIJ-AG/Abrahamsfest.


  1. Abrahamsfest Marl – Rundreise I: Ältere Jugendliche
    erklären Jüngeren ihr Gotteshaus – am 28.Oktober 2020 Start mit der Martin
    Luther King Schule Marl

  2. Abrahamsfest Marl
    Rundreise I: Ältere Jugendliche erklären Jüngeren ihr Gotteshaus – am
    28.Oktober 2020 Start mit der Martin Luther King Schule Marl

    Solch eine Rundreise gehört zu den beliebten und bewährten Programmteilen
    in jedem Abrahamsfest Marl. Jugendliche erklären Jugendlichen – z.T. ihren
    Mitschülern – ihr Gotteshaus, ihre Religion und warum sie aktiv sind. Das
    ist ungewöhnlich in vieler Hinsicht. Religion ist momentan nicht „cool“.
    Und dann steht da ein anderer Jugendlicher und erzählt. Die Schulgruppen
    hören gespannt zu, fragen ohne Ende sogar solche schweren Fragen, ob
    Religion überhaupt sinnvoll sei und wundern sich über die Antworten von
    Gleichaltrigen. Den Start machten kürzlich Schülerinnen und Schüler der
    Klasse 8b der Martin Luther King Schule gemeinsam mit den Lehrkräften Jana
    Weber und Norbert Keller (er schlug dieses Format vor einigen Jahren vor).
    Seitens des 20. Abrahamsfestes begleitete Hartmut Dreier diese Rundreise.

    Zuerst besuchten die Schülerinnen und Schüler die Pauluskirche in Marl.
    Mit großem Interesse stellten sie zahlreiche Fragen. In Vertretung für
    einen plötzlich erkrankten jugendlichen Teamer gab Pfr. Roland Wanke sein
    Bestes. Besonderes Highlight in diesem Gotteshaus: Die Schülerinnen und
    Schüler durften ihre Fähigkeiten an der Orgel unter Beweis stellen. Mit
    besonderem Lob, dass dies eine der besten und interessiertesten Gruppen,
    die jemals in der Pauluskirche zu Besuch war, entließ Roland Wanke sie zur
    Fatih-Moschee .

    Hier erklärte der Schüler Onur Salbas (Klasse 8b der
    Martin-Luther-King-Schule) seiner Klasser die einzelnen Bestandteile der
    Moschee. Er trat im Kreise seiner MitschülerInnen sicher und kenntnisreich
    auf, gut vorbereitet durch Imam Bünyamin Gedik. sse. Besonderes Highlight
    in diesem Gotteshaus: Die Schülerinnen und Schüler durften dem
    Mittagsgebet als Gäste beiwohnen.

    Zum Schluss ging es mit dem Bus zur Synagoge in Recklinghausen. Auch hier
    war als Jugendliche der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen –
    Xenia Abromisova – sehr aufmerksam und kenntnisreich, dank der
    Vorbereitung durch Vorbeter Kantor Isaac Tourgman. Besonderes Highlight in
    diesem Gotteshaus: Die Schülerinnen und Schüler durften sich eine
    Tora-Rolle aus nächster Nähe ansehen.

Fotografin:  Jana Weber/Martin Luther King Schule
Verfasst wurde diese Bericht von Jana Weber.


Als Konzertkritiker schreibt Stefan Pieper (Marl – nrwjazz.net) in der Marler Zeitung/Medienhaus Bauer am 2.11.2020.

Aeham Ahmad in der Scharounschule Marl – 30.Okt. 2020

Kooperation Stadt Marl/20.Abrahamsfest

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Aeham Ahmad gab am Freitag, 30.Oktober 2020 sein Konzert „Music of Hope“ in der Aula der Scharounschule Marl. Er gastierte im Rahmen des 20. Abrahamsfestes Marl / Kreis Recklinghausen, dessen Schirmherr er ist. Diese Veranstaltung fand als Kooperations-veranstaltung Stadt Marl/20.Abrahamsfest Marl statt.

Aeham Ahmad wurde weltweit bekannt als „der Pianist in Trümmern“, sein Bild mit grünem T-Shirt am schwarzen Klavier inmitten von Zerstörung wurde zu einer Art Ikone. Vor 32 Jahren in Yarmouk bei Damaskus geboren, nahm er am Volksaufstand gegen die Assad-Diktatur teil und auch er musste erleben, wie dieser „Frühling“ überging in einen „Winter“, in einen bis heute nicht beendeten Stellvertreterkrieg um geopolitische Hegemonie in der Region. Als alles hoffnungsloser wurde (der IS zerstörte in 2015 sein Klavier u.a.), entschloss er sich zur Flucht aus Syrien im Spätsommer 2015. Er kam wie Tausende andere  über das Mittelmeer und die Balkanroute nach Deutschland und ließ sich schließlich mit seiner  inzwischen  7köpfigen Großfamilie in Daseburg bei Warburg/Ostwestfalen nieder. In seinem Buch „Und die Vögel werden singen“ (Fischer-TB 2020, 3. Auflage) schildert er eindrücklich sein Leben. 

 

Dieses Konzert fand am 30.10.2020 wegen der Corona-Pandemie ohne Publikum stattDabei Beteiligte:

  • Moderation/Wort: Patrick Höfken und Sami Yesil
  • Moderation/Bild „Abrahamsfest“: Beyza Köse und Aylin Ugur
  • Grußwort der Stadt Marl: Kulturdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe
  • Ton: Ralf Dunkel
  • Licht: Melanie Drüke
  • Film-Streaming: Oliver Krajewski, Rene Lankeit

Alle Rechte liegen bei Aeham Ahmad sowie bei Oliver Krajewski/Rene Lankeit

  • Konzertkritik: mit Fotos von Stefan Pieper, veröffentlicht in der Marler Zeitung/Medienhaus Bauer am 2. Nov. 2020
  • Ein Video dieses Konzerts und Interview von Julia Dziatzko mit ihm am 30.Okt. steht auf de (Medienhaus Bauer, Marl)

 

Fotos: Stefan Pieper (Marl – nrwjazz.net)

 

Hinweise – Aeham Ahmad:

  • Aeham Ahmad: Und die Vögel werden singen, Fischer-TB 2020, 3.Aufl.
  • Aeham Ahmad: www. Aeham Ahmad, Aeham Ahmad Youtube
  • Aeham Ahmad empfiehlt solidarische Unterstützung: Save the Childen.de – Ein Schal fürs Leben – Die Aktion für syrische Kinder

 

Hinweis – Veranstalter CIJ-AG:

  • Vorbereitung dieser Veranstaltung: Stadt Marl samt Musikschule der Stadt Marl und die Verantwortlichen des 20. Abrahamsfestes
  • Homepage:Abrahamsfest Marl: www.abrahamsfest-marl.de – siehe dort auch Links zu social media.

 
 
 
Betreff: Wtr:  Konzert als Öffentliches Ereignis abgesagt Das Konzert wird als Stream gefilmt und wird zeitversetzt in den sozialen Medien und im Internet, auch auf der homepage abrahamsfest-marl.de stehen.

CIJ-AG/20.Abrahamsfest              Marl. 29.Okt. 2020,12 Uhr
Christlich-Islamisch-Jüdische Arbeitsgemeinschaft für das 20. Abrahamsfest Marl Kreis Recklinghausen im Herbst 2020 mit dem Thema: „Jugend – Zwischen den Stühlen – Aktiv“. Schirmherr: Aeham Ahmad („Der Pianist in Trümmern“, „Music of Hope“)
 
Wir sind dabei und einverstanden: 
Die Stadt Marl empfiehlt, dass wir wegen der bevorstehenden Corona-Auflagen in Deutschland, in NRW und in Marl das Konzert mit Aeham Ahmad am morgigen Abend als öffentliche Veranstaltung mit Publikum absagen.
 
Das Konzert mit Aeham Ahmad  wird am geplanten Tag ohne Öffentlichkeit in der Aula der Scharounschule für eine Filmaufnahme aufgeführt, aufgenommen und danach durch unsere Medien dauerhaft abrufbar sein und zeitversetzt ausgestrahlt. Der Künstler (bekannt auch als „der Pianist in Trümmern“) spielt das Konzert „Music of Hope“. Er ist Schirmherr des 20. Abrahamsfstes 2020, das in diesem Herbst geprägt von der Pandemie („Corona“).
 
Auch wir als Verantwortliche möchten uns aus Verantwortung für die Corona-Auflagen im Land und hier vor Ort uns vorbildhaft verhalten. Wir haben diesen Vorschlag der Stadt Marl daher übernommen. -Wir danken der Stadt Marl für alle förderliche und vertrauensvolle Kooperation in der Planung und in diesen letzten Entscheidungsstufen.
 
gez. Lilia Vishnevetska, Beatrix Ries, Intisar Saif
als Abrahamitische Sprecherinnen der CIJAG- Marl

Ein Höhepunkt im 20.Abrahamsfest Marl: am Freitag, 30.Okt. 2020 in der
Scharounschule Marl mit Aeham Ahmad („Der Pianist in Trümmern“ und
Schirmherr vom 20. Abrahamsfest) im Konzert „Music of Hope“.

Im Livestream zeitversetzt zu sehen:

# Diese homepage
# YouTube: Abrahamsfest-Marl
# Facebook: @abrahamsfestmarl
# Instagram: @abrahamsfest_marl

Corona-bedingt sind aufgrund der Voranmeldung sämtliche Plätze
bereits vergeben. Für die Angemeldeten 50 Personen spielt Aeham Ahmad das
Konzert am 30.Okt. zweimal – mit einer Hygiene-Pause dazwischen. Wer nicht
angemeldet ist, hat keine Chance, einen Platz zu bekommen. Leider.

Download this file (AehamAhmad_Eintrittskarte.pdf) AehamAhmad_Eintrittskarte.pdf

Weiterlesen

Abraham Haus

CIJ-AG Marl
www.abrahamsfest-marl.de                                                                            Marl, 19 Nov. 2020

www. INTR*A:interel.de


Pressemitteilung: Das Abraham-Haus in Marl ist am Samstag, 21. November 2020 diesjähriger Preisträger von „INTR*A Projekt-Preis der Komplementarität der Religionen“ – Verleihung des Preises erfolgt in Marl im kommenden Jahr, sobald die Corona-Pandemie es möglich macht.


Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21.Nov. 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und  Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Übergabe des Preises in Marl verschoben auf bessere Zeiten. Dann hat sich auch der Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Appeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln) in Marl angesagt.

Frühere Preisträger sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“. In dieser Gesellschaft wühlen wir uns sehr wohl“, sagen Geehrte in Marl.

Wie geht das Mitmach-Projekt Abraham-Haus? Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren  mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das
gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus: Die CIAG/CIJ-AG Marl mit dem jährlichen Abrahamsfest, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath. Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Melih Fidan als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG


Trägerkooperation des Abrahamhaus in Marl

Webseite: abrahamhaus-marl.de

Standort: Karl-Liebknecht Straße 10, 45770 Marl                                       

 

Ev. Kirchenkreis Recklinghausen & Christlich-Islamische AG Marl in Kooperation mit der Integrationsagentur/Flüchtlingsreferat der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen GmbH

 

Ziele, die durch die Arbeit  erreicht werden…

 –       Begegnung in  drei speziell dafür eingerichteten und gestalteten „Erfahrungsräumen“ ermöglichen

 –       Praxisnahe Informationen über Unterschiedlichkeiten & Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Religionen

 –       Erleben einer besonderen interreligiösen Atmosphäre des Abrahamhauses in Marl

 –       Niederschwellige Zugänge zum Thema ermöglichen

 –       Impulssetzung über praktischen Umgang miteinander ins Gespräch über die Religionen zu kommen

 –       Authentische Gestaltung der Workshops durch Vertreter der drei Religionen

 –       Zielgruppenspezifische Konzipierung der Wokshops

 

Aktivitäten, die geplant sind, das Ziel zu erreichen

Das Abrahamhaus ist ein Mitmach-Projekt für Schulkinder bis zum 12. Lebensjahr und für deren neugierige Eltern und LehrerInnen, und ein offenes Haus für alle, die über Judentum, Christentum und Islam mehr erfahren möchten.

Wir – ein interdisziplinär arbeitendes Team mit Mitarbeitenden aus allen drei Religionen –    fangen an mit einer Führung von ca. 20 Minuten, sie geht durch die unterschiedlichen Räume und man lässt ihre Ästhetik, ihren Geruch, ihre Eigenart auf sich wirken.

Dabei hören wir die Geschichte von Abraham und seinen Söhnen Ismail und Isaak, von Jesus und Mohammed und betrachten genealogische Tafeln und Bilder.

Danach teilen wir uns in drei Gruppen. In den Räumen der Juden, der Christen und der Muslime wird jetzt ca. zwei Stunden gebastelt, erzählt, gekocht und gegessen (eine kleine Frühstückpause findet in den Gruppen statt!). Alle drei Gruppen betrachten dabei das gleiche Thema, so dass in der Abschlussrunde klare Vergleiche zwischen dem Verständnis der einzelnen Religionen für die gleiche Problematik angestellt werden können.

Gemeinsamkeiten entdecken – Unterschiedlichkeiten anerkennen…das zentrale Motto unserer Arbeit im Abrahamhaus 

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Wichtige Auszeichnung für das Abraham-Haus 

Sehr erfreulich: Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest) wird mit dem INTR*A-Preis der Komplementarität der Religionen am SA 21. Nov. 2020 in Köln ausgezeichnet. Dieser (kompliziert klingende) Preis meint das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit für solche Haltung. In Fachkreisen in Schule und Bildung ist dieser Preis auch international sehr anerkannt. Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema wie z.B. Geburtstagfeier aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt und begriffen, wobei ehrenamtliche DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion darstellen und Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache kommt. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden das gemeinsame Thema (z.B. Geburtstag) nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht kennenlernen. SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“ – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke. Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Zum Neuen Jahr – noch eine Stimme!

Ein unbeschriebenes Blatt Papier

Ein unbeschriebenes Blatt:

Viel zu klein, um alle Ungeheuerlichkeiten in Worte zu fassen.

 

Ein unbeschriebenes Blatt:

Viel zu leicht, um der Wucht der Nachrichten zu widerstehen.

 

Ein unbeschriebenes Blatt:

Zwar klein und leicht, aber auch  bereit, die Hoffnung auf Menschlichkeit und Frieden festzuhalten.

 

Verfasser: Helmut Schöning (Bochum)

CIAG/CIJ-AG

Zum Islamischen Opferfest vom 9. – 12.Juli 2022 kommen herzliche Glückwünsche von der CIJAG Marl Kreis Recklinghausen

 

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Großer Stand „Abrahamsfest“ beim Stadtteilfest „Markt der Möglichkeiten“ in Hüls-Süd am SO 22. Mai 2022 von 14 – 18 Uhr

Auf dem Foto: Bürgermeister Werner Arndt, Lilia Vishnevetzka mit ihrem Team, Hartmut Dreier. Foto: Jens Flachmeier

 Tausende von Menschen strömten herbei, 50 Stände boten viel Informationen, Kontakte und erfreuten alle Generationen. Dieses Fest verdankt sich  der jahrelangen hervorragenden Gemeinwesenarbeit der Sozialarbeiterin Ramona Glodschei (Diakonie im Kirchenkreis/Stadt Marl)-und ihrem Team. Der Stand Abrahamsfest stand im Zeichen der Ukraine: Geflüchtete von dort um Lilia Vishnevetzka, die schon vor 20 Jahren aus Kiew nach Marl kam und eine der SprecherInnen der CIJAG/Abrahamsfest/AbrahamHaus (hier ist Lilia die jüdische Lehrerin) ist.- Viele der in Marl lebenden Menschen aus der Ukraine, Belorus und Russland arbeiten seit Jahren im Verein Raduga e.V. und in der CIJAG/Abrahamfest/Abrahamhaus zusammen; sie  sind im Angrifsskrieg Russlands gegen die Ukraine politisch nicht verzankt sondern stehen Schulter-an-Schulter hilfreich den Menschen aus der Ukraine zur Seite.

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Reinhard Kirste 80 Jahre am 29.3.22. Dazu Gruß an ihn mit Erinnerungen an Anfänge von Hartmut Dreier

 

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In zehn erfolgreichen Jahren ein leuchtendes Kulturprogramm der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE.

 

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Fatih-Moschee Marl: nach zwei Jahren Corona-Pause Fastenbrechen „Iftar“ am DI 19.4.2022

Zum Fastenbrechen „Iftar“ hatte der Vorstand der Fatih-Moscheegemeinde mit Vorsitzendem Muhammet Catmak eingeladen. Das schmackhafte Essen hatte die Frauengruppe um Melek Catmak gekocht. Es sprachen die am Vorstandstisch versammelten Personen: Zisan Bolat und Ahmet Celik als die beiden Religionsbeauftragten, Muhammet Catmak, Bürgermeister Werner Arndt, der Landesvorsitzende von DITIB (aus Herten) , Frau Mintel von der Polizei Kreis RE, Brian Nickholz als Bundestagsabgeordneter. Im Publikum waren frühere Vorsitzende der Fatih-Moschee Yilmaz Dinckal und Salman Catmak, Imam Selcuk Ismailoglu von der Yunus Emre Moschee, SprecherInnen der CIJAG Lilia Vishnevetzka und Beatrix Ries, aus der Nachbarschaft kath. Pastor Ulrich Müller, Peter Wenzel SPD-Ratsherr, Ehepaar Dreier u.a. Vorbeter Isaac Tourgman von der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE – erkrankt – liess grüßen. Nach der zweijährigen Corona-bedingten Pause ermöglichte dieses Iftar einen sehr persönlichen Austausch zwischen allen Anwesenden.

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Raduga e.V. – Familienfest am Ostermontag 18.4.2022 in Marl-Hüls-Süd

Viele Menschen nahmen an diesem Familienfest am Ostermontag 18.4.2022 ab 12 Uhr im Nachbarschaftszentrum Hüls-Süd teil. Eingeladen hatte der Verein Raduga Marl, wo Menschen aktiv sind, die in Marl seit Anfang der 1990er Jahre ihre zweite Heimat gefunden haben und deren Wurzeln in der Ukraine, Belorussland und Russland liegen. Auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nahmen gerne teil. Natalia Koschuhowski und Elisa Kindler (die auch zur CIJAG gehören) hatten mit zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen ein buntes Programm mit Essen und Trinken, Bastelarbeiten, Tanz, Spiele im Freien und Ostereiersuchen im Gelände ringsum das Nachbarschaftszentrum. Die Corona-Regeln wurden beachtet.

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Grüße zum Pessah von der CIJAG

 

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Annemarie Schimmel wäre am 7.April 2022 100 Jahre alt geworden

Zu ihren Lebzeiten war Annemarie Schimmel wiederholt in Marl – im Rathaus und in der Fatih-Moschee sprach sie bei Abrahamsfesten. In ihren Lebenserinnerungen „Morgenland und Abendland. Mein-west-östliches Leben“ (Beck-Verlag München, 2002) erwähnt sie auch unsere Arbeit in Marl.

https://textmaterial.blogspot.com

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Muslimischer Glückwunsch zu Ostern 2022 in Marl

Bismillâhirrahmânirrahîm- Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen.
Liebe christliche Nachbar*innen und Freund*innen

Ostern ist ein bedeutendes Fest im Herzen und Alltag unserer christlichen Mitmenschen. In der Osterzeit haben sie gefastet, gebetet und sich dem barmherzigen, gütigen und anbetungswürdigen Gott mit tiefer Besinnung und Liebe zugewandt. Wie alle religiösen Feste und Feierlichkeiten ist das Osterfest ein besonderer Zeitabschnitt im Leben der christlichen Geschwister. Denn Ostern, ist das Gedenken an das letzte Abendmahl, die Kreuzigung, die Grabesruhe und die Wiederauferstehung von Jesus Christus. Es ist das Gedenken unserer christlichen Geschwister an das Leid Jesus Christus, aber auch an Widerauferstehung als Zeichen der Hoffnung und Güte Gottes.
Ähnlich ergeht es anderen Glaubensgemeinschaften. Unsere jüdischen Geschwister feiern das Pessach, ihr Freudenfest für die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei. Die Muslime bereiten sich auf den Ramadan vor, der für sie wertvoller ist als tausend Monate.

Es ist guter Brauch seit vielen Jahren in Marl, dass wir uns wechselseitig zu den großen Festen Grüße und Glückwünsche senden. Wir alle sind dankbar, dass es in Marl seit Anfang der 1980er Jahre eine gute Nachbarschaft der Abrahamitischen Religionen gibt.

Wir wünschen der gesamten christlichen Welt ein besinnliches Osterfest. Mögen die Gebete in der Osterzeit und das Osterfest viel Zuversicht, Hoffnung und Frieden bringen.

Für die CIJ-AG Melih Fidan,
– Sprecher der muslimischen Institutionen
(DITIB Marl Fatih Moschee, KUBA Moschee Marl, DITIB Yunus Emre Moschee, El Khodr Moschee Marl)

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Wir gratulieren zum Bremer Friedenspreis 2021; erwird verliehen im Mai 2022

Die CIJAG/CIAG Marl wurde im Jahr 2007 mit 22 beispielhaften Projekten lobend erwähnt.

https://dieschwelle.de/themen/artikel/friedenspreisverleihung-2019-1-791

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Wir als CIJAG gratulieren den Muslimen zum Ramadan 2022

 

Dank an Intisar Saif

 

Wir grüßen zum Ramadan und wünschen eine gesegnete Zeit

 

Sichtbares Zeichen in den Wochen gegen Rassismus

Die Verantwortlichen der drei Gotteshäuser entlang der Straße Bachackerweg in Marl-Hamm haben sich abgesprochen und beleuchten abends ihre Gebäude – gemeinsam und sichtbar.

Es sind: Fatih-Moschee – Kirche St.Barbara – Aleviten Cem-Gebäude.

Foto: privat
Foto: privat
Foto: privat

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar 2022

 

Digital fand diese Gedenkfeier am 27.Janur 2022 in Marl statt. Zusammenschnitt der beiden Teile: Mahnung der ev. und kath. Kirchen Marls und Veranstaltung der Stadt Marl.

 

Videos zum Gedenktag

https://www.youtube.com/channel/UCDGd4Ky4Sn9tQBpSVa03-1g

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Pro Corona-Opfer in Marl – ein Glockenschlag vom Kirchturm in Marl-Hüls

 

Foto: privat
Foto: privat
Fotograf: Jörg Schneider

Eine Menschenkette mit Windlichtern bildete sich zu den Glocken der Herz-Jesu-Kirche am Marktplatz in Marl-Hüls rings um die Kirche, am Montag 31. Januar 2022 um 19 Uhr. Eindrücklich läutete die tiefe Glocke vom Kirchturm – pro Coronatoten in Marl ein Schlag. Dabei wurden die mehreren Hundert Menschen so still, dass man – beinahe – eine Stecknadel fallen hören konnte.

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Mehrsprachige Informationen zum Impfen m.d.B. um Weiterleitung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die 4. Corona-Welle stellt uns weiter vor große Herausforderungen: die Impfquote ist ausbaufähig und leider kursieren auch Falschmeldungen zur COVID 19-Impfung, z.B. was Nebenwirkungen betrifft oder dass sie angeblich unfruchtbar mache. Uns haben auch Informationen aus verschiedenen Kreisen erreicht, dass Menschen nicht immer wissen, dass die Impfung kostenfrei ist.

Ich weiß, dass Sie vor Ort mit aller Kraft um Aufklärung und Information bemüht sind und möchte Ihnen dafür von Herzen danken. Um Sie bei dieser Arbeit weiter zu unterstützen, solche Falschmeldungen richtig zu stellen und Informationsdefizite zu decken, haben wir erneut mehrsprachige Informationen zum Impfen zusammengestellt, die Sie angehängt finden.

Auf der Website der Informationskampagne zur Impfung der Landesregierung finden Sie zusammengefasst, wie man sich und andere durch eine Impfung schützen und wie  man mit einer Booster-Impfung  diesen Schutz auffrischen kann. Neben Fakten und FAQs zum Thema finden Sie auch Links zu den Impfangeboten der einzelnen Städte und Kreise. Ein Video zur neuen Kampagne der Landesregierung zur Auffrischungsimpfung „Zusammenhalt Boostern. Jetzt Impfung auffrischen“ ist hier auf der Website abrufbar.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung informiert über mehrsprachige Materialien und Videos zum Thema in bis zu 23 Sprachen, die laufend erweitert und aktualisiert werden (z.B. zurzeit mit Infos zur Booster-Impfung).

Darüber hinaus finden Sie in der Anlage weitere Webseiten, Informationsgrafiken und Videos u.a. zum Ablauf des Impftermins, zur Impfung von Kindern sowie zur Gesundheit von Frauen, zur Booster-Impfung oder zur Impfforschung.

Ich möchte Sie bitten, die angefügten Informationen über Ihre Kanäle an Ihre Infrastruktur weiterzuleiten.

Denn: Impfen schützt und ist wichtig! Die Covid-19-Impfung verringert das Risiko, am Coronavirus zu erkranken und andere Personen damit anzustecken. Die Impfung ist kostenfrei. Impftermine gibt es oft auch ohne vorherige Terminvereinbarung.

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe und die wertvolle Arbeit, die Sie leisten!

Herzliche Grüße

Aslı Sevindim

 

Abteilungsleiterin Integration

 

Völklinger Straße 4, 40219 Düsseldorf

Telefon:                      0211 837 4224

Diensthandy:             0152 04 27 95 41

Email: asli.sevindim@mkffi.nrw.de

Internet: http://www.mkffi.nrw

 

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

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Gedenken an Riga – Marl erinnert an die Opfer

Medieninformation der Stadt Marl vom 03.12.2021

Gedenken an Riga: Marl erinnert an die Opfer

Vor 80 Jahren wurden jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Riga deportiert / Die Stadt erinnerte mit einer Gedenkfeier und Kranzniederlegung an die Opfer

Riga, vor 80 Jahren, am 30. November 1941: Der erste Deportationszug aus dem Deutschen Reich bringt jüdische Menschen in den Osten. Um dort „Platz“ für ihre Ankunft zu schaffen, wurden 26.000 lettische Jüdinnen und Juden des Rigaer Ghettos in Rumbula ermordet. An aller Opfer von Riga erinnerten jetzt die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck und Dechant Heiner Innig mit einer Kranzniederlegung.

Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen, Verwaltung und friedensfördernden Gruppen aus der Stadt hatten sich am Riga-Gedenktag an der Großskulptur La Tortuga eingefunden, um gemeinsam an die Opfer zu erinnern. Für den Ort des Gedenkens hatte die Stadt Marl die Großskulptur La Tortuga von Wolff Vostell ausgewählt. Die auf dem Rücken liegende Dampflokomotive symbolisiere nicht nur den Untergang der Stahlindustrie und des Bergbaus im Ruhrgebiet. Sie erinnere auch an die „unsägliche Rolle der Deutschen Reichsbahn im Zweiten Weltkrieg und die Verstrickung anderer Behörden bei der staatlich verordneten Judenvernichtung“, sagt Angelika Dornebeck. „Riga darf nie wieder sein! Mit der Gedenkfeier wollen wir ein sichtbares Zeichen setzen.“

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von Posaunist Daniel Gruber von der Musikschule Marl. Nach der Kranzniederlegung und einer Schweigeminute hielt Dechant Heiner Innig eine Rede.

Die Stadt Marl ist seit 2010 Mitglied im Deutschen Riga-Komitee. Es erinnert an das grausame Schicksal von mehr als 25.000 Menschen – darunter Menschen aus Marl – jüdischen Glaubens, die in der NS-Zeit nach Riga deportiert und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordeten wurden.


(v.l.n.r.): Dechant Heiner Innig, stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck und Daniel Gruber von der Marler Musikschule. Foto: Stadt Marl

Als stellv. Bürgermeisterin erinnert Frau Dornebeck auch an Rolf Abrahamsohn, der in Marl am 9.März 1925 geboren wurde,  Anfang 1942 ebenfalls nach Riga deportiert wurde; als Einziger seiner Familie überlebte er die Nazi-Diktatur, lebt im hohen Alter hier in Marl; Ehrenbürger im Vest Recklinghausen, Schirmherr des 16. Abrahamsfestes in 2016 zum Thema „Zuhause auf dem Planeten Erde“. Rolf Abrahamsohn lebt im hohen Alter hier in der Nähe.

 Dechant Heiner Innig sprach das Totengebet von Georg Kafka.

Georg Kafka

Totengebet

Sieh, Herr, die Toten kommen zu Dir.

Die wir geliebt, sind allein

und sehr weit

Nun müssen wir ihre Münder sein und beten zu Dir,

Du Ewigkeit.

 

Nimm ihr müdes Herz in die gütige Hand.

Da wird es still.

Eine Schwalbe, die ihre Heimat fand

und schlafen will.

 

Auf ihre Augen, die müde vom Licht

Lege Dein Kleid,

daß sie träumen von Deinem Angesicht,

Du Dunkelheit.

Und ihre Hände, die immer bereit,

Dein Werk zu tun,

oh Gott, Du ewige Erntezeit,

laß sie ruh´n.

 

Wir aber leben und dürfen nicht

die Tage versäumen.

Wir tragen geduldig das schwere Gewicht

Zu Deinen Träumen.

 

Oh Herr, die Lebenden kommen zu Dir.

Die wir geliebt, sind allein.

Wir finden sie nicht.

Du aber wirst die Erleuchtung sein.

Du Licht.

(Georg Kafka, verwandt mit Franz Kafka, wurde am 15.2.21 in Teplice – damalige Tschechowslowakei – geboren. Wirkte in Prag, dichtete in deutscher Sprache. KZs Theresienstadt –KZ  Auschwitz (wohin er seine Mutter begleitete, die dort ermordet wurde) – KZ Sachsenhausen/Außenlager Schwarzheide, dort als Zwangsarbeiter Ende 1944 ermordet.)

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Fünf junge Menschen sind aktiv – mit dem Konzert von Aeham Ahmad fing alles an.

Fünf junge Leute aus drei Religionen setzen sich für Toleranz ein

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Lichter im Advent und Lichter für Chanukka!

Am Samstagabend, dem 28.11.21, hat für unsere jüdischen Nachbarn auch das Lichterfest „Chanukka“ begonnen. Es dauert 8 Tage und endet am Abend des 6.Dezember 21. Die Juden erinnern sich dabei an den erfolgreichen Aufstand der makkabäischen Juden gegen die hellenistische Fremdherrschaft im damaligen Israel. Nach unserer Zeitrechung war das im Jahr 164 v Chr.. Im Mittelpunkt steht das Lichtwunder, dass sich im Rahmen der Einweihung des neuen Tempels ereignet haben soll. Ein einziger Krug mit Lampenöl hat statt nur 1 Tag den Tempelleuchter 8 Tage am Leuchten gehalten. So wird jeden Tag 1 Kerze mehr am Chanukkaleuchter angezündet. Wenn heutige Juden nach dem Wunder von damals befragt werden, dann antworten sie auch: „Chanukka verdeutlicht den Menschen, dass nicht Kriege und Aggressionen die Menschen retten, sondern einzig und allein der Glaube an Jahwe, an Gott, der stärker ist als alle Waffen – und damit verbunden der Glaube an den Zusammenhalt der Menschen und die Liebe. Die damalige Rettung, verbunden mit der Einweihung des neuen Tempels wird in jedem Jahr fröhlich gefeiert.

So kann man auch als Christ*in oder Angehörige*r einer anderen Religion einem jüdischen Mitbürger, einer jüdischen Mitbürgerin „Ein gesegnetes Chanukka“ oder eben „Ein fröhliches Chanukka“ wünschen.


Verantwortlich für den Text

Beatrix Ries

(Öffentlichkeitsarbeit der CIJAG)

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Mahnwache gegen menschlich unwürdige Unterbringung von Geflüchteten in ZUE – auch in Marl

 

Foto: Privat

Mindestens 30 Personen versammelten sich am Samstag vor dem 1. Advent auf dem Creiler Platz an der Skulptur von Carl Fredrik Reutersward „Non Violence“ zur „Mahnwache  gegen die erbärmliche und menschlich unwürdige Unterbringund von Geflüchteten auch in Marl“. Das ist wenig bekannt: Im ehemaligen Gesundheitsamt im Gebäude Ecke Wiesenstrasse/Lehmbecker Pfad gibt es hinter einem hohen Eisenzaun, streng kontrolliert die ZUE (=“Zentrale Unterbrinungseinrichtung“). Das Haus für maximal 250 Menschen ist fast voll belegt: Derzeit sind hier „eingesperrt“ 230 Menschen, in 5-und 6-Bett-Zimmern, die sie nicht abschliessen können. In Corona-Zeit droht hier immer wieder ein Hot-Spot. Ehrenamtliche Hilfsbereite aus Marl, von denen bei dieser Mahnwache etliche anwesend waren, berichten, dass ihnen der Zugang und Besuche bei den Geflüchteten verwehrt sind. Etliche kritische Gespräche bis hin zur Regierungspräsidentin in Münster sind ohne Folgen geblieben. Nun will auch solche Mahnwache die Öffentlichkeit informieren und Druck aufbauen, damit das schnell verwirklicht wird, was im Koalitionsvertrag der kommenden Ampel-Koalition vereinbart ist, dass solche Einrichtungen (bundesweit „Ankerzentren“ genannt) abgeschafft werden sollen. Die erste dieser Mahnwachen war Ende Oktober am Rathaus Recklinghausen. Die nächste nach dieser in Marl ist für Samsag, 29.Januar 2022 in Herten geplant. Veranstalter in Marl waren: der Asylkreis Haltern, Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe in Marl, das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt Haltern, die Marler Wege zum Frieden, die Wählergemeinschaft Die Grünen Marl.

Unübersehbar sind bei solcher Mahnwache rote Gartenklappstühle mit weißen Info-Zetteln wie:“Unsere Kinder dürfen nicht in die Schule und nicht in den Kindergarten“ – „Ich habe keine Privatsphäre. Mein Zimmer ist nicht abschliessbar“ – „Meine Kinder und ich haben Angst vor Abschiebung  Tag und Nacht.“ – „Ich trage alles Wichtige an meinem Körper – Mein Zimmer ist nicht abschließbar“ – „Ich muss mit fremden Menschen in einem Zimmer schlafen trotz Corona“ usw.

gez. Hartmut Dreier

 

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Interreligiöser Dialog


Medienhaus Bauer/Marler Zeitung

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Liebe Freund*innen des Versöhnungsbundes,

in diesem Newsletter möchten wir einerseits einige Versöhnungsbund-Termine bekannt machen und andererseits auf interessante Nachklänge von Aktivitäten hinweisen.

Wer noch mehr Aktuelles aus dem VB mitbekommen möchte, kann Neuigkeiten jeweils hier nachlesen: https://www.versoehnungsbund.de/publik/neues-aus-dem-vb  Unser Rundbrief-Redakteur Rudi Mehl stellt (gut bebilderte) eingehende Artikel neuerdings auch auf die Homepage. Dadurch können jetzt noch mehr Aktivitäten aus den Gruppen des Versöhnungsbundes sichtbar gemacht und Erkenntnisse zur Verfügung gestellt werden. Wer hier noch Ergänzungen hat, kann uns immer gern eine Email schreiben!

Herzliche Friedensgrüße aus Geschäftsstelle, Vorstandsteam und den verschiedenen Kommissionen und Gruppen des Versöhnungsbundes!

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Das Abrahamsfest in Marl – Warum? Seit wann?  Jürgen Klute befragt Hartmut Dreier im ruhrpott-podcast (4.11.2021)

21 Jahre Abrahamsfest Marl

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Berichterstattung vom Friedensgebet der Religionen.

Mit freundlicher Genehmigung vom Medienhaus Bauer/Marler Zeitung.

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Mahnwache gegen die ZUEs, wo u.a. in NRW Flüchtlinge untergebracht sind

Fotos von der Mahnwache am 30.10.21 am Rathaus Recklinghausen zur unmenschlichen Situation der ZUE als „Lager“ der Geflüchteten.

Fotos: Gerburgis Sommer

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Tag der Offenen Moschee in Marl – Fatih-Moschee mit Erinnerungen.

Es war das erste Mal, dass ein Bundespräsident in Deutschland eine Moschee besuchte. Johannes Rau am 17.12.2001 – in Verbindung mit dem damaligen 1. Abrahamsfest geschah es. Die großen Medien berichteten damals relativ knapp, weil der Reporter von dpa damals zu spät aufgestanden war und den Termin einfach gestrichen hatte. Das erfuhren wir hinterher aus dem Bundespräsidialamt, wo auch Verärgerung herrschte.

Schon Bundespräsident Johannes Rau hat die Fatih-Gemeinde besucht (marler-zeitung.de)

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Kabul, Stadt im Wind – Originalfassung mit Untertiteln

Quelle: Abdul-Ahmad Rashid

Zum Video bitte auf den folgenden Link klicken: https://lnkd.in/eGVwA3gM

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Geschichten und Gesichter der Integration – Interviews mit Akteurinnen und Akteuren seit 1975 bis heute

Seit 3 Jahren interviewt Melih Fidan Menschen in Marl, die in verschiedenen Zeiten sich um friedliche Beziehungen und gute Nachbarschaft in Marl engagiert haben. Hier am 19.2.2021 mit Gerd Schilling, lange Jahre ev. Pastor in der damaligen Luther-Gemeinde in Marl-Hamm.Melih Fidan ist Student der Islamwissenschaft und Geschichte an der Uni Münster, er lebt und ist aufgewachsen in Marl-Hamm und hat die Regie im Projekt Ältere erzählen/Jüngere fragen – zu Erfahrungen in Marl, im Rahmen des jährlichen Abrahamsfestes. Auch ist er einer der drei Abrahamitischen SprecherInnen: Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Melih Fidan.

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Auschwitz Gedenken am 27.Januar 2021

Hier als PDF:

Stimmen zum Auschwitz-Gedenktag 27.01.2021

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CIJ-AG Marl
www.abrahamsfest-marl.de                                                                            Marl, 19 Nov. 2020

www. INTR*A:interel.de


Pressemitteilung: Das Abraham-Haus in Marl ist am Samstag, 21. November 2020 diesjähriger Preisträger von „INTR*A Projekt-Preis der Komplementarität der Religionen“ – Verleihung des Preises erfolgt in Marl im kommenden Jahr, sobald die Corona-Pandemie es möglich macht.


Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21.Nov. 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und  Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Übergabe des Preises in Marl verschoben auf bessere Zeiten. Dann hat sich auch der Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Appeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln) in Marl angesagt.

Frühere Preisträger sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“. In dieser Gesellschaft wühlen wir uns sehr wohl“, sagen Geehrte in Marl.

Wie geht das Mitmach-Projekt Abraham-Haus? Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren  mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das
gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus: Die CIAG/CIJ-AG Marl mit dem jährlichen Abrahamsfest, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath. Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Melih Fidan als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG


Sonntag, 15. November 2020: Stille Kundgebungen zum Frieden, zur Warnung vor Krieg

  

  


Es ist in Marl seit ca 45 Jahren Tradition: am Bonhofferdenkmal in der
Nähe vom Rathaus Marl wird der sog. Volkstrauertag begangen als
Friedens-Sonntag. In diesem Jahr mit Corona war „stilles Gedenken“
angesagt. Bürgermeister Arndt legte um 12 Uhr einen Kranz nieder. Vorher
hatten andere den Ort aufgesucht, u.a CIJ-AG/Abrahamsfest.


Wer Vergleiche sieht, begreift mehr: Einwanderung ins Ruhrgebiet damals und heute.

Begleittext zu den Podcasts der Historikerin Angelika Müller vom Juli und August 2020, aufgenommen vom evangelischen Theologen und ehemaligen Europapolitiker Jürgen Klute in seinem ruhrpott-podcast:

Podcast 1 zur Arbeitsmigration der Masuren ins Ruhrgebiet im 19./20. Jh. als Beispiel europäischer Migrationsgeschichte (38 min):

Es geht um die Notwendigkeit daran zu erinnern, dass das Ruhrgebiet als Gesellschaft ein Ergebnis von ständiger Zuwanderung war und ist. Das Interview geht der Frage nach, warum Millionen von Nachkommen der stärksten Zuwanderungsgruppe, der evangelisch-lutherischen Masuren von 1875 – 1945 aus dem Süden und Südosten Ostpreußens (im heutigen Polen) ihre Familiengeschichte nicht kennen oder sie gar leugnen.

https://ruhrpott-podcast.de/kennen-sie-den-bedeutendsten-masurischen-fussballclub

Podcast 2 zur psycho-sozialen Bedeutung von Religion für Migranten (50 min):

Das Interview erklärt das Grundbedürfnis von innerer Beheimatung in einer Gruppe von Wesensgleichen, von Kettenwanderungen und Niederlassung möglichst nach Konfessionsangehörigkeit. Ob Bibel, Gesangbuch oder Koran, heilige Schriften werden zu Objekten des Festhaltens im doppelten Wortsinn und der persönliche Glaube zum transportablen Identifikationsmerkmal. Am Beispiel der Gläubigen in evangelischen Gebetsvereinen und türkischen Moscheevereinen im Ruhrgebiet werden sozialgeschichtliche Bedingungen und Parallelen von religiösen Laienorganisationen geschildert.

https://ruhrpott-podcast.de/vom-evangelischen-gebetsverein-zum-moscheeverein

 

Weiteres zu diesen Themen findet sich auf der Website von Angelika Müller:

 

Angelika Müller M.A.

Historikerin

Guido-Heiland-Straße 7

45768 Marl

Tel.     02365/16769

Mobil: 0177/4006766

e-mail:   angelika.mueller59@t-online.de

website: www.angelika-mueller.com


  

CIJ-AG Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                              3.9.2020

Pressebericht:

Die Internationale Frauengruppe, die sich regelmäßig einmal im Monat im Ev. Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche, Römerstr. 59, Marl-Hüls trifft, besuchte am 3.9.20 den Schulbauernhof Recklinghausen. Die Teilnehmerinnen und einige sie begleitende Männer erlebten es als eine wunderbare Gelegenheit, die reiche Vielfalt des schönen Gartens, der Tiere, die phantasievollen Spielmöglichkeiten für Kinder – z.B.im frühen Kleinkindalter – kennen zu lernen.

Die herzlichen Gastgeberinnen vermittelten das Lebenswerk einer guten Gruppe, die mit hohem Engagement, viel Herzblut und mit deutlichem know-how  diese großartige Einrichtung allen Generationen anbietet.  Der Schulbauernhof Recklinghausen ist ein Glanzstück für ökologische und naturnahe Bildungsarbeit, die von unten gewachsen ist durch überzeugte und überzeugende Menschen.

Trotz Regen war es ein gutes lohnendes Erlebnis. Die Gruppe unternimmt gerne als Jahresausflüge solche Exkursionen in die Region.

Die Gruppe ist mit der CIJ-AG verbunden.

Gez. Almuth Dreier


Erlebnisse und Erfahrungen mit Bernhard Weinmann: Initiator des Antirassismustages der Marler Schulen, Aktivist in der Erdbebennot in Adapazari/Türkei, „Chamäleon-Lehrer“ der Martin Luther King Schule

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„Gedenktag im November 2019“ – Doppelt so viele Menschen wie früher auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. November 2019 mittags.

 

Doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren versammelten sich auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. Nov. 2019 mittags. Schon wenige Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur fingen die Überlebenden des Holocaust mit solch einer Gedenkfeier in Recklinghausen an, jeweils am ersten Sonntag im November. Gedacht wird der nach Riga verschleppten und ermordeten jüdischen Gemeindemitglieder und BürgerInnen der Stadt und des Kreises Recklinghausen. Denn am 3. November 1943 wurden 3.000 Juden in Riga ermordet, darunter die letzten 300 Kinder. Sie alle waren aus dem Kreis Recklinghausen, Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen nach Riga deportiert.

 

In diesem Jahr sprachen u.a. Landrat Cay Süberkrüb, der Ruhrfestspielintendant Olaf Kröck, der letzte Überlebende und Ehrenbürger des Kreises Recklinghausen Rolf Abrahamsohn (er war auch Schirmherr vom 16. Abrahamsfest Marl). Es wirkten mit SchülerInnen des Hittorf-Gymnasiums Recklinghausen, Dr. Mark Gutkin als Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen und Isaak Tourgman als deren Vorbeter und Kantor. Das ganze wurde moderiert von Jörn Tüffers, Lokaredakteur der Recklinghäuser Zeitung.

 

Die CIAG Marl – zusammen mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE Veranstalter des jährlichen Abrahamsfestes – hatte in den Mdien mit dazu aufgerufen. „Dieser Tag gehört längst zu den festen Terminen unseres Abrahamitischen und demokratischen Wirkens“, sagte einer Verantwortlichen.

 

gez. Hartmut Dreier

 


CIAG Marl – Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl

www.ciag-marl.de                                                                                                            16.11.2019

 

Bericht: Frauen mit vielen Herkunftskulturen gemeinsam – unterwegs zur Turner-Ausstellung und zu den Werkstätten in Karthaus/Münsterland

 

Die reizvollen Geheimnisse im Münsterland und in Münster ziehen jedes Jahr die Internationale Frauengruppe Marl an, die mit der CIAG Marl seit Anfang an verbunden sind und sich regelmäßig im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche Marl-Hüls trifft.

In diesem Jahr ging es ins Landesmuseum Münster/W. Zwei Tage nach der in den Medien gerühmten Ausstellungseröffnung „Turner – Horror and Delight“ war diese Turner-Ausstellung das erste Ziel. Turners Bilder kamen eindringlich an, in ihrer Farbigkeit und Dynamik, im ihrem schrittweisen Übergang von Romantik zum Impressionismus der Moderne. Anschließend ging es weiter zu den Werkstättten Karthaus bei Dülmen. Was Menschen mit Behinderungen schaffen, wurde hier bewundert. Ebenfalls genossen die Reisenden im dortigen Restaurant Kaffee, Tee und Kuchen.

Gez. Almuth Dreier


Bei einem früheren Abrahamsfest sprach Paul Oestreicher  – sein aktueller Aufruf gegen Hass erreicht uns soeben.

 

Meininger Tageblatt

 

WORTE ZUR LANDTAGSWAHL von Pfarrer Paul Oestreicher, Ehrenbürger Meiningens

 

In meinem Geburtsjahr 1931 befand sich die Weimarer Republik in einer schweren Krise. Die Demokratie war in tödlicher Gefahr. Thüringen, das Land meiner Geburt, war ein bedeutendes Exerzierfeld für die aufstrebende Nazi Partei. Im Thüringer Landtag erklomm Hitlers Folgsmann Wilhelm Frick als erster Nazi einen Ministerposten. Es dauerte nicht lang bis, im Jahr1933, the Partei alle Macht an sich riss. Sieg Heil hallte es durch die deutschen Länder.

Im bürgerlichen Meiningen feierten viele die Geburt der neuen Ordnung. Nun konnte endlich und uneingeschränkt das Vaterland bejubelt werden. Man hatte einen glaubhaften Führer. Er hatte seine Pläne verkündet: Deutschland, Großdeutschland über alles. Auch die Mehrzahl der Thüringer Christen sahen in ihm ein Gottesgeschenk. Der Übermut war berauschend. Und dann?

Ende des Traumes:  Leichen über Leichen, millionenfach. Deutschland ein Trümmerfeld. Man sprach vom Jahr Null. 14 millionen Deutsche auf der Flucht.

Und heute? All das liegt weit, weit zurück, ist für viele in Vergessenheit geraten. Ich, der einst mit meiner Familie von diesem Deutschland flüchten musste, finde mich benötigt in England, meiner Wahlheimat, die Menschen an diese deutsche Geschichte zu erinnern, denn auch hier in England  ist die Demokratie schwer bedroht. Man spürt den Haß in der luft. Zu viele Europäer, alte und junge, wollen nicht daran erinnert werden, wohin Nationalismus, Fremdenhaß und Populismus führen können.

All das gilt heute für Meiningen, für Thüringen, für die Landtagswahl in diesem Monat. Als Ehrenmeininger frage ich meine Mitbürger: Erkennt ihr die Zeichen der Zeit? Heute wie damals müßt ihr euch fragen lassen, habt ihr den Mut,und den Willen, ohne uns zu sagen zu jedem Anzeichen von Rassismus. Wer zum Unrecht schweigt, macht sich schuldig. Jeder deutsche Muslim, jeder deutsche Jude braucht und verdient unsere Solidarität.

Und die AfD Wähler? Streitet euch mit ihnen, verachtet sie nicht. Versucht sie zu überzeugen. Mischt euch ein in die Politik. Werdet politischer. Praktiziert Demokratie. Haßt niemanden, auch nicht die wirklichen Nazis. Vermehrt die Liebe zu Freund und Feind. Die Mitmenschlichkeit kennt keine Grenzen.


Weltkindertag 20.Sept. 2019 – Präsentation der Festschrift „25 Jahre Begegnungsfest zum Anti-Rassismustag in Marl“.- Ehrung der Preisträger im Luftballonwettbewerb.

Fotograf: Konrad Pesch (Alle Fotos im Fotoalbum oder auf das Bild Klicken)

Die CIAG Marl hat vor 25 Jahren das jährliche Begegnungsfest zum Antirassismustag der UNO (21.März) mit gestartet.Träger sind seitdem: die Stadt Marl, CIAG Marl, alle Schulen in Marl, Weltzentrum Marl. Es nehmen jeweils an einem Projekttag aus allen Schulen am Ort 12-jährige SchülerInnen teil; sie treffen sich in der Martin Luther King Schule, ca 300 an der Zahl, dazu circa 60 ehrenamtliche AG-Leiterinnen. Gestartet wurde dieses Projekt vor 25 Jahren von Bernhard Weinmann (Lehrer an der Martin Luther King Schule, Akteur in der CIAG Marl u.a.) Nach einigen Jahren übernahmen Klaus-Dieter Hein und Johanna Pesch die Regie, bis heute. In den vielen Jahren entstanden auf Initiaitve von Hannelore Kintzel auch zahlreiche Wandtücher, die bunt zum Thema des jeweiligen Begegnungsfestes zum Antirassismustag gestaltet werden. Am Weltkindertag 20.Sept. 2019 wurden auch PreisträgerInnen vom Luftballonwettbewerb geehrt, die weitesten Ballons waren bis kurz vor Groningen geflogen. Die Fotos dokumentieren diese Präsentation der Festschrift und die Luftballon-Ehrung. Ort: vor dem Weltzentrum Marl im Marler STERN.

 


Von Aktiven in unseren Reihen: Melih Fidan

Quelle: Medienhaus Bauer/Marler Zeitung

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Rede am 6. September 2019

Unsere Rede bei der Veranstaltung „Wir sind mehr“ am Rathaus Marl am Freitag, 6. Sept. 2019. Mit ca 15 weiteren Organisationen war die CIAG Mitveranstalterin. Beatrix Ries als eine der 3 Sprecherinnnen der CIAG/Abrahamsfest Marl trug Teile der hier dokumentierten Rede vor: 

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Räume der Stille für Christen und Muslime in der Paracelsusklinik Marl des Klinikums Vest in der Trägerschaft der Knappschaft

Die CIAG Marl hat seit Jahren das Thema interreligiöse Seelsorge auf dem Bildschirm und hat in der Paracelsusklinik Marl vorbildliche Kooperationspartner in der Geschäftsführung/Leitung dieses Krankenhauses. 
 
Fotos und Texte: Norbert Vongehr/Thomas Wallrad, Gabriele Ibing/Barbi Kohlhage. 
 

Kapelle der Paracelsus-Klinik erstrahlt in neuem Glanz – Raum für Ruhe und Besinnung das ganze Jahr und jeden Tag …

Das Klinikum Vest hat in den vergangenen 6 Wochen an seinem Standort in Marl in der Kapelle der Paracelsus-Klinik umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Zu Weihnachten 2018 können somit in der Kapelle wieder die ersten Gottesdienste gefeiert werden. Die Kapelle ist sehr schön geworden. Alles wurde neu gestrichen, das Mobiliar wurde aufgearbeitet, die Beleuchtung neu installiert, die Lüftungsanlage erweitert und ein neuer Bodenbelag verlegt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Farben und Formen harmonieren auch mit den Glasfenstern, die der Künstler Georg Meistermann, der als bekanntester Glasmaler des 20. Jahrhunderts gilt, für die Kapelle der Klinik geschaffen hat.

Jeden Tag ist die Kapelle geöffnet – für Patienten, Mitarbeiter und Besucher – sie lädt ein zur Ruhe und Besinnung. Auch die aufgestellte Krippe trägt dazu bei. Frau Kohlhage, evangelische Krankenhausseelsorgerin und Frau Ibing, katholische Krankenhausseelsorgerin freuen sich sehr, Patienten und Besucher wieder in diesen besonderen Raum zu Gottesdiensten einladen zu können. Zu Weihnachten 2018 wird am Heiligen Abend um 15.30 Uhr ein evangelischer Gottesdienst stattfinden und am 1. Weihnachtstag um 10.00 Uhr eine katholische Eucharistiefeier. Am 17. Januar 2019 wird auch wieder der ökumenische Gedenkgottesdienst für Verstorbene in der Kapelle stattfinden.

Das Klinikum Vest ist ein weltanschaulich offenes Krankenhaus. Auch ist der Klinik sehr daran gelegen, dass die dort betreuten Patienten ihrer Religion und Spiritualität gemäß Rückzugsmöglichkeiten finden. „Das gehört zum Gesundwerden dazu“, sagt Herr Vongehr, Krankenhausleiter der Paracelsus-Klinik und stellvertretender Geschäftsführer des Klinikum Vest. Er hat sich nicht nur für die Renovierung der Kapelle als Raum für die Christen eingesetzt, sondern auch für die Neugestaltung der Gebetsräume für muslimische Frauen und Männer, die die Paracelsus-Klinik bereitstellt. Zudem wurden in diesem Jahr rund um den See im Klinikpark zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, um zur Ruhe kommen zu können.

Herzlich lädt die Paracelsus-Klinik Marl also in den nächsten Tagen dazu ein, sich die renovierte Kapelle in weihnachtlicher Atmosphäre anzuschauen und zur Besinnung zu kommen.

 
Die Paracelsusklini hat Anfang diesen Jahres 2018 die Renovierung des Muslimischen Gebets-Raumes (Foto unten: Teppich, Raumteiler, Anstrich, Möblierung) getragen; die künstlerische Gestaltung (Bilder und Wandmalerei) wurde von den Moscheevereinen selber finanziert und ausgeführt – die Bilder sind kurz vor dem diesjährigen „Marler Öl-Ringen-Volksfest“ entstanden – seitens der Muslime sind hierbei seit Jahren engagiert: Nazife Güner und Ali Özbay (beide gehören auch zum SprecherInnen-Kreis der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl).
Die christliche Kapelle dieses Krankenhauses wurde soeben mit Mitteln und Fachkräften der Paracelsusklinik renoviert.
Auf einem Foto sieht man Handwerker und Verantwortliche der Klinik.
 

…Auszug aus der Patienteninformationsmappe der Paracelsus-Klinik Marl …

Die Kapelle der Paracelsus-Klinik

In der Kapelle finden Sie zu jeder Zeit einen Ort der Ruhe und des Gebets.

Die Kapelle befindet sich im Erdgeschoß (Eingang gegenüber dem Haupteingang).

Gottesdienste

jeden Sonntag um 09.00 Uhr

Evangelischer Gottesdienst

jeden Sonntag um 10.00 Uhr

Katholische Eucharistiefeier 

 

Für unsere Patient/Innen muslimischen Glaubens

 

steht in der 1. Etage im Ambulanztrakt 24 Stunden täglich jeweils ein

Gebetsraum für Männer (links) und Frauen (rechts) zur Verfügung.

   

 


„Alte Freunde treffen sich“.

Auf dem Bild u.a. Mustafa Aktas, früher Imam in der Fatih-Moschee in Marl, lebt jetzt in Osnabrück und wirkt in der Buchhandlung in Münster/W, Bremer Platz 48 – 58.

  

  

 


„Der Neubau der Yunus Emre Moschee ist dringlich“. Unter dieser Überschrift veröffentlich die Marler Zeitung am 3.9.2018 leicht gekürzt den Leserbrief von Hartmut Dreier vom 1.9.2018. Zusammenhang: Die AfD in Marl sammelt in Marl Unterschriften gegen die geplante und im Stadtrat beschlossene neue Moschee Yunus Emre im Stadtteil 
Marl-Brassert.

Als Mitbegründer der CIAG Marl schreibt H.D. am 1.9.2018: 

Hartmut Dreier, ev.Pfarrer i.R. Mitbegründer der CIAG Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl Schumannstr. 6, 45772 Marl                                                                       1.9.2018

Leserbrief

Moscheebau der Yunus Emre Moschee – muss sein.

Die MZ hat nun schon zweimal kurz hintereinander den Gegnern des Moscheebaus Platz gegeben, nachdem die MZ in früheren Monaten regelmäßig über den Fortgang der Planungen sachlich informiert hatte.  Ich mache auf folgende Sachverhalte aufmerksam:

  1. Das Vorhaben: Seit mindestens fünfzehn Jahren bemüht sich die muslimische Gemeinde Yunus Emre um einen Neubau als Ersatz für den jetzigen Standort an der Ecke Sickingmühlerstrasse/ Haardstrasse. Die künftige Moschee wird ca 200 m entfernt vom jetzigen Standort an der Sickingmühlerstrasse liegen. Das Verkehrsaufkommen wird nicht anders sein als bisher.  Ohne den durch Seveso III bedingten allgemeinen Baugenehmigungs- stopp in Marl wäre der Neubau der Moschee fertig. Der jetzige Standort war von Anfang an behelfsmäßig. Der Neubau ist dringlich. Die Architektur ist interessant: ein Mix von Tradition und Moderne. Der Neubau wird aus Spenden finanziert und aus dem Verkauf des jetzigen Gebäudes. Die Gemeinde verzichtet auf den Azanruf vom Minarett. Das alles ist seit Jahren geplant, entwickelt und auch in der Presse vorgestellt.
  2. Lange Planung in Politik und Verwaltung: Seit Jahren hat ein Beirat die gesamte Planung begleitet. Die politischen Fraktionen im Rat sind informiert und haben – dank des umsichtigen Vorgehens von Bürgermeister Arndt – fast einvernehmlich das Neu- und Ersatzbauvorhaben gut geheißen. Im Beirat sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten und am Tisch. Dort wird offen über alles diskutiert mit guten gemeinsamen Ergebnissen.
  3. Das Profil der Gemeinde: Die Yunus Emre Moschee betreibt seit Jahren eine sehr gute Arbeit und kümmert sich um gute Nachbarschaft in Brassert. Das jährliche Gemeindefest im Frühsommer auf dem Platz Sickingmühlerstr/Haardstr ist sehr beliebt. Die Yunus Emre Moschee ist seit Beginn in 1984 aktiv in der CIAG Marl = Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl. Sie sind verlässlich. Sie haben dazu beigetragen, dass Marl auch bundesweit und in anderen Ländern einen guten Ruf hat für Toleranz, Fairness, Miteinander der Religionen, gute Nachbarschaftlichkeit und besondere Ereignisse wie das jährliche Abrahamsfest. Die Yunus Emre Moschee hat engagierte Jugendliche und Studierende, die in den vergangenen zwei Jahren beachtliche Dokumentarfilme gemacht haben, wo sie ältere Gemeindeglieder über ihre Erfahrungen befragen. Man muss sich diese Filme einmal ansehen, wie die Älteren den Jüngeren seit 3 Generationen ins Stammbuch geschrieben haben: „Strengt euch hier in Marl an!“, „Bildung ist enorm wichtig“. „Verbindet den Glauben an Gott mit Liebe zu den Nachbarn“. Die Jüngeren sind darauf ebenso stolz wie ihre Eltern und Großeltern. Ihr Fazit als Jüngere und Ältere : „Marl ist unsere Heimat!“
  4. DITIB: Die Yunus Emre Gemeinde gehört zum Dachverband DITIB. Was hier in Marl in der Gemeinde gelehrt, gebetet und bedacht wird, wird hier am Ort geklärt und entschieden, wie das auch in christlichen Gemeinden innerhalb der beiden großen Kirchen  der Fall ist. Die Yunus Emre Moschee ist im Rahmen von DITIB eigenständig und ihren Gemeindegliedern verantwortlich. Der derzeitige Hodscha Yusuf Genctürk kommt aus der Türkei und bekommt sein Gehalt von dort. Außer diesem redlichen Hodscha arbeitet seit 2 Jahren in der Yunus Emre Moschee die muslimische Theologin Dilek Pürcek, die in Bielefeld groß geworden ist, islamische Theologie in Ankara studiert hat und zuständig ist für Kinder- Jugend und Frauenbildung. Sie denkt ähnlich eigenständig wie ich als christlicher Theologe!

Was aus dem Dachverband DITIB in Köln in 20 Jahren – sagen wir: in 2040 – geworden sein wird, dazu wage ich aufgrund meiner Kenntnisse und meines Überblicks seit über 35 Jahren folgende Prognose: Im Rahmen der „Islamkonferenz Deutschland“ und des Föderalismus in den Bundesländern wird es zu Verträgen kommen, die die Finanzierung und Ausbildung der Hauptamtlichen neu regeln: Im Sinne der Religionsfreiheit und des Grundgesetzes muss im Jahre 2040 der Islam in Deutschland eine eigene finanzielle Basis haben (eine Art Moschee-Steuer der steuerlich veranlagten Muslime im Land). Die Theologen werden hier an Universitäten studieren, ausgebildet und von hier aus bezahlt werden. Wie es schon jetzt endlich islamische ReligionslehrerInnen gibt, die an deutschen Universitäten ausgebildet sind und wie andere Lehrkräfte in Deutschland bezahlt werden. Die Grundstücke und Gebäude werden schon jetzt hier am Ort finanziert und  verwaltet,  und sie werden eines Tages einem völlig andersartigen Dachverband als dem jetzigen angehören, sagen wir: zu „DITIB 2040“ werden sie gehören, DITIB bezieht sich dann voll und ganz auf die Bundesrepublik Deutschland. (Erst 1985 hat sich die Ev. Kirche in Deutschland zur freiheitlichen Demokratie bekannt).

Diese derzeitige künstliche Aufregung ist fehl am Platz, man sollte zur Tagesordnung übergehen – auch in der Presse. Marl hat genügend wirkliche Probleme, aber wirklich keinen Bedarf an Religionskriegen. Finger weg von diesen  Unterschriftslisten! Niemand sollte sich manipulieren lassen! Es riecht nach Vor-Wahlkampf.


Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen.

Die Verantwortlichen der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl haben im Juni2018 beschlossen:

Ein dreiköpfiges interreligiöses Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen. Fortgesetzt wird natürlich die Gemeinsame Verantwortung, die freie Breite der Initiativen der einzelnen und der beteiligten Gruppierungen,  die Koordination in monatlichen Plenumstreffen und vierteljährlichen Steuerungsgruppen-Treffen.

Das ganze wird ehrenamtlich organisiert. In den vergangenen Jahren repräsentierte Jens Flachmeier das ganze (CIAG/Abrahamsfest)  nach außen. Seit dem 1. Juli 2018 repräsentieren das ganze nach außen: drei Frauen aus den drei Religionen: Beatrix Ries, Intisar Saif und ein Platz ist noch  reserviert für jemand in Verbindung mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen. Allen wird herzlich gedankt: Jens Flachmeier für seine bisherige Aktivität und den Neuen für ihre künftige Aktivität. Alle genannten kümmern sich weiterhin um ihre speziellen Themenfelder.


Vernetzung von Heimat und Gastland – Unsere 7 Jahre in der Türkei (2011-17)

Dienstag, 19. Juni 2018,18 – 20 Uhr                                                                         

Herzliche Einladung!                                        Fatih-Moschee, Bachackerweg 197                    

                                                                                45772  Marl-Hamm

Nach 7 Jahren intensiver Gemeindearbeit als ev. Pastorin in der deutschsprachgen Gemeinde in der Türkei mit Sitz in Istanbul berichten Ursula August und ihr Mann Rainer Volz am kommenden DI 19. Juni 2018, 18 – 20 Uhr in der Fatih-Moschee, Bachackerweg 197, 45772 Marl-Hamm über ihre Erfahrungen. Sie stellen das ganze unter Thema „Vernetzung von Heimat und Gastland“ und warten mit der über 200jährigen Geschichte zwischen Deutschen und Türkein seit 175o auf, wo zunächst viele Deutsche z.B. als Handwerker wie Uhrmacher in der Türkei Arbeit und sogar ihre Heimat fanden, oft verbunden mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung und Religionsfreiheit als Christen. Vieles ist ganz erstaunlich in der aktuellen Diskussion und weitet den Horizont. PfrIn Urusla August war von 1999 bis 2011 Pastorin in der Ev.Stadtkirchengemeinde Marl, in Hüls und Hamm und ist unvergessen. Ihr Mann ist Sozialwissenschaftler und durch seine Musikbegeisterung vielen in ganz Marl bekannt.

Die Veranstaltung ist getragen von der CIAG Marl Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in einem breiten Bündnis: Denn alle relevanten Gruppierungen in Marl-Hamm und Marl-Hüls laden dazu ein: die Schulen Pestalozzi, Käthe Kollwitz, kath. Hauptschule, die beiden Moscheen Fatih und Kuba, die beiden Kirchengemeinden: St. Franziskus und ESM-Bezirk Osten und das ERnst Reuter Haus.

Der Abend ist kostenfrei. Die gastgebende Fatih-Moschee lädt zur Begrüßung zum Tee ein. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr und ende nach circa 2 Stunden.

 Hier die Einladung als PDF

 Download this file (CIAG - 2018 - 6 - Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf)  CIAG – 2018 – 6 – Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf


PA: Neu: weltweiter „Tag des Zusammenlebens“ am Mittwoch 16. Mai – Marler 
Praxis im weltweiten Friedenszusammenhang: 

Auch in Marl gibt es Aktivität im Sinne des „Tages des Zusammenlebens“, 
den die UNO  seit Herbst 2017 jeweils weltweit für den 16. Mai eines 
Jahres ausgerufen hat. Zwei Beispiele: In der Scharounschule Marl treffen 
sich am MI 16. Mai um 17.30 Uhr Aktive aus Schulen, den religiösen 
Gemeinden der Juden, Christen und Muslime, um den Familien-Nachmittag am 
23. September 2018 beim kommenden 18. Abrahamsfest zum Thema 
„Kinder!Kinder“ vorzubereiten. Am Vorabend des 16. Mai, also am 15. Mai 
sind interessierte Erwachsene ins Abraham-Haus, Karl Liebknecht Str. 10, 
Marl-Drewer in der Zeit von 18 – 21 Uhr eingeladen, um aus erster Hand – 
von Juden, Christen und Muslime selber – zu erfahren, was ihr Glauben und 
Leben ausmacht, was sie gemeinsam haben und was sie unterscheidet (vor 
wenigen Tagen präsentierten die gleichen Aktiven das Abraham Haus auch 
beim Katholikentag in Münster). 

Der einstimmige Beschluss der UNO-Vollversammlung im September 2017 zur 
Einführung dieses jährlichen „Tages des Zusammenlebens“ will die 
„Geschwisterlichkeit“ der Religionen betonen und eine Friedenserziehung in 
diesem Sinne weltweit in Gang setzen. „Die Kräfte der Harmonie müssen 
stärker werden als die Bosheiten von Terror, Hass und Krieg – gerade in 
der aktuellen zerrisenen Welt mit ihren Brüchen, Widersprüchen und 
Kriegen“, so Scheich Khaled Bentounes, einer der wesentlichen Begründer 
dieser „Tages des Zusammenleben“. Scheich Khaled Bentounes stammt aus 
Algerien und wirkt von Paris aus mit der islamischen Friedensbewegung AISA 
International, einer Nichtregierungsorganisation, die ähnlich wie der 
Dalai Lama, Papst Franziskus bzw das Projekt „Weltethos“ (Tübingen) um die 
christlichen Theologen Karl Rahner und Franz Josef Kuschel  gut vernetzt 
ist über die religiösen Gräben hinweg und die Friedenssehnsucht in der 
Menschheit verstärkt.  Khaled Bentounes beschrankt sich in seinem Wirken 
nicht nur auf die „dünne Luft der Spitzendiplomatie“  sondern 
unterstützte z.B durch den islamischen Chor AISA aus Frauen und 
Männern im Rathaus Marl das Gastmahl  zum Abschluss vom Abrahamsfest vor 
einigen Jahren. Die Muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernehmen 
wie andere Pfadfindergruppen aus Deutschland Saaldienste bei den Ev. 
Kirchentagen seit Jahren. Khaled Bentounes wirkte mit im Zentralinstitut 
Islam-Archiv Deutschland, Soest, das seit dem Tod von dessen Begründer 
Salim Abdullah  vor zwei Jahren als „An-Institut“ ans Zentrum für 
Islamische Theologie der Uni Münster gekommen ist, deren Professoren 
Khorchide und Karimi in Marl beliebte Referenten bei Abrahamnsfesten sind: 
Prof. Khorchide in 2015 und Prof. Karimi in diesem Herbst 2018. 

„Wir begehen in diesem Jahr erstmalig den „Tag des Zusammenlebens“ auch in 
Marl ganz praktisch mit Projekten, die schon laufen. Was wir hier in Marl 
seit Jahrzehnten machen, stellen wir in einen großen weltweiten 
Friedenszusammenhang“, sagt Hartmut Dreier, einer der Aktiven in der CIAG 
Marl und beim jährlichen Abrahamsfest. 

gez. Hartmut Dreier 

Download this file (Verständnis für andere Religionen.pdf)  Verständnis für andere Religionen.pdf


Internet-Petition für Völkerfreundschaft und Dialog der Kulturen. 

Initiatior: Sven Hadel (Marl)

 

https://www.openpetition.de/petition/online/setzt-der-spaltung-ein-ende-wie-der-geschichtsunterricht-das-ruder-rumreissen-kann