Debatten

Interreligiöser Dialog

 

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Weltklimakonferenz: Klare Worte in Glasgow

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Afghanistan in diesen Tagen Ende August 2021:

Margot Kässmann „Nix ist gut in Afghanistan“ – ihre Neujahrspredigt von 2010 – Heute von ihr kommentiert.

https://www.ndr.de/kultur/Nichts-ist-gut-in-Afghanistan-gilt-heute-noch-viel-mehr,afghanistan1232.html

 

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Sozial-kritische Stimmen des Lutherischen Weltbundes und des Reformierten Weltbundes:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollgen,

im Namen der ökumenischen Vernetzungsinitiative „Casa Común 2022“ wende ich mich an Sie und Euch, um über unser Vorhaben mit Blick auf die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu informieren. Wir tun dies in der Hoffnung, dass unsere Initiative auf Ihr und Euer Interesse stößt.

Unser Bündnis ökumenischer Basisgruppen, Netzwerke und Organisationen aus Deutschland, das sich im November 2019 konstituiert hat, eint die Überzeugung, dass die Karlsruher Vollversammlung eine hervorragende Gelegenheit bietet, die Prioritäten des konziliaren Prozesses (JPIC), der ja 1983 vom ÖRK selbst ins Leben gerufen wurde, wieder stärker in den Mittelpunkt der ökumenischen Bewegung wie auch in den Blickpunkt von – vor allem kirchlicher – Öffentlichkeit wie sozialen Bewegungen zu rücken.

Dies erscheint uns in Anbetracht der zahlreichen globalen, sich immer dramatischer zuspitzenden Krisenherde unserer Zivilisation nicht nur aus politischen, sondern auch aus theologisch-ekklesiologischen Gründen geboten: Denn nicht nur das Überleben von Menschheit und Schöpfung, sondern auch die Integrität unseres Glaubens stehen aus unserer Sicht auf dem Spiel, wenn wir uns als ChristInnen und Kirchen unserer Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung nicht entschiedener stellen.

Aus diesem Grund haben wir uns bereits im vergangenen Jahr mit einem Offenen Brief („Die Zeichen der Zeit nicht verkennen“) an die weltweite Ökumene gewandt, um deren klare Positionierungen im Rahmen der gründlichen Auseinandersetzung der ökumenischen Bewegung mit der ökonomischen Globalisierung in Erinnerung zu rufen. Leider harrt diese von prophetischem Geist getragene ökumenische Beschlusslage aus unserer Sicht bis heute einer angemessenen Umsetzung.

Nicht zuletzt auch ermutigt durch die positive Reaktion des geschäftsführenden ÖRK-Generalsekretärs, der unseren Offenen Brief als „konstruktive Kritik“ sowie „wichtigen und wertvollen Beitrag zur ökumenischen Bewegung“ begrüßte, der „hoffentlich zu tiefgreifenderen Diskussionen und genaueren Analysen führen“ werde – wollen wir nun die ökumenische Bewegung einladen, im Vorfeld sowie während der ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe in obigem Sinne gemeinsam mit uns aktiv zu werden. Hierzu findet sich anbei unser „Aufruf zu einem Ort der Begegnung für eine prophetische Ökumene“, den wir gegenwärtig weltweit zirkulieren.

Unser diesbezügliches Vorhaben, dem wir in Anlehnung an eine Initiative am Rande der römisch-katholischen Amazonassynode 2019, die Gläubigen und Synodalen die Möglichkeit bot, über essenzielle Themen miteinander ins Gespräch zu kommen, den Namen „Unser gemeinsames Haus – Casa Común 2022“ gegeben haben, steht erst am Anfang. Auf unserer viersprachigen Webseite (www.casa-comun-2022.de) stellen wir erste in Angriff genommene Schritte vor, in deren weitere Konkretisierung wir Sie und Euch von Beginn an mit einbeziehen möchten. Wir wünschen uns auf dieses Schreiben möglichst zeitnah Rückmeldungen jedweder Art: Kommentare hinsichtlich unserer Ideen, Vorschläge Ihrer- bzw. Eurerseits bezüglich möglicher Themen und/oder Aktivitäten im Vorfeld der Vollversammlung wie auch dortselbst. Wir werden all diese Rückmeldungen auswerten und auf dieser Grundlage am 14. Mai 2021 ein erstes internationales Webinar durchführen.

Schön wäre es, wenn Sie und Ihr weitere potenziell Interessierte auf das Vorhaben Casa Común aufmerksam machen könnten bzw. könntet.

In der Hoffnung auf zahlreiche Rückmeldungen und mit freundlichen Grüßen

Martin Gück
Koordinator
Ökumenische Vernetzung Casa Común 2022
Fon: +49 6221 800255 | Mobil: +49 176 54471059
E-mail: info@casa-comun-2022.de | www.casa-comun-2022.de

c/o Kairos Europa e.V.
im WeltHaus | Willy-Brandt-Platz 5 | 69115 Heidelberg

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www.casa-comun-2022.de

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Michael Lüders 

Krieg ohne Ende? Wieso die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern immer wieder eskaliert.

https://www.youtube.com/watch?v=-Y6qGWq24Y4

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Klimaforscher Rockström: »Sie kriegen keine zweite Chance«
Foto: Julia Steinigeweg / DER SPIEGEL

Erdsystemforscher warnt vor neuer Heißzeit

»Dann kommt der ganze Planet ins Rutschen«

Der Menschheit bleiben noch zehn Jahre, um die Erde zu retten, sagt Klimawissenschaftler Johan Rockström. Er fordert einen konkreten Fahrplan. Deutschland kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

Ein SPIEGEL-Gespräch von Johann Grolle

14.05.2021, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 20/2021

 Das ist der Link zu dem Artikel

 

wer den Artikel lesen möchte, muss Abonnent sein oder er muss bezahlen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/klima-erdsystemforscher-johan-rockstroem-warnt-vor-einer-menschenfeindlichen-heisszeit-a-22711d6f-0002-0001-0000-000177514662


 

Angelika Neuwirth:“Juden und Judentum im Koran“

Angelika Neuwirth ist Professorin für Arabistik an der FU
Berlin und eine der angesehensten Koranexpertinnen der Gegenwart, auch
weltweit. Dieser Text wurde veröffentlicht in der Zeitschrift „Religionen
in Israel“ 27.Jahrgang, 1 – 2021 (April 2021).Herausgeber. Dr. Michael
Krupp.


Erneuerbare Energien: 0,3 Prozent der Oberfläche reichen. – Erneuerbare Energien sind so umfassend verfügbar, dass sie schon heute hundertmal so viel Ertrag bringen können wie der weltweite Energiebedarf.

Studie zu Erneuerbaren Energien: 0,3 Prozent der Oberfläche reichen

Erneuerbare Energien sind so umfassend verfügbar, dass sie schon heute hundertmal so viel Ertrag bringen können wie der weltweite Energiebedarf.

Das größte Ölfeld der Erde ist das Ghawar-Feld in Saudi-Arabien. Es erstreckt sich über 8.400 Quadratkilometer, und sein Öl erzeugt jährlich Energie von knapp einer Petawattstunde (PWh). Das entspricht 1 Billiarde Wattstunden.

Würde man allerdings diese Fläche unter der Sonne Arabiens mit Photovoltaik-Modulen bedecken, ergäbe es eine Leistung von 1,6 PWh, heißt es in einem neuen Report des britischen Thinktanks „Carbon Tracker“. Der kommt zu dem Ergebnis: Erneuerbare Energien sind weltweit so umfassend verfügbar, dass sie schon mit heutiger Technologie hundertmal so viel Ertrag bringen können wie der gesamte weltweite Energiebedarf. Der nämlich beläuft sich derzeit auf etwa 65 PWh pro Jahr – aber mit Sonnenstrom (5.800 PWh) und Windstrom (900 PWh) steht mehr als genug Ökoenergie zur Verfügung, um ihn sauber zu erzeugen.

Schon bisher sind nach diesen Kalkulationen 60 Prozent des Sonnenstroms und 15 Prozent der Windenergie wirtschaftlich. 2030 werde Photovoltaik überall auf der Welt und Wind immerhin zur Hälfte so billig sein, dass es alle anderen Energieformen unterbietet. Und auch wenn Sonnen- und Windstrom natürlich mehr Fläche brauchen als eine Ölquelle oder eine unterirdische Kohlegrube – alle nötigen PV-Flächen zusammen würden nur 0,3 Prozent der Oberfläche des Planeten ausmachen, weniger als die Fläche, die derzeit fossile Infrastruktur belegt. „Jedes Jahr heizen wir die Klimakrise an, indem wir drei Millionen Jahre von fossilem Sonnenschein in Öl, Kohle und Gas verbrennen“, sagt Studienautor Harry Benham, „dabei nutzen wir nur 0,01 Prozent des täglichen Sonnenscheins.“

Das Leben ist auch hier nicht gerecht, allerdings mal andersherum als sonst: Riesige Potenziale gibt es in Afrika, Südamerika und Australien. Auch Nordamerika und weite Teile Asiens haben noch mehr als zehnmal so viel Erneuerbaren-Potenziale, wie sie brauchen.

Und wo sieht es mal wieder besonders mau aus? Ganz genau: in Mitteleuropa. Da, wo inzwischen 50 Prozent des Stroms grün ist. Immerhin: Selbst im kalten Dunkeldeutschland haben wir noch 23-mal so viel technisches Erneuerbaren-Potenzial wie alle unsere dreckige Kohle zusammen.

Quelle: taz 26.4.2021


Corona und das Neue Narrativ.

Das Neue Narrativ wurde im Frühling 2020 veröffentlicht und beinhaltet eine – utopische – Schau aus dem Jahr 2040 auf das Heute.Diese wichtige Veröffentlichung macht Hoffnung.- Dieses „Neue Narrativ“ wurde inzwischen weiter entwickelt und hier im folgenden ist die aktuelle Fassung Stand Herbst 2020 mitten in der Corona-Pandemie, wobei aus dem Jahr 2040 in der Rückschau dargelegt wird, was utopsich/dystopisch zu sagen ist.

Verfasst wurden das Neue Narrativ und diese Aktualisierung von: „Freundeskreis des Plädoyers für eine Ökumenische Zukunft“, von Dr.Gert Rüppell unter Mitwirkung von Werner Gebert.

Kontakt: Rüppel: Dorfstr. 73, 47447 Moers, email: gert.rueppel@web.de 

bzw Gebert, Banweg 14, 72 131 Ofterdingen, email:

Euw.gebert@t-online.de

Download this file (Corona u.d.NN, SCHLUSSFASSUNG 20.11.20.pdf) Corona u.d.NN, SCHLUSSFASSUNG 20.11.20.pdf


Urteil zum Azanruf vom OVG Münster

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Religionsfreiheitsbericht der Bundesregierung/Auswärtiges Amt

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Papst Franziskus in der neuen Sozialenzyklika „Fratelli tutti“ für eine Geschwisterliche Welt.

Soeben im Herderverlag Freiburg/Breisgau erschienden, Preis: 9.95 Euro. 

Der hier dokumentierte Text erschienen soeben in: „NachDenkSeiten“: deren Herausgeber Albrecht Müller war Leiter des Planungsamt im Bundeskanzleramt zu Zeiten der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt.

Download this file (Höpken_zur-neuen-sozialenzyklika-von-papst-franziskus.pdf) Höpken_zur-neuen-sozialenzyklika-von-papst-franziskus.pdf


Wer Vergleiche sieht, begreift mehr: Einwanderung ins Ruhrgebiet damals und heute.

Begleittext zu den Podcasts der Historikerin Angelika Müller vom Juli und August 2020, aufgenommen vom evangelischen Theologen und ehemaligen Europapolitiker Jürgen Klute in seinem ruhrpott-podcast:

Podcast 1 zur Arbeitsmigration der Masuren ins Ruhrgebiet im 19./20. Jh. als Beispiel europäischer Migrationsgeschichte (38 min):

Es geht um die Notwendigkeit daran zu erinnern, dass das Ruhrgebiet als Gesellschaft ein Ergebnis von ständiger Zuwanderung war und ist. Das Interview geht der Frage nach, warum Millionen von Nachkommen der stärksten Zuwanderungsgruppe, der evangelisch-lutherischen Masuren von 1875 – 1945 aus dem Süden und Südosten Ostpreußens (im heutigen Polen) ihre Familiengeschichte nicht kennen oder sie gar leugnen.

https://ruhrpott-podcast.de/kennen-sie-den-bedeutendsten-masurischen-fussballclub

Podcast 2 zur psycho-sozialen Bedeutung von Religion für Migranten (50 min):

Das Interview erklärt das Grundbedürfnis von innerer Beheimatung in einer Gruppe von Wesensgleichen, von Kettenwanderungen und Niederlassung möglichst nach Konfessionsangehörigkeit. Ob Bibel, Gesangbuch oder Koran, heilige Schriften werden zu Objekten des Festhaltens im doppelten Wortsinn und der persönliche Glaube zum transportablen Identifikationsmerkmal. Am Beispiel der Gläubigen in evangelischen Gebetsvereinen und türkischen Moscheevereinen im Ruhrgebiet werden sozialgeschichtliche Bedingungen und Parallelen von religiösen Laienorganisationen geschildert.

https://ruhrpott-podcast.de/vom-evangelischen-gebetsverein-zum-moscheeverein

 

Weiteres zu diesen Themen findet sich auf der Website von Angelika Müller:

 

Angelika Müller M.A.

Historikerin

Guido-Heiland-Straße 7

45768 Marl

Tel.     02365/16769

Mobil: 0177/4006766

e-mail:   angelika.mueller59@t-online.de

website: www.angelika-mueller.com


OFFENE FRAGEN

Zum Autor dieses Textes:

Christian Holtgreve, Jg. 1946, geboren in Warburg, Westf.
Studium der Sozialwissenschaften in Bochum von 1967-1972;dort
Mitglied des ASTA (damals Allgemeiner Studentenausschuss der 
Ruhruniversität Bochum) und Zusammenarbeit mit der ESG (damals Ev. 
Studentengemeinde Bochum, „Baracke 9″/später „Baracke 8“).
Beruflich tätig in der politisch-gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung;
Gelegentliche Veröffentlichungen in verschiedenen Publikationen.

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Anti-Judaismus am Beispiel der „Ur-Kirche“ des Protestantismus in Wittenberg – eine kritische Bilanz von Karl-Helmut Lechner.

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Zukunft des Planeten Erde:

75 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hirsohima und Nagasaki – und Warnung vor Mehrfachrisiko heute: Atomares Ende der Menschheit und Klima-Klimakatastrophe auf dem Planeten Erde.
Rede von Bernd Winkelmann im Rathaus Göttingen am 6.8.2020
(Bernd Winkelmann begründete die Akademie Solidarische Ökonomie Brug bodenstein, Thüringen. In der früheren DDR gehörte Pfr. Bernd Winkelmann zu denen, die in der Friedensbewegung – u.a. in den ev. Kirchen – aktiv waren)
und seitens der DDR-Staats-Organe als feindlich galten.
 
 
 

Hagia Sophia wird vom Museum zurükverwandelt in eine Moschee 

DEKRET DES PRÄSIDENTEN

 

Dekret über die Übertragung der Verwaltung der Hagia Sophia an die Religionsbehörde Diyanet zur Eröffnung als Gebetsraum, gemäß Artikel 35 des Gesetzes mit der Nummer 633 vom 22.06.1965 über die Gründung  und die Aufgaben der Diyanet, weil mit der Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichtes vom 02.07.2020 mit den Artikeln E: 2016/16015, K: 2020/2595 der Beschluss des Ministerrates vom 24.11.1934, mit dem Artikel 2/1589, die Hagia Sophia in ein Museum umzuwandeln aufgehoben wurde (Artikelnummer des Beschlusses: 2729). (deutsche Übersetzung)

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Download this file (Stellungnahme atatürkischer Theologen in_CIBEDO - heft03_2020 - seiten097-144.pdf) Stellungnahme atatürkischer Theologen in_CIBEDO – heft03_2020 – seiten097-144.pdf

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Download this file (Hagia Sophia Orthodoxes Stellungnahmen.pdf) Hagia Sophia Orthodoxes Stellungnahmen.pdf 

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Download this file (Papst Angelus-Gebet.pdf) Papst Angelus-Gebet.pdf

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Download this file (2020-EMOK-Stellungnahme zur Umwidmung der Hagia Sophia.pdf) 2020-EMOK-Stellungnahme zur Umwidmung der Hagia Sophia.pdf

Download this file (Stellungnahme der EKD.pdf) Stellungnahme der EKD.pdf


Corona-Pandemie: Lernen wir Menschen? „Wenn wir so weitermachen, stirbt unsere Spezies Mensch aus“.

Augsburger Allgemeine, am 9.4. 2020

Download this file (Interv Mancuso 9.4.20.pdf) Interv Mancuso 9.4.20.pdf

Augsburger Allgemeine, am 9.4. 2020

https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Journal/Wenn-wir-so-weitermachen-stirbt-unsere-Spezies-ausid57208341.html?fbclid=IwAR3cgataCZXl7Gzaes4kwMIShgu021mmvAaMiVKCNyBvr75Bd9KYOq3D9qQ


Zur Debatte um Europa-Bonds und die zerbrechliche Zukunft der EU.

Das umfangreiche Papier der EKD vom 23.4.2020 ist hier von Jürgen Klute zusammen gefasst. Klute war Europaparlamentarier von 2009 – 2014, ev. Pfr. i.R., lebt in Herne.

https://europa.blog/evangelische-kirche-in-deutschland-fur-coronabonds/

Jürgen Klute

+49 (0) 179 923 7253

+49 (0) 23 25 – 99 21 66

mailbox@juergen-klute.eu 

europa.blog

twitter.com/EU_Pilot


Hat der beschlossene „Green Deal in der Europäischen Union“  in Corona-Zeiten eine Chance? Zu – nicht: Ein besorgter Beitrag von Sven Giegold (MdE Brüssel). Zur sozialethischen Grundlagendiskussion.

Sven Giegold hat mit seinem Team eine Liste von Lobbyisten zusammengestellt, die versuchen, die Coronakrise zu nutzen, um eine ökologische Transformation in Europa auszubremsen. Zusammenfassung durch Jürgen Klute, früherer MdE, Herne.

https://europa.blog/europaischer-green-deal-lobbyisten-versuchen-nachhaltigen-weg-aus-der-corona-wirtschaftskrise-zu-verwassern/


Jürgen Klute

+49 (0) 179 923 7253

+49 (0) 23 25 – 99 21 66

mailbox@juergen-klute.eu 

europa.blog

twitter.com/EU_Pilot

 


Nach der Corona-Krise – was dann? Hans-Jürgen Urban, Wir sollten – nicht: wir sollten… Gechäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, schreibt in FR Frankfurter Rundschau am 18.4.2020: Vorwärts aus der Sackgasse: Wir sollgten Kräfte bündeln und neue Wege beschreiben.

Quelle: FR, Frankfurt/Main, 18.4.2020, s. 22
 

Dr. med. Alex Rosen:“Gedanken zur Diskussion über die aktuelle SARS-CoV-2 Pandemie“. 

Dr.med. Alex Rosen ist Vorsitzender der IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Am 22. März 2020 schrieb er eine E-Mail an die Mitglieder der IPPNW mit dem Betreff „Gedanken zur Diskussion über die aktuelle SARS-CoV-2 Pandemie“. Wir dokumentieren aus: weltnetz. Mit weltnetz bedanken wir uns, dass wir die Gedanken veröffentlichen dürfen und wir hoffen, dass sie zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Pandemie beitragen.

https://weltnetz.tv/story/2312-gedanken-zur-corona-pandemie


Yuval Noah Harari zur „Die Welt nach dem Coronavirus“. In der Zeitung Financial Times am 20.3.2020 plädiert der bekannte israelische Kulturwissenschaftler und Anthropologe für eine entschiedene solidarische internationale Kooperation im Interesse der Bürger- und Menschenrechte, gegen Abschottung, Nationalismus und weiterem Chaos.

Download this file (Yuval Noah Harari The World after Coronavirus Financial Times 20.3.2020.pdf) Yuval Noah Harari The World after Coronavirus Financial Times 20.3.2020.pdf


Konstantin Wecker und Corona. 

https://www.youtube.com/watch?v=02Qov6XwXi0


Zur Antisemitismus-Debatte.

Autorin: Stefanie Schüler-Springorum, sie leitet das Zen­trum für An­ti­se­mi­tis­mus­for­schung in Ber­lin.Quelle: FAZ 6.3.2020  https://epaper.faz.net//webreader-v3/index.html#/464317/10-11

Im Wortlaut: 

Ein politisch aufgeheiztes Feld

Um ihren Gegenstand unverkürzt zu erfassen, muss Antisemitismus-forschung vergleichen – und differenzieren. Von Stefanie Schüler-Springorum

 Download this file (Zur Antisemitismus-Debatte.pdf) Zur Antisemitismus-Debatte.pdf


Corona: Aufbau eines gemeinwohlorientierten Gesundheitssystems
Datum: Fri, 20 Mar 2020 12:04:32 +0100

 

 

 

Liebe Freund*innen von Attac, liebe Mitglieder, 

die Corona-Pandemie verunsichert und bedeutet für viele von uns zusätzliche Belastungen – organisatorisch, emotional und leider oft auch finanziell. Jetzt gilt es, Solidarität nicht nur zu fordern, sondern zu leben, in unserer engsten Nachbarschaft. Wir kümmern uns umeinander! Zur gesellschaftlichen Solidarität gehört aber auch eine öffentliche Daseinsvorsorge, die allen Menschen zugutekommt.

Die Privatisierung und Profitorientierung des Gesundheitssystems, die Attac seit langem kritisiert, fällt uns jetzt in der Krise auf die Füße. Und das Geld, das dem öffentlichen Sektor bei der Daseinsvorsorge nicht nur im Gesundheitsbereich fehlt, verschwindet durch Steuerschlupflöcher, Steuerflucht und Steuertricks. Auch das sind Themen, die uns schon seit Jahren beschäftigen.

Umso wichtiger finden wir, dass Attac gerade jetzt keine Pause einlegt. Darum engagieren wir uns nahezu unvermindert weiter. Die Mitarbeiter*innen des Bundesbüros arbeiten im Homeoffice, und auch die ehrenamtlichen bundesweiten Gremien und Gruppen haben sich in weiten Teilen schon in den virtuellen Raum verlegt. Das klappt auch für uns selbst überraschend gut.

Bei aller berechtigten und notwendigen Sorge birgt die Corona-Pandemie aber auch eine Chance: uns darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist für eine Gesellschaft. Jetzt gilt es, die Prioritäten geradezurücken und die Menschen, nicht den Profit ins Zentrum zu stellen. Wie das gehen kann, dazu hat der Koordinierungskreis von Attac Deutschland eine ausführliche Erklärung verfasst:

Attac fordert ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitssystem und einen Umbau der Wirtschaft!

Mit der steigenden Zahl von Infizierten durch den Corona-Virus wachsen auch persönliche Ängste und die Sorge um uns nahestehende Menschen, die zu Risikogruppen gehören. Gleichzeitig erleben wir aus der Not geborene Solidarität und Menschen, die tatkräftig der Krise trotzen. Die Beschäftigten im Gesundheitssektor und im Krisenmanagement der Kommunen leisten Übermenschliches um trotz fehlender Ressourcen Menschen zu versorgen und die lokale Infrastruktur sicherzustellen. In dieser ohnehin bedrohlichen Situation müssen wir jedoch befürchten, dass unser heruntergespartes Gesundheitssystem, das bereits im Normalbetrieb überlastet ist, nun in der Krise zu kollabieren droht.
 
Privatisierung der Krankenhäuser, Reduzierung der Krankenhausbetten und die Ausrichtung des Gesundheitswesens auf Profitorientierung statt auf eine möglichst gute Gesundheitsversorgung für alle rächt sich nun. Die Krise muss Anlass sein, die Prioritäten wieder geradezurücken und die Versorgung von Menschen in den Vordergrund zu stellen. Menschen zu helfen, ist der Zweck eines Gesundheitssystems, nicht Profite für private Krankenhauskonzerne zu erzielen. Die von der Regierung angekündigten Anreize für zusätzliche Betten, Appelle an die Krankenhäuser und geplante Abrechnungserleichterungen sind völlig unzureichend und setzen weiterhin auf Marktmechanismen. Dabei hat gerade die Einführung von immer mehr Markt in das Gesundheitswesen die Misere verursacht.

Mit der unvorhersehbaren Corona-Pandemie werden die Konstruktionsfehler einer profitorientierten globalisierten Wirtschaft deutlich. Die Märkte, die angeblich alles zum Guten regeln, versagen. Eine privatwirtschaftliche, an Wachstum und Profit gebundene sowie exportorientierte Wirtschafts- und Handelspolitik droht angesichts der aktuellen Krise mit einem Dominoeffekt zusammenzubrechen. Plötzlich sollen Staat und die Politik die großen gesellschaftlichen Systeme funktionsfähig halten.

Die eng getaktete internationale Arbeitsteilung, die einzig der Logik der Lohnkostenvorteile folgt, hat gefährliche Abhängigkeiten geschaffen, z. B. bei der Produktion von Medikamenten und von medizinischen Ausrüstungsgegenständen. In den aufgeblähten Finanzmärkten droht der systembedingte Widerspruch zwischen anlagesuchendem Kapital und fehlender Nachfrage erneut, die Welt in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Die seit 2008 durch massive Anleihekäufe der EZB befriedete Krise kommt durch den Vertrauensverlust der Anleger*innen in das Coronavirus-Management der Regierungen wieder voll zum Vorschein. Der globale Kapitalismus ist aufgrund seiner inneren Widersprüche extrem verletzlich gegenüber unerwarteten Belastungen und kein Modell für die Zukunft.

Wie 2008 tritt Kanzlerin Merkel vor das Fernsehpublikum und wirbt um Vertrauen, will Panik verhindern. Wie in der letzten Krise, sollen Milliarden öffentlicher Gelder in die Unternehmen fließen, um sie in der Krise zu stabilisieren. Aber diese Krise muss genutzt werden, um die notwendige sozial-ökologische Transformation voranzutreiben. Heute brauchen wir ein Investitionsprogramm, dass den radikalen Umbau unseres Wirtschafts- und Finanzsystems vorantreibt und nicht ein Wirtschaftssystem künstlich am Leben hält, das auf der Ausbeutung von Mensch und Natur beruht. Die Krise zeigt am Beispiel des Gesundheitswesens, wie dringend wir auf grundlegende gesellschaftliche Einrichtungen in öffentlicher Hand angewiesen sind, die nicht nach dem Profitprinzip agieren.

Die Rettungsaktionen dürfen nicht zu Lasten der unteren und mittleren Einkommensbezieher*innen gehen – sie müssen vielmehr von denen getragen werden, die in den letzten Jahren besonders von der zunehmenden Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen profitiert haben.
            
Wir fordern

  • staatliche Sofort-Direktinvestitionen in Milliardenhöhe in öffentliche Gesundheitseinrichtungen zur Notfallbewältigung
  • ein Investitionsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft, insbesondere und dringend für den Ausbau eines auf flächendeckende Versorgung ausgerichteten Gesundheitswesens
  • Einkommenssicherung für Arbeitnehmer*innen bei Arbeitsausfall
  • Einkommenssicherung für Arbeitnehmer*innen bei Arbeitszeitreduzierung wegen Kinderbetreuung
  • Überbrückungskredite für Selbständige und kleine Unternehmen, die mit Liefer- oder Absatzschwierigkeiten kämpfen
  • die Finanzierung dieser Aktivitäten mittels Krediten durch temporäre Erhöhung der Verschuldung und deren Begleichung durch effektive Besteuerung von Vermögen, gerechter Unternehmensbesteuerung und Verhinderung von Steuerflucht und Steuervermeidung.

Menschen in prekären Lebenslagen sind gesundheitlich besonders anfällig. Dazu gehören Menschen auf der Flucht. Aktuell müssen die Geflüchteten, die auf den griechischen Inseln festgehalten werden, im Rahmen humanitärer Soforthilfe in die europäischen Städte gebracht werden, die sich zu ihrer Aufnahme bereit erklärt haben.  

Krisensituationen sind nicht nur Zeiten der Bedrohung, sondern auch Zeiten, in denen wir uns auf Wesentliches besinnen. Nicht Wirtschaftswachstum, „immer mehr haben“ und Gewinnmaximierung gehören in den Mittelpunkt, sondern die Sorge um die Mitmenschen. In der Krise zeigt sich der deshalb auch die Möglichkeit eines guten Lebens für alle, jenseits von Profit, Wachstum und Naturzerstörung. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die auf Sorgearbeit, regionalem Wirtschaften und naturschonender Produktion basiert und nicht auf Konkurrenz und Ausbeutung.

Und so werden wir weiter daran arbeiten, dass nach der Krise nicht vergessen wird, was für eine solidarische Gesellschaft wirklich wichtig ist. Bleibt zu Hause, wenn ihr könnt, und bleibt gesund! 

Mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt

Johanna Emge

 




Attac Deutschland, Münchener Straße 48, 60329 Frankfurt am Main

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Frieden – der Kulturen, Religionen und Völker: Aufruf des DGB Bundesvorstandes gegen das Großmanöver Defender 2020.

Download this file (DGB-DEFENDER2020.pdf) DGB-DEFENDER2020.pdf


Beitrag von Arnd Henze zu „Die unselige Verquickung: Die autoritäre Versuchung ist tief in der Geschichte des Protestantismus verwurzelt“ 

AfD-Anhänger und sog. „Kern-Gemeinde“. Bildung in deomkratischer Vielfalt – Praxis wie beim Abrahamsfest bzw CIAG – Abgrenzung zur AfD
 
Herr Arnd Henze hat in dem neuen Zeitzeichen etwas Ausführliches zum Themenschwerpunkt Rechtsextremismus geschrieben. Zur Vorbereitung der Pfarrkonferenz am kommenden Montag erhalten Sie zur Information folgenden Link:
 
 

DGB-Aufruf gegen das derzeitige „Defender 2020“-Manöver der NATO in Europa.

https://www.dgb.de/themen/++co++0edaa518-5937-11ea-880d-52540088cada


Hagen Rether warnte bereits Ende 2007 vor einer Verteufelung „des Islam“.
Zur Vorgeschichte der Morde in Hanau (18.Feb. 2020).

Hinweis: Beim STERN handelt es sich um eine Ausgabe im Sept. 2007, beim
SPIEGEL im März 2007.


Seht mal rein:

https://www.youtube.com/watch?v=wSQAx-xyJ3A


Newsletter – Der beginnende Abstieg des Westens

(Eigener Bericht) – Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, stellt den beginnenden Abstieg des Westens ins Zentrum der Debatte um die Tagung am kommenden Wochenende. Hätten die westlichen Mächte in den Jahren nach dem Ende des Kalten Kriegs über „beinahe unangefochtene militärische Bewegungsfreiheit“ verfügt, so sei dies heute nicht mehr der Fall, heißt es im diesjährigen „Munich Security Report“, den Ischinger gestern vorstellte. Selbst die lange Zeit „nahezu konkurrenzlose weltweite Überlegenheit“ der NATO auf dem Feld der Militärtechnologie stehe inzwischen in Frage. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird mit der Aussage zitiert: „Wir waren an eine internationale Ordnung gewöhnt, die auf der westlichen Hegemonie seit dem 18. Jahrhundert beruht hatte. Die Dinge ändern sich.“ Um die weitere Schwächung des Westens zu verhindern, dringt Ischinger auf entschlossene weltpolitische Offensiven. In mehreren westlichen Staaten schwenken Teile der Eliten dazu inzwischen auf eine ultrarechte Politik ein. In Berlin hat die Debatte gestern zum Sturz der CDU-Vorsitzenden geführt.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8183/

Um sich auszutragen, diesen Link im Browser öffnen:
https://www.german-foreign-policy.com/info/newsletter/

Quelle: German Foreign Policy (Berlin), 11.Feb. 2020
 

Hilfe in Not

Quelle: Sven Giegold, Brüssel
 
Kirche kauft Rettungsschiff: Die Poseidon wird zum Symbol für Solidarität und Menschlichkeit. 
 

Die AfD will eine andere Kultur. Rechte Kulturstörung. Eine Bestandsaufnahme.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hetze-gegen-nestbeschmutzer-rechte-kulturstoerung-eine.3720.de.html?dram:article_id=466080https://www.deutschlandfunkkultur.de/hetze-gegen-nestbeschmutzer-rechte-kulturstoerung-eine.3720.de.html?dram:article_id=466080


sea watch rettet Menschen im Mittelmeer – eine menschenrechtliche, grundrechtliche Verpflichtung.

Hier die Dankesrede als PDF

Download this file (Dankesrede von Ruben Neugebauer anlässlich der Verleihung des Stuttgarter FriedensPreises 2019 an Sea.pdf) Dankesrede von Ruben Neugebauer anlässlich der Verleihung des Stuttgarter FriedensPreises 2019 an Sea.pdf

Quelle: Die Anstifter e.V.,Stuttgart


Liebe Leute und Freunde des „schlauen Wortes“
im Link ein super toller Vortrag aus dem Deutschlandfunk zur Lage. Nehmt Euch mal 30 Minuten Zeit, Ihr werdet es nicht bereuen!
https://www.ardaudiothek.de/essay-und-diskurs/rueckblick-und-ausblick-saisonschluss-1-3/69745898


Wir schicken ein Schiff – mit Euren Spenden

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

Was für ein Erfolg für die Menschlichkeit! Über 40.000 Menschen fordern die evangelische Kirche auf, ein Rettungsschiff ins Mittelmeer zu schicken. Und die Kirche sagt Ja! Jetzt braucht es Euch! Bitte unterstützt das Bündnis „United4Rescue“ mit Eurer Spende hier:

 

 

Ja, ich möchte für das Rettungsschiff spenden!

 

Ich kann leider momentan nicht spenden, möchte aber anders helfen.

Hier der ganze Artikel als PDF

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 Kirchliche Offensive gegen Atomwaffen. 

Quelle: NachDenkSeiten

Hier als PDF   Download this file (Kirchliche Offensive gegen Atomwaffen.pdf) Kirchliche Offensive gegen Atomwaffen.pdf


Es geschehen Zeichen und Wunder!

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Kirchentag Dortmund, Fr, 21. Juni 2019, 11.00 Uhr
Ängstigt euch nicht Eine Ermutigung
Prof. Dr. Dr. h. c. Heribert Prantl, Chefredaktion Süddeutsche Zeitung, München

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Für einen grundlegenden Neubeginn 

Pressemitteilung des Oekumenischen Ratschlags am 22. Juni 2019 in Dortmund

hier als PDF

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Ulrich Grober zu Europa in der heutigen Welt.

Ulrich Grober ist Publizist und Buchautor mit den Themenfeldern 
Ökologie, Nachhaltigkeit und zukunftsfähige Lebensstile. Ihn interessiert 
vor allem die Verknüpfung von kulturellem Erbe und Zukunftsvisionen, wobei 
er religions-sensibel ist. Sein aktuelles Buch „Der leise Atem der Zukunft 
– vom Aufstieg nachhaltiger Werde in Zeiten der Krise“ erschien 2018 in 
der 2. Auflage. Ulrich Grober lebt in Marl.

Download this file (Interview für Luxemburger Wort.pdf) Interview für Luxemburger Wort.pdf


Ergebnisse der Kommunalwahl in der Türkei:

Allgemein:  

Mehr als 57 Millionen Wählerinnen und Wähler bestimmten in der Türkei in fast 200.000 Wahllokalen gestern die Bürgermeister von 30 Großstädten, 51 Provinzhauptstädten und 922 Bezirken sowie Repräsentanten auf kommunaler Ebene. Im ganzen Land waren rund 553.000 Polizisten und Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Stimmabgaben zu sichern. Im Osten und Süden der Türkei wurden leider im Zusammenhang mit den Wahlen vier Menschen getötet.

Die Wahlbeteiligung lag bei 84,54 %. Die regierende AKP und die MHP sind in einer Allianz in die Wahl gegangen, genauso die Republikanische Volkspartei CHP mit der aus der MHP gespaltenen „Iyi Parti“ (Gute Partei). In einzelnen Orten gab es Wahlabsprachen zwischen CHP, lyi Parti und HDP. Die Allianz von AKP-MHP kommt türkeiweit auf 51,63 %  der Stimmen, die Allianz von CHP-Iyi Parti auf 37,55 %. 

Die Links zeigen ein differenziertes Bild der Wahlergebnisse.

https://www.haberturk.com/secim/secim2019/yerel-secim 

http://secim.cumhuriyet.com.tr/?secim


Muslimischer Jugendverband in Indonesien. (aus: CIBEDO 4/18 – CIBEDO erscheint im Verlag Aschendorff, Münster/W.)

 Download this file (ANSOR-Erklärung_CIBEDO-Beiträge-4-2018_179-188.pdf)  ANSOR-Erklärung_CIBEDO-Beiträge-4-2018_179-188.pdf


Buchautor Max Czollek: „Positiven
Nationalismus gibt es nicht“

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Quelle: DerStandard, Wien


Der Duisburger OB Link und das St. Florian-Prinzip

Der Duisburger OB Sören Link fordert Ankerzentren a la Seehofer.  Weiß er, was er da fordert? Oder ist es ihm egal, wenn Menschen, die keine Straftat begangen haben, sondern nur Schutz und Lebensperspektiven suchen, in Masseneinrichtungen mit bis zu 1500 Personen bis zu 18 Monate eingesperrt werden? In totaler Isolation, ohne Hoffnung und Perspektiven, werden laufen die Menschen Gefahr, entweder depressiv oder gewalttätig zu werden. Nicht ohne Grund hat die Polizeigewerkschaft zu Protesten gegen die Ankerzentren aufgerufen. Von gezielter „Verelendung“ spricht Werner Schiffauer, Vorsitzender des Rats für Migration, einem bundesweiten Zusammenschluss von Migrationsforschern. Selbst in der CDU/CSU sind sie umstritten. Dass Massenunterkünfte zu Problemen führen, ist längst unstrittig – das wissen auch Kommunalpolitiker.  Was würde Herr Link denn sagen, wenn in Duisburg ein Ankerzentrum eröffnet werden sollte? Er handelt eben nach dem St. Florian-Prinzip: „Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ and’re an!“

Früher stand die Sozialdemokratie für universalistische Werte, für die Gleichheit und Würde aller Menschen. Und heute?

Dr. Wolf-Dieter Just, Duisburg

Emeritierter Professor für Ev. Sozialethik, mit aktuellen Lehraufträgen  an der Ev. Hochschule in Bochum und der Staatlichen Hochschule in Düsseldorf, Ehrenvorsitzender der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche. Siehe auch Wikipedia zu Just.


Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch!


Für eine christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa!

Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Von unseren Kirchen in Europa erwarten wir die Verteidigung der Menschenwürde ohne politische Rücksichtnahme.

Kriege, Unterdrückung und Ungerechtigkeit sind zentrale Gründe dafür, dass Menschen ihr Zuhause verlassen. Für Staaten, und Gesellschaften ist diese Not eine Herausforderung. Viele Menschen in Europa sehen das Problem jedoch in den Flüchtlingen und Migranten und fordern Abschottung. Die Politik folgt dieser Logik immer mehr. Es ist höchste Zeit, dies zu ändern und die Folgen dieser Entwicklung klar zu benennen.

Die Regierungen in Europa dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie Grenzen schließen und Menschen in Not abwehren. Die Europäische Union braucht Humanität und Ordnung in der Flüchtlingspolitik, nicht Härte und Auslagerung. Es ist richtig, über gemeinsame Grenzkontrollen festzustellen, wer nach Europa einreist und für eine faire Verteilung der Flüchtlinge zu sorgen. Aber es ist völkerrechtswidrig, Menschen in Seenot nicht zu retten. Es ist unverantwortlich, Menschen monatelang in Lagern festzuhalten, andere Staaten für die Abwehr von Flüchtlingen zu bezahlen und gefährliche Herkunftsstaaten für sicher zu erklären. Diese Abschottung schreitet seit Jahren voran und höhlt das internationale und europäische Flüchtlingsrecht aus. Dabei wissen wir aus der Geschichte: Erst stirbt das Recht, dann stirbt der Mensch.

Diese Flüchtlingspolitik hat keine gute Zukunft. Diese Politik bedroht nicht nur die Flüchtlinge, sie setzt auch unsere eigene Humanität und Würde aufs Spiel. Die Kampagnen gegen jene, die sich für Flüchtlinge einsetzen – insbesondere die zivile Seenotrettung –, zeigen: Moral wird verunglimpft und Menschlichkeit kriminalisiert.

Wir lassen uns durch diese Politik nicht zum Schweigen bringen. Wir werden weiter für Mitmenschlichkeit einstehen und Zeugnis in unserer Zeit ablegen. Unsere Kirchen und Häuser müssen Zufluchtsorte für alle Menschen bleiben, die Hilfe, Schutz und Hoffnung suchen. Nicht nur, weil wir als Christinnen und Christen eine Gemeinschaft aus verschiedenen Ländern sind. Sondern auch, weil unser Glaube uns dazu herausfordert: in Jesus Christus erkennen wir den Notleidenden, den Flüchtling, den Mitmenschen.


Wir fordern von den Regierungen in der Europäischen Union:

Finden Sie Lösungen und eine Sprache, die von Humanität geleitet sind. Bekämpfen Sie Fluchtursachen, nicht die Flüchtlinge. Wahren Sie internationales Recht, statt es durch Abschottung auszuhöhlen. Entscheiden Sie sich für eine Politik der Mitmenschlichkeit und Solidarität, damit Europa seine Würde behält.


Wir fordern von den Kirchenleitungen in Europa:

Setzen Sie sich für Flüchtlinge ein. Äußern Sie sich mutiger, klarer und unmissverständlich. Nehmen Sie keine Rücksicht auf die Politik, sondern nur und ausschließlich auf die Menschen in Not. Setzen Sie sich in dieser historischen Situation für Flüchtlingsschutz und Humanität ein: Weisen Sie alle politischen Vorschläge zurück, denen nicht Liebe und Mitmenschlichkeit zugrunde liegen. Besuchen Sie die schutzsuchenden Menschen in ihren Unterkünften. Sprechen Sie mit den Helferinnen und Helfern, die aus Verzweiflung resignieren. Stärken Sie die Einrichtungen, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

“Gib Rat, sprich Recht, mach deinen Schatten am Mittag wie die Nacht; verbirg die Verjagten, und verrate die Flüchtigen nicht!” (Jesaja 16,3)


—————


Danke für jede Unterstützung und weitere Unterschrift:

https://www.change.org/fluechtlingspolitik


Europe Calling: „Gleiche Rechte für Sinti und Roma! – Was will Romeo
Franz im Europaparlament?“ – 2. Juli 2018, 18:00 – 19:30 Uhr

Direkt zur Anmeldung:
https://attendee.gotowebinar.com/register/4889063506987935491


Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

Sinti und Roma stoßen in Europa und Deutschland immer noch auf
Ablehnung und werden in vielen Lebensbereichen systematisch
diskriminiert. Ihr Alltag ist geprägt von Ressentiments, Ausgrenzung,
Vorurteilen und Gewalt. Viele Sinti und Roma verheimlichen deshalb ihre
Zugehörigkeit. Antizyganismus ist eine besonders tabuisierte Form des
Rassismus.

 Der ganze Text als PDF

Download this file (Europe Calling.pdf)  Europe Calling.pdf


Aufruf:

Solidarität statt Heimat

Nennen wir das Problem beim Namen. Es heißt nicht Migration. Es heißt Rassismus.

Vom „gefährdeten Rechtsstaat“ in Ellwangen über die „Anti-Abschiebe-Industrie“, vom „BAMF-Skandal“ über „Asylschmarotzer“, von der „Islamisierung“ bis zu den „Gefährdern“: Wir erleben seit Monaten eine unerträgliche öffentliche Schmutzkampagne, einen regelrechten Überbietungswettbewerb der Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen, aber auch gegen die solidarischen Milieus dieser Gesellschaft. Die politischen Debatten über Migration und Flucht werden seit Monaten von rechts befeuert und dominiert – und kaum jemand lässt es sich nehmen, auch noch mit auf den rechten Zug aufzuspringen.

Doch nicht nur das. Inmitten einer immer noch lebendigen Willkommens- und Unterstützungsbewegung, inmitten der großen und wachsenden Proteste gegen die AfD, inmitten der beeindruckenden Kämpfe von Geflüchteten für ihr Recht auf ein gutes Leben und inmitten wachsender Bewegungen für eine nachhaltige, globale Gerechtigkeit wird vielerorts so getan, als sei der Rechtspopulismus der einzig maßgebliche Ausdruck der aktuellen gesellschaftlichen Stimmungslage. Diese Behauptung ist falsch. Und sie ist politisch fatal.

Es ist daher für uns an der Zeit, gemeinsam und eindeutig Stellung zu beziehen. Wir verweigern uns ausdrücklich der politischen Logik einer sich verfestigenden rechten Hegemonie. Wir wenden uns gegen eine Politik des Ressentiments – und gegen Strategien, die hieraus Kapital schlagen wollen für eine nur dem Anschein nach progressive oder soziale Politik. Wir sind uns sicher, dass es keine fortschrittlichen Antworten auf reaktionäre Fragen gibt. Der rechte Diskurs formuliert keine Probleme. Er ist das Problem.

Nennen wir das Problem beim Namen. Es heißt nicht Migration. Es heißt Rassismus

In den letzten Jahren hat sich in weiten Teilen Europas ein politischer Rassismus etabliert, der die Grenzen zwischen den konservativen, rechten und faschistoiden Lagern zunehmend verschwimmen lässt. Für Deutschland gilt: Der bislang größte Erfolg der AfD war nicht ihr Einzug in den Bundestag. Ihr mit Abstand größter Erfolg ist, dass man sich in diesem Land wieder hemmungslos menschenverachtend geben und äußern kann. Rassismus ist wieder ganz normales Alltagsgeschäft geworden, im hohen Haus in Berlin wie beim Bäcker um die Ecke. Bei „Spitzenpolitikern“ und Normalsterblichen, bei „Liberalen“ – und selbst unter Linken.

25 Jahre nachdem der Deutsche Bundestag auf rechtsextreme Anschläge und Morde mit der Einschränkung des Grundrechts auf Asyl antwortete, erleben wir wieder eine Politik, die ohne Not und am laufenden Band Zugeständnisse an rassistische Ressentiments macht. Es wird auf Abschottung und Ausschluss gesetzt, die Grenzen werden wieder hochgezogen, Schutzsuchende in Lager gesperrt, Menschenrechte missachtet, Bürgerrechte systematisch abgeschafft und dort, wo sie noch existieren, kaltschnäuzig umgangen.

Die Willkommensdiskurse des kurzen Sommers der Migration haben sich in feindselige Abwehrdiskurse verwandelt. Die Einschränkung des Familiennachzuges und die geplanten ANKER-Zentren beschneiden massiv die Rechte von Migrant*innen, erhöhen den existenziellen Druck auf sie und sind bloße Instrumente der Isolation und der Ausgrenzung. Länder, die von Krieg zerstört und von den Kriegsfolgen gezeichnet sind, werden zu sicheren Orten erklärt – aus den tatsächlich sicheren Amtsstuben eines Landes, das mit seiner Wirtschaftsweise systematisch zum Elend der Welt beiträgt. Heimatministerium, Abschiebeoffensive, Hetzkampagnen und institutioneller Rassismus gehören zum Alltag – doch der massive Protest aus der bürgerlichen Mitte bleibt aus.

Was ist eigentlich los in diesem Land?

Nicht nur die bürgerliche Mitte bekennt nicht Farbe. Auch Teile der politischen Linken machen Zugeständnisse an rechte Rhetorik und reaktionäre Ideen und verklären die Ablehnung von Migrant*innen sogar zum widerständigen Moment, ja unterstellen ihr einen rationalen, klassenpolitischen Kern. Doch eines muss klar sein: Rassismus ist niemals ein Akt des Widerstands. Und ebenso klar ist, dass der neue Rassismus, ob von rechts oder links, ohne uns läuft.

Diese Gesellschaft ist geprägt durch die zahlreichen, millionenfachen Geschichten der Migration. Migration ist eine Tatsache. Sie ist mindestens seit den Zeiten der „Gastarbeit“ in der alten Bundesrepublik bzw. der „Vertragsarbeit“ in der DDR und bis auf den heutigen Tag keine Gefahr, sondern eine Kraft der Pluralisierung und Demokratisierung dieser Gesellschaft. Im Sommer 2015 haben wir das erneut erlebt. Damals war die offene Gesellschaft der Vielen für alle real, sie war greifbar und lebendig.

Seitdem hat sich an den Gründen für Flucht und Migration nichts geändert. Geändert haben sich auch nicht die solidarischen Praktiken in den Stadtteilen und den Regionen. Verändert haben sich aber der öffentliche Konsens und der politische Wille, mit den Folgen des westlich-kapitalistischen Treibens in der Welt auf solidarische Weise umzugehen. Stattdessen verfolgt die Europäische Union im Konsens, trotz drei Jahrzehnten des Sterbens an Europas Grenzen, eine Verschärfung ihres Grenzregimes, die den Weg nach Europa noch tödlicher werden lässt und den Zugang zu Flüchtlingsschutz zu einem Gnadenrecht degradiert.

In Deutschland und Europa sind infolge der Ideologie „ausgeglichener“ Haushalte wichtige Ressourcen für gesellschaftliche Solidarität blockiert. Dringend notwendige öffentliche Investitionen in soziale Infrastruktur, in Bildung, Gesundheit, Pflege, sozialen Wohnungsbau und eine integrative Demokratie bleiben aus. Der deutsche Pfad von Sparpolitik und einseitiger Exportorientierung schließt viele Menschen von Wohlstand aus, schafft prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen und nährt Zukunftsängste. Seine Probleme lassen sich jedoch nicht durch eine ständische oder nationalistische Wohlfahrtsstaatlichkeit lösen, die auf soziale Vorrechte und Abschottung setzt – und auf weltfremde Phantasien einer „Steuerung“ von Migration und des wohligen Privatglücks in der „Heimat“.

Das Ausblenden der sozialen Realitäten wird nicht funktionieren. Mit Zuschauen und Schweigen muss endlich Schluss sein: Wir werden Rassismus und Entrechtung konsequent beim Namen nennen. Wir werden uns dem neuen völkischen Konsens entziehen und uns allen Versuchen entgegenstellen, die Schotten der Wohlstandsfestung dicht zu machen.

Unsere Solidarität ist unteilbar – denn Migration und das Begehren nach einem guten Leben sind global, grenzenlos und universell.

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Hier können Sie den 
Aufruf unterzeichnen.

 


Prof. Dr. Klaus Wengst: Wie ich mich verändert habe. – Am 5. 3. 2018 im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit/Geschwisterlichkeit Deutschland – in der Pauluskirche Marl-Hüls.

 Download this file (Veränderung.pdf)Veränderung.pdf


DPWV: Bewertung des Koalitionsvertrags zur Flüchtlingspolitik

Es gibt ein grundsätzliches Bekenntnis zum Grundrecht auf Asyl, Genfer Flüchtlingskonvention, den aus dem Recht der EU resultierenden Verpflichtungen zur Bearbeitung jedes Asylantrages sowie zur UN Kinderrechtskonvention und zur Europäischen Menschenrechtskonvention.

 

Die Parteien kündigen eine Begrenzung der humanitären Zuwanderung an: „Bezogen auf die durchschnittlichen Zuwanderungszahlen, die Erfahrungen der letzten 20 Jahre sowie mit Blick auf die vereinbarten Maßnahmen und den unmittelbar steuerbaren Teil der Zuwanderung- das Grundrecht auf Asyl und die GFK bleiben unangetastet – stellen wir fest, dass die Zuwanderungszahlen (inklusive Kriegsflüchtlinge, vorübergehend Schutzbedürftige, Familiennachzügler, Relocation,

 Download this file (Koalitionsvertrag Bewertung DPWV.pdf)   Koalitionsvertrag Bewertung DPWV.pdf


Unsinnige Tests. Hürden gegen hier lebende Flüchtlinge.

Ortlieb Fliedner

 

Etikettenschwindel in der Integrationspolitik

Was unsensible Bürokraten von gerade erst Zugewanderten verlangen

Hier als PDF

Download this file (Grundlagentext - 2018 - 3 - Ortlieb Fliedner Etikettenschwindel in der Integrationspolitik.pdf) Grundlagentext – 2018 – 3 – Ortlieb Fliedner Etikettenschwindel in der Integrationspolitik.pdf

 


„Kaum Angst vor Überfremdung“

Interview aus ZEIT.de 2018-03

http://www.zeit.de/gesellschaft/2018-03/populismus-deutschland-frankreich-afd-waehler-front-national-europa-studie


„Wehret den Anfängen!“ Ein kritischer Info-Vortrag am 4.3. 18 in Dortmund. 

Veranstaltung zu CasaPound in Dortmund am 4.3.2018 um 18:00 Uhr im Black Pigeon.

http://blackpigeon.blogsport.eu/2018/02/23/casapound-italia-eine-faschistische-bewegungspartei-in-italien

Vortrag: CasaPound Italia – eine faschistische Bewegungspartei in Italien

 

CasaPound Italia nennt sich eine im Jahr 2003 entstandene faschistische Bewegung in Italien.

– Zu ihrem Markenzeichen gehört es, dass sie die Aktionsformen linker und emanzipativer Bewegungen adaptiert und in ihren rechtsradikalen Aktionsrahmen einbaut. So verfügt sie über besetzte Häuser und Zentren, organisiert Raves und Sit-Ins und gestaltet ihre Demonstrationen wie Umzüge der Ultras.

– Sie verfügt über ein ausgeklügeltes und breites Angebot an Medien, wildert in der Ikonographie der Linken und verwendet Comics und Bezüge aus diversen popkulturellen Medien. Sie weist ein breites Freizeit-, Sport- und Musikangebot auf, organisiert Konzerte und Freizeiten, Kongresse und Tagungen und bringt eine eigene Modemarke auf den Markt.

– Zu der Praxis CasaPounds gehören viele sozialpolitische Kampagnen und ein breites karitatives, medizinisches und pädagogisches Angebot zur alltäglichen Unterstützung notleidender Menschen. Dabei geht es selektiv um italienisch-stämmige Menschen, die Not leiden. Denn CasaPound ist eine ultra-rassistische, bzw. wie sie es sagen würde, ethno-pluralistische Bewegung. In diesem Sinne mobilisiert und demonstriert sie gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, spricht von einer „Invasion“ und fordert deren „Re-Migration“. Das Vorgehen CasaPounds bei vielen ihrer Protesten gegen Flüchtlingsunterkünfte ist äußerst militant.

– Seit 2013 verfügt CasaPound über den Parteienstatus und tritt als CasaPound Italia zu den Wahlen an. Mittlerweile verfügt die Partei über 11 Sitze in Kommunalparlamenten. Zudem hat sie seit 2013 ihre Niederlassungen italienweit auf über 100 Sitze verdoppelt und ihre Mitgliederzahl auf fast 20.000 verdreifacht.

Mit vielen ihrer Diskurse und Aktionsformen hat CasaPound die „Neue Rechte“ von den Seminaren und Hörsälen der Universitäten auf die Straßen und Piazzas gebracht – die „Neue Rechte“ von den Kopf auf die Füße gestellt.
So verwundert es nicht, dass CasaPound Italia durch seine erfolgreiche Politik europaweit nicht nur den identitären Gruppen, sondern auch anderen rechten Bewegungen als Vorbild dient.
Grund genug sie sich etwas genauer anzusehen.

(Am 4. März tritt CasaPound bei den Wahlen zum italienischen Parlament an und hofft auf Sitze im Senat und Parlament.)

Vortrag und Diskussion am:
Sonntag, den 04.03.2018, 18.00 Uhr
im Black Pigeon
Scharnhorststr. 50
44147 Dortmund

 

 


Wehret den Anfängen! 

  1. Februar 2018 – erschienen in Rubrik [ Politik » Sozialpolitische Debatte » neue und alte Armut (trotz Arbeit) » Tafeln und Vertafelung] , [ Interventionen » Asyl, Arbeitsmigration und Antirassismus » Asylrecht und Flüchtlingspolitik » Aufenthalt und Ausweisung » Lagerhaltung und andere Schikanen]

Essener Tafel nimmt nur noch Deutsche auf – Straßenmagazin fiftyfifty: Menschenverachtend

Wer Lebensmittel von der Essener Tafel beziehen will, muss künftig einen deutschen Pass haben. Der Andrang von Migranten sei zu groß. Die Essener Tafel nimmt vorerst nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in ihre Kartei auf. Grund sei, dass der Anteil der Migranten zuletzt auf drei Viertel geklettert sei, sagte am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor. (…) Auf der Internetseite des Vereins heißt es zu der Beschränkung: „Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen, um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen.“ Der Vorsitzende Sartor sagte der „WAZ“: „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“ In den vergangenen zwei Jahren seien aber ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter offenbar einem schleichenden Verdrängungsprozess zum Opfer gefallen. (…) Ähnliche Beschränkungen wie in Essen seien aber nicht bekannt. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Tafel sagte: „Bei uns zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft.“…” Meldung vom 22.2.2018 ber der FR online , siehe dazu:

  • “Menschenverachtend”. Straßenmagazin fiftyfifty kritisiert Essener Tafel. Essen nur noch für Deutsche. Abgewiesene erhalten anwaltliche Unterstützung über fiftyfifty
    Mit Entsetzen hat fiftyfifty von der Maßnahme der Essener Tafel erfahren, dass nur noch Deutsche kostenlose Lebensmittel erhalten. Mit dieser Entscheidung verstößt Jörg Sartor als Vorsitzende des Vereins gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – sein Handeln ist somit nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch rechtswidrig. Zudem ist ein solches Vorgehen Wasser auf die Mühlen der Rassisten von AfD, Pegida und Co. und unterscheidet sich in keiner Weise von der „Deutschen Winterhilfe“ der extrem rechten Partei „Der III. Weg“.
    Seit Jahren gibt es kontroverse Diskussionen um das Konzept der Tafeln. Kritiker sagen, dass staatlich verbriefte Grundrechte wie die Ernährung nicht unter das Existenzminimum fallen und Menschen deshalb auch nicht an ehrenamtliche und karitative Einrichtungen verwiesen werden dürfen. Die Höhe der Transferleistungen muss ausreichen, um den Lebensbedarf zu decken. Insofern wurde immer wieder Kritik laut, die Tafeln machten sich zu Erfüllungsgehilfen der Politik, die sich weigert, angemessene Regelsätze zu beschließen. Unter den gegebenen Bedingungen wären statt des Ausschlusses bestimmter Personengruppen zusätzliche oder erweiterte Öffnungszeiten der Tafeln eine zu fordernde Lösung. Zudem verstößt die Essener Tafel e.V. durch diesen Ausschluss auch gegen die eigenen Statuten. Dort heißt es im Grundsatz 4: „Die Tafeln arbeiten unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen. Die Tafeln helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen.“ „Es ist schon schlimm genug, dass arme Menschen in einem reichen Land wie Deutschland auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Dass jetzt allerdings der Pass entscheidet, ob jemand etwas zu Essen bekommt, wenn er Hunger hat, ist unhaltbar und menschenverachtend“, erklärt Julia von Lindern, Sozialarbeiterin bei fiftyfifty. Sie bittet alle, die von Abweisungen betroffen sind, sich unter ihrer mail-Adresse zu melden und bietet an, einen Anwalt einzuschalten, der für fiftyfifty arbeitet. fiftyfifty bittet um Protestmails an die Essener Tafel essener_tafel@gmx.de bzw. 0177 3488886 (Jörg Sartor), cc j.vonlindern@fiftyfifty-galerie.de” Pressemitteilung vom 22.2.2018 (noch nicht online)

Siehe zum Thema zuletzt am 10. Februar 2016: Flüchtlinge: Lebensmittel-Obergrenze bei Tafeln?

http://www.labournet.de/politik/sopo/neue-armut/tafeln/essener-tafel-nimmt-nur-noch-deutsche-auf-strassenmagazin-fiftyfifty-menschenverachtend


Wehret den Anfängen! 

Die Essener Tafel nimmt vorerst nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in ihre Kartei auf. Grund sei, dass der Anteil der Migranten zuletzt auf drei Viertel geklettert sei, sagte am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor. Zuerst hatte die „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) darüber berichtet.

Die Hilfsorganisation bewahrt Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an Bedürftige. Die Empfänger müssen Hartz IV, Grundsicherung oder Wohngeld beziehen und dies der Tafel nachweisen.

Schleichender Verdrängungsprozess

Auf der Internetseite des Vereins heißt es zu der Beschränkung: „Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen, um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen.“

Der Vorsitzende Sartor sagte der „WAZ“: „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“ In den vergangenen zwei Jahren seien aber ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter offenbar einem schleichenden Verdrängungsprozess zum Opfer gefallen.
Umgesetzt wird die im Dezember beschlossene Beschränkung seit Mitte Januar, wie Sartor dem Blatt sagte – „so lange, bis die Waage wieder ausgeglichen ist“.

Der Landesverband der Tafeln bestätigte einen starken Andrang von Migranten in den vergangenen beiden Jahren. Davon seien alle Tafeln in Nordrhein-Westfalen betroffen, sagte die stellvertretende Vorsitzende Claudia Manousek. Ähnliche Beschränkungen wie in Essen seien aber nicht bekannt. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Tafel sagte: „Bei uns zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft.“

Hierzulande gibt es mehr als 930 Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige verteilen. (dpa)

 http://www.fr.de/politik/hilfsorganisation-essener-tafel-nimmt-nur-noch-deutsche-auf-a-1453856

 


Peter Hensinger: Trojanisches Pferd Digitale Bildung“

Auf dem Weg zur Konditionierungsanstalt in einer Schule ohne Lehrer

60 Seiten, 5.– €

Inhalt: Die Superwanze-Smartphone und TabletPC als Lehrmittel / Troja­nisches Pferd „Digitale Bildung“: Big Brother ist teaching you! / Führt der Einsatz von digitalen Medien zu besserem Lernen? / Die irreversiblen Schädigungen des Gehirns / Die Digi-talisierung des Natürlichen /Zehn bereits eingetretene Nebenwirkungen / Die soziale Ungleichheit wird verstärkt und die Bildungsschere geht auseinander / iDisorder – „… als hätten wir alle ADHS!“ / „Brave New World“? Kritiker formieren sich: Nein zur Googlification der Erziehung! / Fünf Thesen /Über den Autor / Im Anhang: Trojaner aus Berlin: Der „Digitalpakt#D“

Die vorliegende Veröffentlichung beschäftigt sich mit der schleichenden Neuaus­richtung unseres Erziehungswesens durch digitale Medien. Es geht um die Bestrebungen von Google, Apple, Microsoft, Bertelsmann, der Telekom & Co., Bildung in die Hand zu bekommen – und warum fast keiner diese Unterwanderung bemerkt.

Wer den Stand der wissenschaftlichen Forschung kennt, weiß, dass Smartphones, Tablets und WLAN als Lernmittel im Unterricht eher schaden als nützen. Wer Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit erhöhen möchte, investiert nicht in Technik, sondern in die Ausbildung und Anstellung von Lehrkräften und stärkt die Vermittlung der traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Das ist die Basis für Bildungsprozesse mit analogen wie mit digitalen Medien.“

(aus dem Positionspapier der Initiative „aufwach(s)en mit digitalen Medien“ des Bündnisses für Humane Bildung)

 

pad-Verlag – Am Schledorn 6 – 59192 Bergkamen / pad-Verlag@gmx.net

 

 
Als Sprecher vom Weltzentrum Marl sagte Klaus-Dieter Hein am 23. 1.2018 zur Eröffnung der Ausstellung „Wege der Erinneung“ in Marl (die CIAG Marl war Mit-Veranstalterin) folgendes. 
 

 Download this file (2018 Wege der Erinnerung-Rede zur Eröffnung.pdf)  2018 Wege der Erinnerung-Rede zur Eröffnung.pdf


Faschisierung in Italien: 

 

Die 23 jährige Marokkanerin Chaimaa Fatihi von der „Associazione Giovani Musulmani d’Italia“ wollte am Freitag, den 24. November 2017 in der Gemeinde Medole, Provinz Mantua, ihr Buch „Non ci avrete mai — Lettera aperta di una musulmana italiana ai terroristi“ vorstellen. In diesem „offenen Brief einer jungen Muslima“ richtet sie sich gegen den Terror, der im Namen des Islam, ausgeübt wird.

 

Zu einem freien Dialog über einen aufgeklärten Islam in der Migrationsgesellschaft Italien und die Schwierigkeiten junger EinwanderInnen in dem heutigen Italien kam es aber nicht. Eine Gruppe von ca. 20 Nazi-Skinheads der Veneto Fronte Skinhead in schwarzen Bomberjacken marschierte in den Veranstaltungsraum, umstellte die dort anwesenden BesucherInnen und zwang durch einen lauthals auftretenden Sprecher den Anwesenden ihren Diskurs auf. In diesem sprachen sich die italienischen Faschisten gegen eine Immigration nach Italien und einen „Ius Soli“ für Kinder von Migrantinnen aus. Von den sichtbar eingeschüchterten BesucherInnen traute sich kaum jemand verbal gegen das Auftreten der Faschisten und deren rassistische Argumente zu wehren.
Erst als der einladende Bürgermeister der Gemeinde, Giovanni Battista Ruzzenenti, den Nazi-Skinheads der Veneto Fronte Skinheads versprach, zu einer von diesen organisierten Veranstaltung zur Einwanderung und dem „Ius Soli“ zu erscheinen, marschierten die Schwarzhemden wieder ab. Ruzzenenti, der am Anfang des Monats davon gesprochen hatte, dass eine interkulturelle Begegnung und Dialog ohne verbale und physische Gewalt gegen den (islamischen) Fanatismus nötig sei, beugte sich in dieser Situation den von den Faschisten erzeugten Klima der Angst und der Bedrohung — einem Klima des stetig wachsenden Fanatismus von Rechts in Italien.

 

Wie die Gazetta di Mantova ausführte, endete der Abend in Medole mit den betrüblichen Berichten zweier Schüler, Kinder marokkanischer EinwandererInnen, die über die tägliche Diskriminierung an ihren Schulen und der mangelnden Unterstützung, die sie dort seitens der Schulleitung und Lehrer erhielten, berichteten.

 

(Heiko Koch, 26.11.2017)

 

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http://antifra.blog.rosalux.de/impressionen-aus-dem-bel-paese-i-wortergreifungsstrategie-auf-italienisch Medole, all’incontro con la Fatihi irrompono gli Skinheads (25.11.2017)

 


http://gazzettadimantova.gelocal.it/mantova/cronaca/2017/11/25/news/all-incontro-con-la-fatihi-irrompono-gli-skinheads-1.16163029

 

 

 

 

Ein wichtiges Votum aus den USA von den dort engagierten muslimischen Frauenverbänden = Women´s Initiative in Spirituality & Equality.

 Download this file (WISE Up Report Has Launched.pdf)  WISE Up Report Has Launched.pdf

Lorenz Beckhardt, Köln, warnt entschieden und zu Recht vor AfD und dem 
aufgekommenen „braunen“ Ungeist in Deutschland.

Lorenz Beckardt sprach auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am 
Sonntag, 5. November 2017 mittags. In jedem Jahr wird dort am jeweils 
ersten Sonntag im November der ermordeten 3.000 Juden in Riga gedacht, die 
zuvor aus dem Kreis Recklinghausen, Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen 
deportiert waren. Die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen lädt 
alljährlich dazu ein. Lorenz Beckhardt ist Redakteuer beim WDR Köln. In 
2014 veröffentlichte er im Aufbau-Verlag Berlin das Buch „Der Jude mit dem
Hakenkreus. Meine deutsche Familie“. Bei dem Gedenken am 5. Nov. 2017 
ergriff auch Rolf Abrahamsohn das Wort; er ist letzter Überlebender des 
Holocaust im Kreis Recklinghausen, Ehrenbürger im Vest Recklinghausen und 
war Schirmherr des 16. Abrahamsfestes in 2016.

Hier die Rede als PDF

 Download this file (Rede zu Recklinghausen am 5. November 2017_final.pdf)  Rede zu Recklinghausen am 5. November 2017_final.pdf

 

Menschenrechte für Flüchtlinge

Von Wolf-Dieter Just als PDF

Download this file (Just - Menschenrechte für Flüchtlinge Druckversion ZEE.pdf)  Just – Menschenrechte für Flüchtlinge Druckversion ZEE.pdf

 

Anläßlich „500 Jahre Reformation“: Margot Käßmann beim Ev. Kirchentag in Berlin-Wittenberg im Mai 2017. 

Margot Käßmann war Bischöfin  der Ev. Landeskirche mit Sitz Hannover, dann Ratsvorsitzende der EKD Ev.Kirche in Deutschland und bis 31. Oktober 2017 Beauftragte der EKD für „500 Jahre Reformation“. 

Quelle:  https://www.kirchentag.de/index.php?id=17858&sessionId=363585101&manuscriptId=3585||1

 

 

 

Atomwaffen endlich verboten

 

Veröffentlicht am 7. Juli 2017

UN beschließen historisches Abkommen

  1. Juli 2017 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffenverabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten: die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert den bisherigen Sonderstatus der Atommächte nicht länger. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit handelt künftig auch die Bundesregierung mit der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Verfügung über US-Atomwaffen in Deutschland gegen geltendes Völkerrecht. Die Bundesregierung blieb aus diesem Grund und auf Druck der USA den Verhandlungen fern.

Der ganze Artikel unter folgenden Link: https://www.icanw.de/neuigkeiten/atomwaffen-endlich-verboten/

 

EIN AUFRUF

Wir lassen uns nicht in „Wir“ und „die Anderen“ spalten!

Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Lehrenden und Aktivisten appellieren in einem Aufruf an die Öffentlichkeit und Politik, zusammenzuhalten – unabhängig von Herkunft und Religion. Das MiGAZIN veröffentlicht den Aufruf im Wortlaut:

Den ganzen Artikel unter folgenden Link: http://www.migazin.de/2017/09/29/ein-aufruf-wir-lassen-uns-nicht-in-wir-und-die-anderen-spalten/

 

Die Stadt als dritter Erzieher – neben Familie und Schule. 

 

„Umbrüche und Aufbrüche“ ist das Thema des 17.Abrahamsfestes 2017 in Marl (Kreis Recklinghausen). Der Kontext dazu ist die Stadt Marl – selber in Umbrüchen und Aufbrüchen.  

Download this file (The Hot Wire - Westfalenspiegel 4-2017.pdf)   The Hot Wire – Westfalenspiegel 4-2017.pdf

Quelle: Westfalenspiegel 4 – 2017, der Autor Andreas  Rossmann veröffentlicht in der FAZ.

 

 Download this file (2017-02 bpb - Gülen Bewegung.pdf)   2017-02 bpb – Gülen Bewegung.pdf

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

 

Ehrungen

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Ankündigung für Samstag 21. November 2020 in Köln:

CIJ-AG Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                Marl, 4. Juli 202

Sehr erfreulich: Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21. Nov. 2020 in Köln ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt  das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

INTR*A ist die „Interreligiöse Arbeitsstelle und Netze“ und hat die Geschäftsstelle in Schwerte/Ruhr, vormals seit 1990 war sie viele Jahre lang in Nachrodt (Westfalen). Die Stiftung Apfelbaum in Köln dotiert  diesen jährlichen Preis von INTR*A. Frühere Preisträger  sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt Engel der Kulturen.  – Der derzeitige Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Apeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln).  Homepage: interel.de

Am Samstag, 21. Nov 2020 wird in der Melanchthon-Akademie in Köln im Rahmen der Jahres-Tagung „Jenseits konfessioneller Grenzen“ der diesjährige Preis an das Abraham-Haus Marl verliehen.

Das Mitmach-Projekt Abraham-Haus: Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus:Die CIAG/CIJ-AG Marl, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath.Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Vorstand und Jury vom INTR*A-Projektpreis beschlossen die ehrenvolle Auszeichnung für dieses innovative Projekt, das Wirkung gezeigt hat.  INTR*A stellt dabei die Frage, wie sich die drei Abrahamitischen Religionen um Abraham und die weiteren Weltreligionen – Buddhismus, Hinduismus – aufeinander beziehen.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Intisar Saif als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG

Anhang zur Geschichte:

1.)Zur Geschichte vom Abraham-Haus:In jedem Abrahamsfest finden seit  mehr als 15 Jahren Veranstaltungen des Abraham-Haus statt. Ursprünglich entwickelt wurde das Abraham-Haus in Krefeld im Haus der Offenen Tür HOT Kreta. Eines Tages hatte Jens Flachmeier es dort kennen gelernt und er inspirierte die Träger des Abrahamsfestes zur Kooperation. Nach etlichen Jahren wechselte das Abraham-Haus von Krefeld hierher nach Marl/Kreis Recklinghausen. – Kontakt: j.flachmeier@diakonie-kreis-re.de. Tel. 0151 74 66 885 oder 02365 – 41 44 30.

 2.)Zur Geschichte von INTR*A gehören einige Pioniere im interreligiösen Dialog im deutsch-sprachigen Raum: Paul Schwarzenau, der jahrzehntelang in Dortmund gesellschaftlich engagierten und besonnen gewirkt hat: als ev. Studentenpfarrer  und bis zu seiner Emeritierung als Religionsphilosoph und Theologieprofessor an der Universität Dortmund. Der Preis entspricht seinem Leitspruch: „Alle Religionen bedürfen einander, nicht nur in ihren Gemeinsamkeiten, sondern gerade auch in ihren Unterschieden, durch die sie einander ergänzen. Wir sollen in der eigenen Religion daheim und in der anderen Gäste sein, Gäste, nicht Fremde“.

ZU nennen sind außerdem Karin und  Dr. Reinhard Kirste. Reinhard Kirste war ehrenamtlich Geschäftsführer von INTR*A, lange Zeit Schulreferent der Ev. Kirche im Sauerland und Lehrbeauftragter an der Uni/TU Dortmund. Als Mitbegründer der CIG e.V. Christlich-Islamische Gesellschaft in Deutschland  führte er die 3. Christlich-islamische Woche im Okt. 1986 in Marl zum Erfolg, was auch die Stärkung der CIAG Marl  bewirkte.

Unvergesslich ist das Wirken von langjährigen Vorsitzenden von INTR*A Prof. Dr. Udo Tworuschka. Zusammen mit seiner Frau Monika Tworuschka zählt er zu den Pionieren in der Schulbuchforschung, des interreligiösen Lernens und in der Praktischen Religions-wissenschaft. Bis zu seinem Ruhestand war er Professor in Jena.

 


31. Mai 2015: Johannes XXIII.-Preis der internationalen Friedensbewegung 
pax christi im Bistum Münster/W: Dieser Preis geht an das seit 2001 
jährlich stattfindende „Abrahamsfest Mar“ und dessen Träger: die CIAG  
Marl (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl) und die Jüdische  
Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen.

Laudatio von Pax Christi

 Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Juni 2015 17:37Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2015 17:37

Laudatio von Pax Christi für die Verlehung des Johannes XXIII.-Preises an das Abrahamsfest in Marl Kreis Recklinghauen durch Veronika Hüning

 

Verehrte Anwesende, liebe Friedensfreundinnen und Freunde!

Die Bilder haben mich erschreckt: Zehntausende Demonstranten in Dresden, die sich als Patrioten verstehen und als Retter des Abendlandes inszenieren und die vor einer Islamisierung Deutschlands warnen, als wäre die Zuwanderung von Menschen muslimischen Glaubens eine gefährliche Epidemie. Und nicht nur in Dresden – in mehreren anderen Städten, auch in Westdeutschland, sind islamfeindliche Parolen zu hören. Und nicht nur Rechtsradikale folgen den Bannern und Sprüchen.

Und diese Nachrichten haben mich ebenfalls erschreckt: Jüdische Gemeinden in Deutschland wenden sich an die Medien und bringen ihre Sorge über den zunehmenden Antisemitismus zum Ausdruck. Manche fühlen sich nicht mehr sicher und warnen ihre Glaubensbrüder davor, sich mit der Kippa in der Öffentlichkeit zu zeigen, aus Angst vor Übergriffen. Manche denken an Auswanderung.

Besonders erschreckend: Bei aller Hilfe, die manche christlichen Gemeinden Flüchtlingen bieten – Fremdenfeindlichkeit, rechte Gesinnung  und Antisemitismus reichen bis in die Mitte unserer Kirchen hinein.  

Genau in dieser Situation haben wir uns für den dritten Träger unseres Johannes-XXIII.-Preises entschieden. Wir, das ist die ökumenisch ausgerichtete katholische  Friedensbewegung pax christi im Bistum Münster. Wir haben uns entschieden, den Preis für Gerechtigkeit und Frieden vor Ort, in Deutschland und in unserer zerrissenen Welt der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft (CIAG) Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen/Marl als Träger des alljährlichen Abrahamsweges zu verleihen. Mit diesem Preis wollen wir Sie ehren, die Sie eine Gegenmacht zu Ausgrenzung und gesellschaftlichem Unfrieden gebildet haben. Sie haben den Preis wahrlich verdient, denn Sie leisten seit vielen Jahren einen eindrucksvollen Beitrag zu dem, wozu das Zweite Vatikanische Konzil aufgerufen hat: die Würde jedes Menschen unabhängig von seiner Herkunft und Religion zu achten, die Verbundenheit untereinander zu fördern und Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen.

Genau dies tun Sie als Christen, Moslems und Juden, die Sie in Marl kontinuierlich zusammenarbeiten und Jahr für Jahr den Abrahamsweg mit seinem reichen Rahmenprogramm gestalten.

Besonders hervorheben möchte ich:

Ø  das große Durchhaltevermögen seit den Anfängen der CIAG 1984, das ohne Idealismus und ohne Leidenschaft für die gemeinsamen Ziele sicherlich nicht möglich wäre;

Ø  die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Aktiven der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, aus der seit 2001 die Abrahamswege und Abrahamsfeste erwachsen sind;

Ø  den Ideenreichtum und die Kraft, mit der seitdem ein Netzwerk gebildet wurde, das ständig gewachsen ist und immer mehr Kooperationspartner an sich zu binden wusste;

Ø  die Fähigkeit, eine sehr bunte Gemeinschaft mit unterschiedlichen Traditionen, Überzeugungen und Vorstellungen zusammenzuhalten und Vertrauen, Verständnis und Solidarität untereinander zu stärken, durch alle Schwierigkeiten und Spannungen hindurch;

Ø  die klare Ausrichtung am Gemeinwohl, wie sie in der Selbstaussage zum Ausdruck kommt: „Wir betreiben keine Schau nach innen, sondern suchen das Beste der Stadt“; d.h.: Begegnung ohne Tabus, Frieden für alle, eine Stadt ohne Rassismus. Umstrittene Themen wurden dabei nicht ausgeklammert, z.B. Moscheebau und Muezzinrufe.

Als 2010 das zehnte Abrahamsfest in Marl gefeiert wurde, hieß es im Informationsblatt: „In Marl erleben wir ein recht friedliches Klima. (…) Das friedliche Klima ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis von Arbeit und Zusammenarbeit.“ Das ist heute angesichts der gesellschaftlichen Spaltungen und Abwehrhaltungen, der Feindbilder und Klimavergiftungen besonders wichtig.
Drei Ziele haben sich die Träger der Abrahamswege auf die Fahne geschrieben: menschliche Bildung, Vielfalt der Kulturen, weltzugewandte Religionen. Was das konkret bedeutet, können die Preisträger am besten selbst beschreiben. Sie werden gleich in drei Interviews von ihren Projekten und Erfahrungen erzählen.

Nicht umsonst heißt das jährliche Highlight der Arbeit von CIAG, jüdischer Gemeinde und ihrer Kooperationspartner „Abrahamsfest“. Abraham ist die gemeinsame Identifikationsfigur, eine Art Brücken-Person. In den Heiligen Schriften aller drei monotheistischen Religionen, in der Thora, in der Bibel und im Koran, spielt Abraham oder Ibrahim eine wichtige Rolle. Er, der „Freund Gottes“, hat Gott als den Einen erkannt und Kritik geübt, wenn Menschliches wie Gott angebetet wurde. Das ist auch in unserer Gegenwart wichtig, denn die Gefahr des Götzendienstes ist nicht gebannt. Ist es nicht Götzendienst, wenn das Geld und der Markt Heilsversprechen einlösen sollen? Ist es nicht Götzendienst, wenn die politischen und wirtschaftlichen Strukturen als alternativlos und allmächtig angesehen werden und quasi Unterwerfung unter ihre Gesetze verlangt wird, koste es, was es wolle? Ist es nicht Götzendienst, wenn Menschen meinen, mit militärischer Gewalt eine heilige Herrschaft errichten zu dürfen und zu können? Nur alle Religionen gemeinsam können dagegen Widerstand leisten und der Göttlichkeit Gottes und der Menschlichkeit aller Menschen zur Achtung verhelfen.    

Dies geschieht in vielen kleinen Schritten und vielen konkreten Projekten in Marl. Für eben diese Arbeit gebührt Ihnen, der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, der Johannes-XXIII.-Preis. Sie leisten als ehrenamtlich Engagierte einen unverzichtbaren Dienst für eine friedliche Stadtgemeinschaft und Sie zeigen in der kontinuierlichen Zusammenarbeit und in den vielfältigen einzelnen Begegnungen eine Dialogbereitschaft und Menschenfreundlichkeit, die Papst Johannes XXIII. selber geübt hat und die ihn sicherlich heute von Herzen erfreuen würde. Wir sind dankbar, dass auch die Muslime und die Juden unter Ihnen den Preis angenommen haben, der den Namen eines katholischen Papstes trägt. Dass Johannes XXIII. in Istanbul 1934-1944 zur Rettung von Juden beitrug und zum Gespräch mit dem Islam auf Augenhöhe bereit war, hat sicherlich zu dieser Akzeptanz beigetragen. Sein Eintreten für die Würde aller Menschen und seine interreligiöse Offenheit haben in Ihrem Wirken, liebe Preisträger, gute Nachahmer gefunden.

Und so möchten wir nun den Preis überreichen: die Urkunde, die unsere Sprecherin Gisela Hinricher verlesen wird, und die Bronzebüste von Johannes XXIII., die Pfarrer Hartmut Dreier übergeben wird, dem Ideenstifter, Brückenbauer und Motor der Arbeitsgemeinschaft und des Trägerkreises Abrahamsweg. Ganz im Sinne des Trialogs soll der Preis allen beteiligten Gruppen gehören und möge mal an dem einen, mal an dem anderen Treffpunkt präsent sein.

 


Grußwort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anlässlich der Verleihung des Pax Christi-Papst Johannes-Preises als pdf Anhang


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Schriftliches Grußwort

von Herrn Minister Guntram Schneider

 

anlässlich der Verleihungsfeier des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises in Münster am 31. Mai 2015

 

 Anlässlich der Verleihung des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises an das  Abrahamsfest Marl übersende ich der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen meine herzlichen Glückwünsche. Gleichzeitig danke ich Pax Christi im Bistum Münster für die Würdigung des Abrahamsfestes Marl, dessen Schirmherr ich im Jahr 2013 selbst sein durfte.

In Zeiten, in denen religiöser Fanatismus, Anti-Islam-Bewegungen und Antisemitismus einen Keil zwischen die Menschen und ihre Religionen zu treiben drohen, stehen wir alle vor besonderen Herausforderungen. Deshalb darf der Gesprächsfaden zwischen den Anhängern unterschiedlicher Religionen aber auch zwischen Staat und Gesellschaft nicht abreißen, er muss vielmehr ausdauernd und sorgfältig weiter gesponnen werden.

Wir in Nordrhein-Westfalen suchen den Dialog auf allen Ebenen. Von interreligiösen und interkulturellen Projekten in den Kommunen bis hin zu bewährten und neuen Dialogformaten der Landesregierung. Deshalb sind Initiativen wie das interreligiös ausgerichtete Abrahamsfest von unschätzbarem Wert. Seit seiner Entstehung baut das Abrahamsfest Brücken zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Herkunft. Dieses Engagement ist für den sozialen Frieden von herausragender Bedeutung. Nordrhein-Westfalen war und ist ein Land der Vielfalt. Wir sind stolz darauf, dass hier Menschen aus allen Teilen der Welt eine neue Heimat gefunden haben und die Gesellschaft mitgestalten.

Das Abrahamsfest ist Ausdruck der Wertschätzung für die religiöse und interkulturelle Heterogenität, die unser Land einzigartig machen. Die Initiative leistet darüber hinaus praktische Integrationsarbeit vor Ort, auf die NRW nicht mehr verzichten kann. Dies verdient Dank und Respekt, den ich Ihnen hiermit aussprechen möchte.

Für die heutige Preisverleihung wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude und interessante Begegnungen. Möge der heutige Tag Ihnen allen als Motivation dienen, Ihre engagierte Arbeit für den interreligiösen und interkulturellen Dialog in Nordrhein-Westfalen fortzuführen.

 

 Guntram Schneider MdL

 

 

Grußwort von Sylvia Löhrmann als PDF

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Grußwort von Bürgermeister Werner Arndt, Marl als PDF

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Die 4 weiteren Ehrungen sind:

Tschelebi-Friedenspreis 2009: „…Für ihre mutige, inspirierende und  
nachhaltig friedensstiftende Leistung sind wir der CIAG Marl „zu  
Dank verpflichtet.“

Bremer Friedenspreis 2007 benennt lobend die CIAG Marl mit 22  
beispielhaften Projekten in Deutschland.

„Sukran“-Plakette – Günes Altan, Generalkonsul der Türkei in Münster/W, am  
5. März 1997: „Seit 1984 setzt sich die Christlich-Islamische  
Arbeitsgemeinschaft Marl beharrlich, wirksam, phantasievoll und  
beispielhaft für die Integration der nach Deutschland eingewanderten  
Menschen aus der Türkei/aus islamisch geprägten Kulturen ein. Die  
christlich-islamische Zusammenarbeit in Marl geschieht in religiösen,  
sozialen, kulturellen und pädagogischen Zusammenhängen. Das erregt  
Sympathie, setzt Maßstäbe und spornt andere Mehschen in anderen Orten an.“

„Goldener Hammer“ – Dr. Herbert Schnoor, Innenminister NRW im Auftrag der  
Menschenrechtsorganisationen SOS Rassismus/Aktion Courage – am 17. März  
1994: „Frieden in der Stadt ist möglich, wo Menschen beginnen, das Leben  
zu begreifen….mit Händen, den offenen Augen, einem ehrlichen Mund, einem  
wachen Ohr…mit allen Sinnen eben, die andere Menschen auszeichnen…“

Abraham Haus

CIJ-AG Marl
www.abrahamsfest-marl.de                                                                            Marl, 19 Nov. 2020

www. INTR*A:interel.de


Pressemitteilung: Das Abraham-Haus in Marl ist am Samstag, 21. November 2020 diesjähriger Preisträger von „INTR*A Projekt-Preis der Komplementarität der Religionen“ – Verleihung des Preises erfolgt in Marl im kommenden Jahr, sobald die Corona-Pandemie es möglich macht.


Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21.Nov. 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und  Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Übergabe des Preises in Marl verschoben auf bessere Zeiten. Dann hat sich auch der Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Appeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln) in Marl angesagt.

Frühere Preisträger sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“. In dieser Gesellschaft wühlen wir uns sehr wohl“, sagen Geehrte in Marl.

Wie geht das Mitmach-Projekt Abraham-Haus? Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren  mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das
gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus: Die CIAG/CIJ-AG Marl mit dem jährlichen Abrahamsfest, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath. Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Melih Fidan als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG


Trägerkooperation des Abrahamhaus in Marl

Webseite: abrahamhaus-marl.de

Standort: Karl-Liebknecht Straße 10, 45770 Marl                                       

 

Ev. Kirchenkreis Recklinghausen & Christlich-Islamische AG Marl in Kooperation mit der Integrationsagentur/Flüchtlingsreferat der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen GmbH

 

Ziele, die durch die Arbeit  erreicht werden…

 –       Begegnung in  drei speziell dafür eingerichteten und gestalteten „Erfahrungsräumen“ ermöglichen

 –       Praxisnahe Informationen über Unterschiedlichkeiten & Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Religionen

 –       Erleben einer besonderen interreligiösen Atmosphäre des Abrahamhauses in Marl

 –       Niederschwellige Zugänge zum Thema ermöglichen

 –       Impulssetzung über praktischen Umgang miteinander ins Gespräch über die Religionen zu kommen

 –       Authentische Gestaltung der Workshops durch Vertreter der drei Religionen

 –       Zielgruppenspezifische Konzipierung der Wokshops

 

Aktivitäten, die geplant sind, das Ziel zu erreichen

Das Abrahamhaus ist ein Mitmach-Projekt für Schulkinder bis zum 12. Lebensjahr und für deren neugierige Eltern und LehrerInnen, und ein offenes Haus für alle, die über Judentum, Christentum und Islam mehr erfahren möchten.

Wir – ein interdisziplinär arbeitendes Team mit Mitarbeitenden aus allen drei Religionen –    fangen an mit einer Führung von ca. 20 Minuten, sie geht durch die unterschiedlichen Räume und man lässt ihre Ästhetik, ihren Geruch, ihre Eigenart auf sich wirken.

Dabei hören wir die Geschichte von Abraham und seinen Söhnen Ismail und Isaak, von Jesus und Mohammed und betrachten genealogische Tafeln und Bilder.

Danach teilen wir uns in drei Gruppen. In den Räumen der Juden, der Christen und der Muslime wird jetzt ca. zwei Stunden gebastelt, erzählt, gekocht und gegessen (eine kleine Frühstückpause findet in den Gruppen statt!). Alle drei Gruppen betrachten dabei das gleiche Thema, so dass in der Abschlussrunde klare Vergleiche zwischen dem Verständnis der einzelnen Religionen für die gleiche Problematik angestellt werden können.

Gemeinsamkeiten entdecken – Unterschiedlichkeiten anerkennen…das zentrale Motto unserer Arbeit im Abrahamhaus 

Download this file (Flyer Abrahamhaus_über uns_1-16.pdf)   Flyer Abrahamhaus_über uns_1-16.pdf

Download this file (Schild Abrahamhaus_Kontakt_8-2016.pdf)   Schild Abrahamhaus_Kontakt_8-2016.pdf


Wichtige Auszeichnung für das Abraham-Haus 

Sehr erfreulich: Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest) wird mit dem INTR*A-Preis der Komplementarität der Religionen am SA 21. Nov. 2020 in Köln ausgezeichnet. Dieser (kompliziert klingende) Preis meint das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit für solche Haltung. In Fachkreisen in Schule und Bildung ist dieser Preis auch international sehr anerkannt. Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema wie z.B. Geburtstagfeier aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt und begriffen, wobei ehrenamtliche DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion darstellen und Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache kommt. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden das gemeinsame Thema (z.B. Geburtstag) nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht kennenlernen. SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“ – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke. Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Zum Neuen Jahr – noch eine Stimme!

Ein unbeschriebenes Blatt Papier

Ein unbeschriebenes Blatt:

Viel zu klein, um alle Ungeheuerlichkeiten in Worte zu fassen.

 

Ein unbeschriebenes Blatt:

Viel zu leicht, um der Wucht der Nachrichten zu widerstehen.

 

Ein unbeschriebenes Blatt:

Zwar klein und leicht, aber auch  bereit, die Hoffnung auf Menschlichkeit und Frieden festzuhalten.

 

Verfasser: Helmut Schöning (Bochum)

CIAG/CIJ-AG

Gebet der Religionen am SO 13.11.22

Am heutigen Volkstrauertag kamen alle Religionen in der Pauluskirche in Marl zum gemeinsamen Friedensgebet zusammen.

Aleviten, Muslime, Christen, Juden, Hindus, Bahais… alle Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinden appelierten für den Frieden auf der Welt und ein friedliches Miteinander in unserer Stadt.

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„Jom Kippur“
– 9. Tischrei 5783 – 5. Oktober 2022

Liebe Freund:innen!
In diesem Jahr nach unserer Zeitrechnung ist der Oktober ein Monat, in dem ihr viele besondere Feste begeht.
Dieser Reigen begann mit einem kräftigen Ton am Neujahrstag zu Rosch ha Schana, noch am Ende des Septembers.
Nun – wenige Tage später – folgt jetzt „Jom Kippur“, das Versöhnungsfest. So wie ihr brauchen auch wir Muslim:innen und Christ:innen immer wieder Tage des Innehaltens, Zeiten, um zurückzublicken auf Gedanken und Taten, vollbracht oder verdrängt – Tage, die Gott gehören. Zeiten, um sich mit Gott zu versöhnen!
Zeichen dieser besonderen Versöhnung dürfen wir Menschen dann spüren.
Ich denke, wir alle in unseren freundschaftlichen Verbindungen tragen immer noch die Erinnerungen an die Anschläge in Halle am 9. Oktober 2019 in uns. Die Synagoge, euer „Haus der Versammlung“ wurde angegriffen, unschuldigen Menschen auf der Straße nahm der rechtsextremistische Terrorist das Leben. Sich mit diesem Menschen zu versöhnen? Unvorstellbar?!
Aber wir untereinander!
Ihr, unsere jüdischen Freund:innen, zeigt uns Gesten der Versöhnung und der Nächstenliebe durch Besuche, freundschaftliche Einladungen, durch eine verbindende Zusammenarbeit im Abrahamhaus und in der interreligiösen Arbeitsgemeinschaft CIJAG. Ihr macht aufmerksam, dass alles, was wir wirklich zum Leben benötigen, Geschenke Gottes sind, von IHM zu uns kommen!
Wenn also „Jom Kippur“ der „Tag des Versöhnens mit Gott“ bedeutet, dann lasst uns auf die letzten Monate und Tage zurückblicken und mit Kraft und der Liebe in uns in unsere gemeinsame Zukunft blicken – in eine Zukunft des Verstehens und Gebens, des gegenseitigen Respekts und unseres Zusammenhalts.

Mit trialogischen und herzlichen Grüßen aus der CIJAG, unserer christlich-islamisch-jüdischen Arbeitsgemeinschaft

Beatrix Ries

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Aktive der CIJAG und aus Marl im Kreishaus Recklinghausen

 

Im Bild: Jens Flachmeier, Deniz Tekmen (Integrationsbeauftragter der Stadt Marl), Hartmut Dreier, Mariola Koczaronek, Erika Benner.

Am 30.9.22 nahmen 5 Aktive aus der CIJAG, aus Marl an der aktuellen, gut besuchten Jahresfachtagung „Wir im Vest – Vielfalt leben durch interkulturelle Öffnung“ im Kreishaus Recklinghausen teil. Auf dem Stand lagen Integrationskonzept Marl, Infos von der CIJAG vom 22. Abrahamsfest und Abrahamshaus und vom intercent.

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Die Internationale Frauengruppe Marl auf Bildungstour durchs südliche
Münsterland

Am Samstag, 24.9.2022 begab sich „der harte Kern“ der Internationalen
Frauengruppe Marl auf Bildungstour durch das südliche Münsterland.-Im
Schloss Lembeck führte die Schloss-Herrin persönlich und gab aus erster
Hand Einblicke in die lange und wechselvolle Geschichte dieses
bedeutenden Wasserschlosses. Auch in den Religionskriegen des 16.
Jahrhunderts bei der Niederschlagung der Wiedertäufer in Münster waren
die damaligen Lembecker Herrschaften beteiligt. – Anschliessend besuchte
die Gruppe den Ziegenhof Sondermann nahe bei Lembeck. Die Familie
ermöglichte eine Einführung in die Herstellung von Ziegenkäse; die
Gruppe wurde dort auch  köstlich und sehr preiswert  bewirtet. Unter den
Besuchenden sind etliche, die mit ihren Kenntnissen aus der Türkei, Irak
und Indien die traditionelle Ziegen-Wirtschaft mit ihren eigenen
Erinnerungen verbinden konnten. – Diese Internationale Frauengruppe Marl
trifft sich regelmäßig im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche
in Marl-Hüls und ist mit der CIJAG Christlich-Islamische-Jüdischen
Arbeitsgruppe verbunden.

gez. Almuth und Hartmut Dreier

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Muslimische Familien besuchen die Synagoge

 

Aschura: Zweimal in Marl begangen

Am SA 13.8.2022 hatten die Jüngeren Frauen der Fatih-Moschee einen Info-Stand in der Fußgängerzone

Am SO 14.8.2022 lud die Alevitische Gemeinde Marl in ihr Gemeindezentrum Bachackerstr. 90,Marl-Hamm ein.

 
Die beiden Fotos zeigen die Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Marl Aynur Özcan und die anwesenden RepräsentantInnen am gemeinsamen Tisch

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Das 22. Abrahamsfest von September bis Dezember 2022

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Zum Islamischen Opferfest vom 9. – 12.Juli 2022 kommen herzliche Glückwünsche von der CIJAG Marl Kreis Recklinghausen

 

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Großer Stand „Abrahamsfest“ beim Stadtteilfest „Markt der Möglichkeiten“ in Hüls-Süd am SO 22. Mai 2022 von 14 – 18 Uhr

Auf dem Foto: Bürgermeister Werner Arndt, Lilia Vishnevetzka mit ihrem Team, Hartmut Dreier. Foto: Jens Flachmeier

 Tausende von Menschen strömten herbei, 50 Stände boten viel Informationen, Kontakte und erfreuten alle Generationen. Dieses Fest verdankt sich  der jahrelangen hervorragenden Gemeinwesenarbeit der Sozialarbeiterin Ramona Glodschei (Diakonie im Kirchenkreis/Stadt Marl)-und ihrem Team. Der Stand Abrahamsfest stand im Zeichen der Ukraine: Geflüchtete von dort um Lilia Vishnevetzka, die schon vor 20 Jahren aus Kiew nach Marl kam und eine der SprecherInnen der CIJAG/Abrahamsfest/AbrahamHaus (hier ist Lilia die jüdische Lehrerin) ist.- Viele der in Marl lebenden Menschen aus der Ukraine, Belorus und Russland arbeiten seit Jahren im Verein Raduga e.V. und in der CIJAG/Abrahamfest/Abrahamhaus zusammen; sie  sind im Angrifsskrieg Russlands gegen die Ukraine politisch nicht verzankt sondern stehen Schulter-an-Schulter hilfreich den Menschen aus der Ukraine zur Seite.

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Reinhard Kirste 80 Jahre am 29.3.22. Dazu Gruß an ihn mit Erinnerungen an Anfänge von Hartmut Dreier

 

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In zehn erfolgreichen Jahren ein leuchtendes Kulturprogramm der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE.

 

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Fatih-Moschee Marl: nach zwei Jahren Corona-Pause Fastenbrechen „Iftar“ am DI 19.4.2022

Zum Fastenbrechen „Iftar“ hatte der Vorstand der Fatih-Moscheegemeinde mit Vorsitzendem Muhammet Catmak eingeladen. Das schmackhafte Essen hatte die Frauengruppe um Melek Catmak gekocht. Es sprachen die am Vorstandstisch versammelten Personen: Zisan Bolat und Ahmet Celik als die beiden Religionsbeauftragten, Muhammet Catmak, Bürgermeister Werner Arndt, der Landesvorsitzende von DITIB (aus Herten) , Frau Mintel von der Polizei Kreis RE, Brian Nickholz als Bundestagsabgeordneter. Im Publikum waren frühere Vorsitzende der Fatih-Moschee Yilmaz Dinckal und Salman Catmak, Imam Selcuk Ismailoglu von der Yunus Emre Moschee, SprecherInnen der CIJAG Lilia Vishnevetzka und Beatrix Ries, aus der Nachbarschaft kath. Pastor Ulrich Müller, Peter Wenzel SPD-Ratsherr, Ehepaar Dreier u.a. Vorbeter Isaac Tourgman von der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE – erkrankt – liess grüßen. Nach der zweijährigen Corona-bedingten Pause ermöglichte dieses Iftar einen sehr persönlichen Austausch zwischen allen Anwesenden.

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Raduga e.V. – Familienfest am Ostermontag 18.4.2022 in Marl-Hüls-Süd

Viele Menschen nahmen an diesem Familienfest am Ostermontag 18.4.2022 ab 12 Uhr im Nachbarschaftszentrum Hüls-Süd teil. Eingeladen hatte der Verein Raduga Marl, wo Menschen aktiv sind, die in Marl seit Anfang der 1990er Jahre ihre zweite Heimat gefunden haben und deren Wurzeln in der Ukraine, Belorussland und Russland liegen. Auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nahmen gerne teil. Natalia Koschuhowski und Elisa Kindler (die auch zur CIJAG gehören) hatten mit zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen ein buntes Programm mit Essen und Trinken, Bastelarbeiten, Tanz, Spiele im Freien und Ostereiersuchen im Gelände ringsum das Nachbarschaftszentrum. Die Corona-Regeln wurden beachtet.

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Grüße zum Pessah von der CIJAG

 

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Annemarie Schimmel wäre am 7.April 2022 100 Jahre alt geworden

Zu ihren Lebzeiten war Annemarie Schimmel wiederholt in Marl – im Rathaus und in der Fatih-Moschee sprach sie bei Abrahamsfesten. In ihren Lebenserinnerungen „Morgenland und Abendland. Mein-west-östliches Leben“ (Beck-Verlag München, 2002) erwähnt sie auch unsere Arbeit in Marl.

https://textmaterial.blogspot.com

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Muslimischer Glückwunsch zu Ostern 2022 in Marl

Bismillâhirrahmânirrahîm- Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen.
Liebe christliche Nachbar*innen und Freund*innen

Ostern ist ein bedeutendes Fest im Herzen und Alltag unserer christlichen Mitmenschen. In der Osterzeit haben sie gefastet, gebetet und sich dem barmherzigen, gütigen und anbetungswürdigen Gott mit tiefer Besinnung und Liebe zugewandt. Wie alle religiösen Feste und Feierlichkeiten ist das Osterfest ein besonderer Zeitabschnitt im Leben der christlichen Geschwister. Denn Ostern, ist das Gedenken an das letzte Abendmahl, die Kreuzigung, die Grabesruhe und die Wiederauferstehung von Jesus Christus. Es ist das Gedenken unserer christlichen Geschwister an das Leid Jesus Christus, aber auch an Widerauferstehung als Zeichen der Hoffnung und Güte Gottes.
Ähnlich ergeht es anderen Glaubensgemeinschaften. Unsere jüdischen Geschwister feiern das Pessach, ihr Freudenfest für die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei. Die Muslime bereiten sich auf den Ramadan vor, der für sie wertvoller ist als tausend Monate.

Es ist guter Brauch seit vielen Jahren in Marl, dass wir uns wechselseitig zu den großen Festen Grüße und Glückwünsche senden. Wir alle sind dankbar, dass es in Marl seit Anfang der 1980er Jahre eine gute Nachbarschaft der Abrahamitischen Religionen gibt.

Wir wünschen der gesamten christlichen Welt ein besinnliches Osterfest. Mögen die Gebete in der Osterzeit und das Osterfest viel Zuversicht, Hoffnung und Frieden bringen.

Für die CIJ-AG Melih Fidan,
– Sprecher der muslimischen Institutionen
(DITIB Marl Fatih Moschee, KUBA Moschee Marl, DITIB Yunus Emre Moschee, El Khodr Moschee Marl)

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Wir gratulieren zum Bremer Friedenspreis 2021; erwird verliehen im Mai 2022

Die CIJAG/CIAG Marl wurde im Jahr 2007 mit 22 beispielhaften Projekten lobend erwähnt.

https://dieschwelle.de/themen/artikel/friedenspreisverleihung-2019-1-791

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Wir als CIJAG gratulieren den Muslimen zum Ramadan 2022

 

Dank an Intisar Saif

 

Wir grüßen zum Ramadan und wünschen eine gesegnete Zeit

 

Sichtbares Zeichen in den Wochen gegen Rassismus

Die Verantwortlichen der drei Gotteshäuser entlang der Straße Bachackerweg in Marl-Hamm haben sich abgesprochen und beleuchten abends ihre Gebäude – gemeinsam und sichtbar.

Es sind: Fatih-Moschee – Kirche St.Barbara – Aleviten Cem-Gebäude.

Foto: privat
Foto: privat
Foto: privat

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar 2022

 

Digital fand diese Gedenkfeier am 27.Janur 2022 in Marl statt. Zusammenschnitt der beiden Teile: Mahnung der ev. und kath. Kirchen Marls und Veranstaltung der Stadt Marl.

 

Videos zum Gedenktag

https://www.youtube.com/channel/UCDGd4Ky4Sn9tQBpSVa03-1g

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Pro Corona-Opfer in Marl – ein Glockenschlag vom Kirchturm in Marl-Hüls

 

Foto: privat
Foto: privat
Fotograf: Jörg Schneider

Eine Menschenkette mit Windlichtern bildete sich zu den Glocken der Herz-Jesu-Kirche am Marktplatz in Marl-Hüls rings um die Kirche, am Montag 31. Januar 2022 um 19 Uhr. Eindrücklich läutete die tiefe Glocke vom Kirchturm – pro Coronatoten in Marl ein Schlag. Dabei wurden die mehreren Hundert Menschen so still, dass man – beinahe – eine Stecknadel fallen hören konnte.

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Mehrsprachige Informationen zum Impfen m.d.B. um Weiterleitung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die 4. Corona-Welle stellt uns weiter vor große Herausforderungen: die Impfquote ist ausbaufähig und leider kursieren auch Falschmeldungen zur COVID 19-Impfung, z.B. was Nebenwirkungen betrifft oder dass sie angeblich unfruchtbar mache. Uns haben auch Informationen aus verschiedenen Kreisen erreicht, dass Menschen nicht immer wissen, dass die Impfung kostenfrei ist.

Ich weiß, dass Sie vor Ort mit aller Kraft um Aufklärung und Information bemüht sind und möchte Ihnen dafür von Herzen danken. Um Sie bei dieser Arbeit weiter zu unterstützen, solche Falschmeldungen richtig zu stellen und Informationsdefizite zu decken, haben wir erneut mehrsprachige Informationen zum Impfen zusammengestellt, die Sie angehängt finden.

Auf der Website der Informationskampagne zur Impfung der Landesregierung finden Sie zusammengefasst, wie man sich und andere durch eine Impfung schützen und wie  man mit einer Booster-Impfung  diesen Schutz auffrischen kann. Neben Fakten und FAQs zum Thema finden Sie auch Links zu den Impfangeboten der einzelnen Städte und Kreise. Ein Video zur neuen Kampagne der Landesregierung zur Auffrischungsimpfung „Zusammenhalt Boostern. Jetzt Impfung auffrischen“ ist hier auf der Website abrufbar.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung informiert über mehrsprachige Materialien und Videos zum Thema in bis zu 23 Sprachen, die laufend erweitert und aktualisiert werden (z.B. zurzeit mit Infos zur Booster-Impfung).

Darüber hinaus finden Sie in der Anlage weitere Webseiten, Informationsgrafiken und Videos u.a. zum Ablauf des Impftermins, zur Impfung von Kindern sowie zur Gesundheit von Frauen, zur Booster-Impfung oder zur Impfforschung.

Ich möchte Sie bitten, die angefügten Informationen über Ihre Kanäle an Ihre Infrastruktur weiterzuleiten.

Denn: Impfen schützt und ist wichtig! Die Covid-19-Impfung verringert das Risiko, am Coronavirus zu erkranken und andere Personen damit anzustecken. Die Impfung ist kostenfrei. Impftermine gibt es oft auch ohne vorherige Terminvereinbarung.

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe und die wertvolle Arbeit, die Sie leisten!

Herzliche Grüße

Aslı Sevindim

 

Abteilungsleiterin Integration

 

Völklinger Straße 4, 40219 Düsseldorf

Telefon:                      0211 837 4224

Diensthandy:             0152 04 27 95 41

Email: asli.sevindim@mkffi.nrw.de

Internet: http://www.mkffi.nrw

 

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

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Gedenken an Riga – Marl erinnert an die Opfer

Medieninformation der Stadt Marl vom 03.12.2021

Gedenken an Riga: Marl erinnert an die Opfer

Vor 80 Jahren wurden jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Riga deportiert / Die Stadt erinnerte mit einer Gedenkfeier und Kranzniederlegung an die Opfer

Riga, vor 80 Jahren, am 30. November 1941: Der erste Deportationszug aus dem Deutschen Reich bringt jüdische Menschen in den Osten. Um dort „Platz“ für ihre Ankunft zu schaffen, wurden 26.000 lettische Jüdinnen und Juden des Rigaer Ghettos in Rumbula ermordet. An aller Opfer von Riga erinnerten jetzt die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck und Dechant Heiner Innig mit einer Kranzniederlegung.

Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen, Verwaltung und friedensfördernden Gruppen aus der Stadt hatten sich am Riga-Gedenktag an der Großskulptur La Tortuga eingefunden, um gemeinsam an die Opfer zu erinnern. Für den Ort des Gedenkens hatte die Stadt Marl die Großskulptur La Tortuga von Wolff Vostell ausgewählt. Die auf dem Rücken liegende Dampflokomotive symbolisiere nicht nur den Untergang der Stahlindustrie und des Bergbaus im Ruhrgebiet. Sie erinnere auch an die „unsägliche Rolle der Deutschen Reichsbahn im Zweiten Weltkrieg und die Verstrickung anderer Behörden bei der staatlich verordneten Judenvernichtung“, sagt Angelika Dornebeck. „Riga darf nie wieder sein! Mit der Gedenkfeier wollen wir ein sichtbares Zeichen setzen.“

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von Posaunist Daniel Gruber von der Musikschule Marl. Nach der Kranzniederlegung und einer Schweigeminute hielt Dechant Heiner Innig eine Rede.

Die Stadt Marl ist seit 2010 Mitglied im Deutschen Riga-Komitee. Es erinnert an das grausame Schicksal von mehr als 25.000 Menschen – darunter Menschen aus Marl – jüdischen Glaubens, die in der NS-Zeit nach Riga deportiert und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordeten wurden.


(v.l.n.r.): Dechant Heiner Innig, stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck und Daniel Gruber von der Marler Musikschule. Foto: Stadt Marl

Als stellv. Bürgermeisterin erinnert Frau Dornebeck auch an Rolf Abrahamsohn, der in Marl am 9.März 1925 geboren wurde,  Anfang 1942 ebenfalls nach Riga deportiert wurde; als Einziger seiner Familie überlebte er die Nazi-Diktatur, lebt im hohen Alter hier in Marl; Ehrenbürger im Vest Recklinghausen, Schirmherr des 16. Abrahamsfestes in 2016 zum Thema „Zuhause auf dem Planeten Erde“. Rolf Abrahamsohn lebt im hohen Alter hier in der Nähe.

 Dechant Heiner Innig sprach das Totengebet von Georg Kafka.

Georg Kafka

Totengebet

Sieh, Herr, die Toten kommen zu Dir.

Die wir geliebt, sind allein

und sehr weit

Nun müssen wir ihre Münder sein und beten zu Dir,

Du Ewigkeit.

 

Nimm ihr müdes Herz in die gütige Hand.

Da wird es still.

Eine Schwalbe, die ihre Heimat fand

und schlafen will.

 

Auf ihre Augen, die müde vom Licht

Lege Dein Kleid,

daß sie träumen von Deinem Angesicht,

Du Dunkelheit.

Und ihre Hände, die immer bereit,

Dein Werk zu tun,

oh Gott, Du ewige Erntezeit,

laß sie ruh´n.

 

Wir aber leben und dürfen nicht

die Tage versäumen.

Wir tragen geduldig das schwere Gewicht

Zu Deinen Träumen.

 

Oh Herr, die Lebenden kommen zu Dir.

Die wir geliebt, sind allein.

Wir finden sie nicht.

Du aber wirst die Erleuchtung sein.

Du Licht.

(Georg Kafka, verwandt mit Franz Kafka, wurde am 15.2.21 in Teplice – damalige Tschechowslowakei – geboren. Wirkte in Prag, dichtete in deutscher Sprache. KZs Theresienstadt –KZ  Auschwitz (wohin er seine Mutter begleitete, die dort ermordet wurde) – KZ Sachsenhausen/Außenlager Schwarzheide, dort als Zwangsarbeiter Ende 1944 ermordet.)

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Fünf junge Menschen sind aktiv – mit dem Konzert von Aeham Ahmad fing alles an.

Fünf junge Leute aus drei Religionen setzen sich für Toleranz ein

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Lichter im Advent und Lichter für Chanukka!

Am Samstagabend, dem 28.11.21, hat für unsere jüdischen Nachbarn auch das Lichterfest „Chanukka“ begonnen. Es dauert 8 Tage und endet am Abend des 6.Dezember 21. Die Juden erinnern sich dabei an den erfolgreichen Aufstand der makkabäischen Juden gegen die hellenistische Fremdherrschaft im damaligen Israel. Nach unserer Zeitrechung war das im Jahr 164 v Chr.. Im Mittelpunkt steht das Lichtwunder, dass sich im Rahmen der Einweihung des neuen Tempels ereignet haben soll. Ein einziger Krug mit Lampenöl hat statt nur 1 Tag den Tempelleuchter 8 Tage am Leuchten gehalten. So wird jeden Tag 1 Kerze mehr am Chanukkaleuchter angezündet. Wenn heutige Juden nach dem Wunder von damals befragt werden, dann antworten sie auch: „Chanukka verdeutlicht den Menschen, dass nicht Kriege und Aggressionen die Menschen retten, sondern einzig und allein der Glaube an Jahwe, an Gott, der stärker ist als alle Waffen – und damit verbunden der Glaube an den Zusammenhalt der Menschen und die Liebe. Die damalige Rettung, verbunden mit der Einweihung des neuen Tempels wird in jedem Jahr fröhlich gefeiert.

So kann man auch als Christ*in oder Angehörige*r einer anderen Religion einem jüdischen Mitbürger, einer jüdischen Mitbürgerin „Ein gesegnetes Chanukka“ oder eben „Ein fröhliches Chanukka“ wünschen.


Verantwortlich für den Text

Beatrix Ries

(Öffentlichkeitsarbeit der CIJAG)

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Mahnwache gegen menschlich unwürdige Unterbringung von Geflüchteten in ZUE – auch in Marl

 

Foto: Privat

Mindestens 30 Personen versammelten sich am Samstag vor dem 1. Advent auf dem Creiler Platz an der Skulptur von Carl Fredrik Reutersward „Non Violence“ zur „Mahnwache  gegen die erbärmliche und menschlich unwürdige Unterbringund von Geflüchteten auch in Marl“. Das ist wenig bekannt: Im ehemaligen Gesundheitsamt im Gebäude Ecke Wiesenstrasse/Lehmbecker Pfad gibt es hinter einem hohen Eisenzaun, streng kontrolliert die ZUE (=“Zentrale Unterbrinungseinrichtung“). Das Haus für maximal 250 Menschen ist fast voll belegt: Derzeit sind hier „eingesperrt“ 230 Menschen, in 5-und 6-Bett-Zimmern, die sie nicht abschliessen können. In Corona-Zeit droht hier immer wieder ein Hot-Spot. Ehrenamtliche Hilfsbereite aus Marl, von denen bei dieser Mahnwache etliche anwesend waren, berichten, dass ihnen der Zugang und Besuche bei den Geflüchteten verwehrt sind. Etliche kritische Gespräche bis hin zur Regierungspräsidentin in Münster sind ohne Folgen geblieben. Nun will auch solche Mahnwache die Öffentlichkeit informieren und Druck aufbauen, damit das schnell verwirklicht wird, was im Koalitionsvertrag der kommenden Ampel-Koalition vereinbart ist, dass solche Einrichtungen (bundesweit „Ankerzentren“ genannt) abgeschafft werden sollen. Die erste dieser Mahnwachen war Ende Oktober am Rathaus Recklinghausen. Die nächste nach dieser in Marl ist für Samsag, 29.Januar 2022 in Herten geplant. Veranstalter in Marl waren: der Asylkreis Haltern, Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe in Marl, das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt Haltern, die Marler Wege zum Frieden, die Wählergemeinschaft Die Grünen Marl.

Unübersehbar sind bei solcher Mahnwache rote Gartenklappstühle mit weißen Info-Zetteln wie:“Unsere Kinder dürfen nicht in die Schule und nicht in den Kindergarten“ – „Ich habe keine Privatsphäre. Mein Zimmer ist nicht abschliessbar“ – „Meine Kinder und ich haben Angst vor Abschiebung  Tag und Nacht.“ – „Ich trage alles Wichtige an meinem Körper – Mein Zimmer ist nicht abschließbar“ – „Ich muss mit fremden Menschen in einem Zimmer schlafen trotz Corona“ usw.

gez. Hartmut Dreier

 

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Interreligiöser Dialog


Medienhaus Bauer/Marler Zeitung

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Liebe Freund*innen des Versöhnungsbundes,

in diesem Newsletter möchten wir einerseits einige Versöhnungsbund-Termine bekannt machen und andererseits auf interessante Nachklänge von Aktivitäten hinweisen.

Wer noch mehr Aktuelles aus dem VB mitbekommen möchte, kann Neuigkeiten jeweils hier nachlesen: https://www.versoehnungsbund.de/publik/neues-aus-dem-vb  Unser Rundbrief-Redakteur Rudi Mehl stellt (gut bebilderte) eingehende Artikel neuerdings auch auf die Homepage. Dadurch können jetzt noch mehr Aktivitäten aus den Gruppen des Versöhnungsbundes sichtbar gemacht und Erkenntnisse zur Verfügung gestellt werden. Wer hier noch Ergänzungen hat, kann uns immer gern eine Email schreiben!

Herzliche Friedensgrüße aus Geschäftsstelle, Vorstandsteam und den verschiedenen Kommissionen und Gruppen des Versöhnungsbundes!

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Das Abrahamsfest in Marl – Warum? Seit wann?  Jürgen Klute befragt Hartmut Dreier im ruhrpott-podcast (4.11.2021)

21 Jahre Abrahamsfest Marl

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Berichterstattung vom Friedensgebet der Religionen.

Mit freundlicher Genehmigung vom Medienhaus Bauer/Marler Zeitung.

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Mahnwache gegen die ZUEs, wo u.a. in NRW Flüchtlinge untergebracht sind

Fotos von der Mahnwache am 30.10.21 am Rathaus Recklinghausen zur unmenschlichen Situation der ZUE als „Lager“ der Geflüchteten.

Fotos: Gerburgis Sommer

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Tag der Offenen Moschee in Marl – Fatih-Moschee mit Erinnerungen.

Es war das erste Mal, dass ein Bundespräsident in Deutschland eine Moschee besuchte. Johannes Rau am 17.12.2001 – in Verbindung mit dem damaligen 1. Abrahamsfest geschah es. Die großen Medien berichteten damals relativ knapp, weil der Reporter von dpa damals zu spät aufgestanden war und den Termin einfach gestrichen hatte. Das erfuhren wir hinterher aus dem Bundespräsidialamt, wo auch Verärgerung herrschte.

Schon Bundespräsident Johannes Rau hat die Fatih-Gemeinde besucht (marler-zeitung.de)

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Kabul, Stadt im Wind – Originalfassung mit Untertiteln

Quelle: Abdul-Ahmad Rashid

Zum Video bitte auf den folgenden Link klicken: https://lnkd.in/eGVwA3gM

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Geschichten und Gesichter der Integration – Interviews mit Akteurinnen und Akteuren seit 1975 bis heute

Seit 3 Jahren interviewt Melih Fidan Menschen in Marl, die in verschiedenen Zeiten sich um friedliche Beziehungen und gute Nachbarschaft in Marl engagiert haben. Hier am 19.2.2021 mit Gerd Schilling, lange Jahre ev. Pastor in der damaligen Luther-Gemeinde in Marl-Hamm.Melih Fidan ist Student der Islamwissenschaft und Geschichte an der Uni Münster, er lebt und ist aufgewachsen in Marl-Hamm und hat die Regie im Projekt Ältere erzählen/Jüngere fragen – zu Erfahrungen in Marl, im Rahmen des jährlichen Abrahamsfestes. Auch ist er einer der drei Abrahamitischen SprecherInnen: Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Melih Fidan.

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Auschwitz Gedenken am 27.Januar 2021

Hier als PDF:

Stimmen zum Auschwitz-Gedenktag 27.01.2021

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CIJ-AG Marl
www.abrahamsfest-marl.de                                                                            Marl, 19 Nov. 2020

www. INTR*A:interel.de


Pressemitteilung: Das Abraham-Haus in Marl ist am Samstag, 21. November 2020 diesjähriger Preisträger von „INTR*A Projekt-Preis der Komplementarität der Religionen“ – Verleihung des Preises erfolgt in Marl im kommenden Jahr, sobald die Corona-Pandemie es möglich macht.


Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21.Nov. 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und  Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Übergabe des Preises in Marl verschoben auf bessere Zeiten. Dann hat sich auch der Vorstand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Appeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln) in Marl angesagt.

Frühere Preisträger sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“. In dieser Gesellschaft wühlen wir uns sehr wohl“, sagen Geehrte in Marl.

Wie geht das Mitmach-Projekt Abraham-Haus? Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren  mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das
gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.

Kooperationspartner vom Abraham-Haus: Die CIAG/CIJ-AG Marl mit dem jährlichen Abrahamsfest, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath. Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.

Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Melih Fidan als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG


Sonntag, 15. November 2020: Stille Kundgebungen zum Frieden, zur Warnung vor Krieg

  

  


Es ist in Marl seit ca 45 Jahren Tradition: am Bonhofferdenkmal in der
Nähe vom Rathaus Marl wird der sog. Volkstrauertag begangen als
Friedens-Sonntag. In diesem Jahr mit Corona war „stilles Gedenken“
angesagt. Bürgermeister Arndt legte um 12 Uhr einen Kranz nieder. Vorher
hatten andere den Ort aufgesucht, u.a CIJ-AG/Abrahamsfest.


Wer Vergleiche sieht, begreift mehr: Einwanderung ins Ruhrgebiet damals und heute.

Begleittext zu den Podcasts der Historikerin Angelika Müller vom Juli und August 2020, aufgenommen vom evangelischen Theologen und ehemaligen Europapolitiker Jürgen Klute in seinem ruhrpott-podcast:

Podcast 1 zur Arbeitsmigration der Masuren ins Ruhrgebiet im 19./20. Jh. als Beispiel europäischer Migrationsgeschichte (38 min):

Es geht um die Notwendigkeit daran zu erinnern, dass das Ruhrgebiet als Gesellschaft ein Ergebnis von ständiger Zuwanderung war und ist. Das Interview geht der Frage nach, warum Millionen von Nachkommen der stärksten Zuwanderungsgruppe, der evangelisch-lutherischen Masuren von 1875 – 1945 aus dem Süden und Südosten Ostpreußens (im heutigen Polen) ihre Familiengeschichte nicht kennen oder sie gar leugnen.

https://ruhrpott-podcast.de/kennen-sie-den-bedeutendsten-masurischen-fussballclub

Podcast 2 zur psycho-sozialen Bedeutung von Religion für Migranten (50 min):

Das Interview erklärt das Grundbedürfnis von innerer Beheimatung in einer Gruppe von Wesensgleichen, von Kettenwanderungen und Niederlassung möglichst nach Konfessionsangehörigkeit. Ob Bibel, Gesangbuch oder Koran, heilige Schriften werden zu Objekten des Festhaltens im doppelten Wortsinn und der persönliche Glaube zum transportablen Identifikationsmerkmal. Am Beispiel der Gläubigen in evangelischen Gebetsvereinen und türkischen Moscheevereinen im Ruhrgebiet werden sozialgeschichtliche Bedingungen und Parallelen von religiösen Laienorganisationen geschildert.

https://ruhrpott-podcast.de/vom-evangelischen-gebetsverein-zum-moscheeverein

 

Weiteres zu diesen Themen findet sich auf der Website von Angelika Müller:

 

Angelika Müller M.A.

Historikerin

Guido-Heiland-Straße 7

45768 Marl

Tel.     02365/16769

Mobil: 0177/4006766

e-mail:   angelika.mueller59@t-online.de

website: www.angelika-mueller.com


  

CIJ-AG Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                              3.9.2020

Pressebericht:

Die Internationale Frauengruppe, die sich regelmäßig einmal im Monat im Ev. Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche, Römerstr. 59, Marl-Hüls trifft, besuchte am 3.9.20 den Schulbauernhof Recklinghausen. Die Teilnehmerinnen und einige sie begleitende Männer erlebten es als eine wunderbare Gelegenheit, die reiche Vielfalt des schönen Gartens, der Tiere, die phantasievollen Spielmöglichkeiten für Kinder – z.B.im frühen Kleinkindalter – kennen zu lernen.

Die herzlichen Gastgeberinnen vermittelten das Lebenswerk einer guten Gruppe, die mit hohem Engagement, viel Herzblut und mit deutlichem know-how  diese großartige Einrichtung allen Generationen anbietet.  Der Schulbauernhof Recklinghausen ist ein Glanzstück für ökologische und naturnahe Bildungsarbeit, die von unten gewachsen ist durch überzeugte und überzeugende Menschen.

Trotz Regen war es ein gutes lohnendes Erlebnis. Die Gruppe unternimmt gerne als Jahresausflüge solche Exkursionen in die Region.

Die Gruppe ist mit der CIJ-AG verbunden.

Gez. Almuth Dreier


Erlebnisse und Erfahrungen mit Bernhard Weinmann: Initiator des Antirassismustages der Marler Schulen, Aktivist in der Erdbebennot in Adapazari/Türkei, „Chamäleon-Lehrer“ der Martin Luther King Schule

Download this file (CIAG - 2019 - 12 - fertig Bernhard Weinmann Erfahrungen.pdf) CIAG – 2019 – 12 – fertig Bernhard Weinmann Erfahrungen.pdf

„Gedenktag im November 2019“ – Doppelt so viele Menschen wie früher auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. November 2019 mittags.

 

Doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren versammelten sich auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. Nov. 2019 mittags. Schon wenige Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur fingen die Überlebenden des Holocaust mit solch einer Gedenkfeier in Recklinghausen an, jeweils am ersten Sonntag im November. Gedacht wird der nach Riga verschleppten und ermordeten jüdischen Gemeindemitglieder und BürgerInnen der Stadt und des Kreises Recklinghausen. Denn am 3. November 1943 wurden 3.000 Juden in Riga ermordet, darunter die letzten 300 Kinder. Sie alle waren aus dem Kreis Recklinghausen, Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen nach Riga deportiert.

 

In diesem Jahr sprachen u.a. Landrat Cay Süberkrüb, der Ruhrfestspielintendant Olaf Kröck, der letzte Überlebende und Ehrenbürger des Kreises Recklinghausen Rolf Abrahamsohn (er war auch Schirmherr vom 16. Abrahamsfest Marl). Es wirkten mit SchülerInnen des Hittorf-Gymnasiums Recklinghausen, Dr. Mark Gutkin als Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen und Isaak Tourgman als deren Vorbeter und Kantor. Das ganze wurde moderiert von Jörn Tüffers, Lokaredakteur der Recklinghäuser Zeitung.

 

Die CIAG Marl – zusammen mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE Veranstalter des jährlichen Abrahamsfestes – hatte in den Mdien mit dazu aufgerufen. „Dieser Tag gehört längst zu den festen Terminen unseres Abrahamitischen und demokratischen Wirkens“, sagte einer Verantwortlichen.

 

gez. Hartmut Dreier

 


CIAG Marl – Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl

www.ciag-marl.de                                                                                                            16.11.2019

 

Bericht: Frauen mit vielen Herkunftskulturen gemeinsam – unterwegs zur Turner-Ausstellung und zu den Werkstätten in Karthaus/Münsterland

 

Die reizvollen Geheimnisse im Münsterland und in Münster ziehen jedes Jahr die Internationale Frauengruppe Marl an, die mit der CIAG Marl seit Anfang an verbunden sind und sich regelmäßig im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche Marl-Hüls trifft.

In diesem Jahr ging es ins Landesmuseum Münster/W. Zwei Tage nach der in den Medien gerühmten Ausstellungseröffnung „Turner – Horror and Delight“ war diese Turner-Ausstellung das erste Ziel. Turners Bilder kamen eindringlich an, in ihrer Farbigkeit und Dynamik, im ihrem schrittweisen Übergang von Romantik zum Impressionismus der Moderne. Anschließend ging es weiter zu den Werkstättten Karthaus bei Dülmen. Was Menschen mit Behinderungen schaffen, wurde hier bewundert. Ebenfalls genossen die Reisenden im dortigen Restaurant Kaffee, Tee und Kuchen.

Gez. Almuth Dreier


Bei einem früheren Abrahamsfest sprach Paul Oestreicher  – sein aktueller Aufruf gegen Hass erreicht uns soeben.

 

Meininger Tageblatt

 

WORTE ZUR LANDTAGSWAHL von Pfarrer Paul Oestreicher, Ehrenbürger Meiningens

 

In meinem Geburtsjahr 1931 befand sich die Weimarer Republik in einer schweren Krise. Die Demokratie war in tödlicher Gefahr. Thüringen, das Land meiner Geburt, war ein bedeutendes Exerzierfeld für die aufstrebende Nazi Partei. Im Thüringer Landtag erklomm Hitlers Folgsmann Wilhelm Frick als erster Nazi einen Ministerposten. Es dauerte nicht lang bis, im Jahr1933, the Partei alle Macht an sich riss. Sieg Heil hallte es durch die deutschen Länder.

Im bürgerlichen Meiningen feierten viele die Geburt der neuen Ordnung. Nun konnte endlich und uneingeschränkt das Vaterland bejubelt werden. Man hatte einen glaubhaften Führer. Er hatte seine Pläne verkündet: Deutschland, Großdeutschland über alles. Auch die Mehrzahl der Thüringer Christen sahen in ihm ein Gottesgeschenk. Der Übermut war berauschend. Und dann?

Ende des Traumes:  Leichen über Leichen, millionenfach. Deutschland ein Trümmerfeld. Man sprach vom Jahr Null. 14 millionen Deutsche auf der Flucht.

Und heute? All das liegt weit, weit zurück, ist für viele in Vergessenheit geraten. Ich, der einst mit meiner Familie von diesem Deutschland flüchten musste, finde mich benötigt in England, meiner Wahlheimat, die Menschen an diese deutsche Geschichte zu erinnern, denn auch hier in England  ist die Demokratie schwer bedroht. Man spürt den Haß in der luft. Zu viele Europäer, alte und junge, wollen nicht daran erinnert werden, wohin Nationalismus, Fremdenhaß und Populismus führen können.

All das gilt heute für Meiningen, für Thüringen, für die Landtagswahl in diesem Monat. Als Ehrenmeininger frage ich meine Mitbürger: Erkennt ihr die Zeichen der Zeit? Heute wie damals müßt ihr euch fragen lassen, habt ihr den Mut,und den Willen, ohne uns zu sagen zu jedem Anzeichen von Rassismus. Wer zum Unrecht schweigt, macht sich schuldig. Jeder deutsche Muslim, jeder deutsche Jude braucht und verdient unsere Solidarität.

Und die AfD Wähler? Streitet euch mit ihnen, verachtet sie nicht. Versucht sie zu überzeugen. Mischt euch ein in die Politik. Werdet politischer. Praktiziert Demokratie. Haßt niemanden, auch nicht die wirklichen Nazis. Vermehrt die Liebe zu Freund und Feind. Die Mitmenschlichkeit kennt keine Grenzen.


Weltkindertag 20.Sept. 2019 – Präsentation der Festschrift „25 Jahre Begegnungsfest zum Anti-Rassismustag in Marl“.- Ehrung der Preisträger im Luftballonwettbewerb.

Fotograf: Konrad Pesch (Alle Fotos im Fotoalbum oder auf das Bild Klicken)

Die CIAG Marl hat vor 25 Jahren das jährliche Begegnungsfest zum Antirassismustag der UNO (21.März) mit gestartet.Träger sind seitdem: die Stadt Marl, CIAG Marl, alle Schulen in Marl, Weltzentrum Marl. Es nehmen jeweils an einem Projekttag aus allen Schulen am Ort 12-jährige SchülerInnen teil; sie treffen sich in der Martin Luther King Schule, ca 300 an der Zahl, dazu circa 60 ehrenamtliche AG-Leiterinnen. Gestartet wurde dieses Projekt vor 25 Jahren von Bernhard Weinmann (Lehrer an der Martin Luther King Schule, Akteur in der CIAG Marl u.a.) Nach einigen Jahren übernahmen Klaus-Dieter Hein und Johanna Pesch die Regie, bis heute. In den vielen Jahren entstanden auf Initiaitve von Hannelore Kintzel auch zahlreiche Wandtücher, die bunt zum Thema des jeweiligen Begegnungsfestes zum Antirassismustag gestaltet werden. Am Weltkindertag 20.Sept. 2019 wurden auch PreisträgerInnen vom Luftballonwettbewerb geehrt, die weitesten Ballons waren bis kurz vor Groningen geflogen. Die Fotos dokumentieren diese Präsentation der Festschrift und die Luftballon-Ehrung. Ort: vor dem Weltzentrum Marl im Marler STERN.

 


Von Aktiven in unseren Reihen: Melih Fidan

Quelle: Medienhaus Bauer/Marler Zeitung

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Rede am 6. September 2019

Unsere Rede bei der Veranstaltung „Wir sind mehr“ am Rathaus Marl am Freitag, 6. Sept. 2019. Mit ca 15 weiteren Organisationen war die CIAG Mitveranstalterin. Beatrix Ries als eine der 3 Sprecherinnnen der CIAG/Abrahamsfest Marl trug Teile der hier dokumentierten Rede vor: 

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Räume der Stille für Christen und Muslime in der Paracelsusklinik Marl des Klinikums Vest in der Trägerschaft der Knappschaft

Die CIAG Marl hat seit Jahren das Thema interreligiöse Seelsorge auf dem Bildschirm und hat in der Paracelsusklinik Marl vorbildliche Kooperationspartner in der Geschäftsführung/Leitung dieses Krankenhauses. 
 
Fotos und Texte: Norbert Vongehr/Thomas Wallrad, Gabriele Ibing/Barbi Kohlhage. 
 

Kapelle der Paracelsus-Klinik erstrahlt in neuem Glanz – Raum für Ruhe und Besinnung das ganze Jahr und jeden Tag …

Das Klinikum Vest hat in den vergangenen 6 Wochen an seinem Standort in Marl in der Kapelle der Paracelsus-Klinik umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Zu Weihnachten 2018 können somit in der Kapelle wieder die ersten Gottesdienste gefeiert werden. Die Kapelle ist sehr schön geworden. Alles wurde neu gestrichen, das Mobiliar wurde aufgearbeitet, die Beleuchtung neu installiert, die Lüftungsanlage erweitert und ein neuer Bodenbelag verlegt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Farben und Formen harmonieren auch mit den Glasfenstern, die der Künstler Georg Meistermann, der als bekanntester Glasmaler des 20. Jahrhunderts gilt, für die Kapelle der Klinik geschaffen hat.

Jeden Tag ist die Kapelle geöffnet – für Patienten, Mitarbeiter und Besucher – sie lädt ein zur Ruhe und Besinnung. Auch die aufgestellte Krippe trägt dazu bei. Frau Kohlhage, evangelische Krankenhausseelsorgerin und Frau Ibing, katholische Krankenhausseelsorgerin freuen sich sehr, Patienten und Besucher wieder in diesen besonderen Raum zu Gottesdiensten einladen zu können. Zu Weihnachten 2018 wird am Heiligen Abend um 15.30 Uhr ein evangelischer Gottesdienst stattfinden und am 1. Weihnachtstag um 10.00 Uhr eine katholische Eucharistiefeier. Am 17. Januar 2019 wird auch wieder der ökumenische Gedenkgottesdienst für Verstorbene in der Kapelle stattfinden.

Das Klinikum Vest ist ein weltanschaulich offenes Krankenhaus. Auch ist der Klinik sehr daran gelegen, dass die dort betreuten Patienten ihrer Religion und Spiritualität gemäß Rückzugsmöglichkeiten finden. „Das gehört zum Gesundwerden dazu“, sagt Herr Vongehr, Krankenhausleiter der Paracelsus-Klinik und stellvertretender Geschäftsführer des Klinikum Vest. Er hat sich nicht nur für die Renovierung der Kapelle als Raum für die Christen eingesetzt, sondern auch für die Neugestaltung der Gebetsräume für muslimische Frauen und Männer, die die Paracelsus-Klinik bereitstellt. Zudem wurden in diesem Jahr rund um den See im Klinikpark zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, um zur Ruhe kommen zu können.

Herzlich lädt die Paracelsus-Klinik Marl also in den nächsten Tagen dazu ein, sich die renovierte Kapelle in weihnachtlicher Atmosphäre anzuschauen und zur Besinnung zu kommen.

 
Die Paracelsusklini hat Anfang diesen Jahres 2018 die Renovierung des Muslimischen Gebets-Raumes (Foto unten: Teppich, Raumteiler, Anstrich, Möblierung) getragen; die künstlerische Gestaltung (Bilder und Wandmalerei) wurde von den Moscheevereinen selber finanziert und ausgeführt – die Bilder sind kurz vor dem diesjährigen „Marler Öl-Ringen-Volksfest“ entstanden – seitens der Muslime sind hierbei seit Jahren engagiert: Nazife Güner und Ali Özbay (beide gehören auch zum SprecherInnen-Kreis der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl).
Die christliche Kapelle dieses Krankenhauses wurde soeben mit Mitteln und Fachkräften der Paracelsusklinik renoviert.
Auf einem Foto sieht man Handwerker und Verantwortliche der Klinik.
 

…Auszug aus der Patienteninformationsmappe der Paracelsus-Klinik Marl …

Die Kapelle der Paracelsus-Klinik

In der Kapelle finden Sie zu jeder Zeit einen Ort der Ruhe und des Gebets.

Die Kapelle befindet sich im Erdgeschoß (Eingang gegenüber dem Haupteingang).

Gottesdienste

jeden Sonntag um 09.00 Uhr

Evangelischer Gottesdienst

jeden Sonntag um 10.00 Uhr

Katholische Eucharistiefeier 

 

Für unsere Patient/Innen muslimischen Glaubens

 

steht in der 1. Etage im Ambulanztrakt 24 Stunden täglich jeweils ein

Gebetsraum für Männer (links) und Frauen (rechts) zur Verfügung.

   

 


„Alte Freunde treffen sich“.

Auf dem Bild u.a. Mustafa Aktas, früher Imam in der Fatih-Moschee in Marl, lebt jetzt in Osnabrück und wirkt in der Buchhandlung in Münster/W, Bremer Platz 48 – 58.

  

  

 


„Der Neubau der Yunus Emre Moschee ist dringlich“. Unter dieser Überschrift veröffentlich die Marler Zeitung am 3.9.2018 leicht gekürzt den Leserbrief von Hartmut Dreier vom 1.9.2018. Zusammenhang: Die AfD in Marl sammelt in Marl Unterschriften gegen die geplante und im Stadtrat beschlossene neue Moschee Yunus Emre im Stadtteil 
Marl-Brassert.

Als Mitbegründer der CIAG Marl schreibt H.D. am 1.9.2018: 

Hartmut Dreier, ev.Pfarrer i.R. Mitbegründer der CIAG Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl Schumannstr. 6, 45772 Marl                                                                       1.9.2018

Leserbrief

Moscheebau der Yunus Emre Moschee – muss sein.

Die MZ hat nun schon zweimal kurz hintereinander den Gegnern des Moscheebaus Platz gegeben, nachdem die MZ in früheren Monaten regelmäßig über den Fortgang der Planungen sachlich informiert hatte.  Ich mache auf folgende Sachverhalte aufmerksam:

  1. Das Vorhaben: Seit mindestens fünfzehn Jahren bemüht sich die muslimische Gemeinde Yunus Emre um einen Neubau als Ersatz für den jetzigen Standort an der Ecke Sickingmühlerstrasse/ Haardstrasse. Die künftige Moschee wird ca 200 m entfernt vom jetzigen Standort an der Sickingmühlerstrasse liegen. Das Verkehrsaufkommen wird nicht anders sein als bisher.  Ohne den durch Seveso III bedingten allgemeinen Baugenehmigungs- stopp in Marl wäre der Neubau der Moschee fertig. Der jetzige Standort war von Anfang an behelfsmäßig. Der Neubau ist dringlich. Die Architektur ist interessant: ein Mix von Tradition und Moderne. Der Neubau wird aus Spenden finanziert und aus dem Verkauf des jetzigen Gebäudes. Die Gemeinde verzichtet auf den Azanruf vom Minarett. Das alles ist seit Jahren geplant, entwickelt und auch in der Presse vorgestellt.
  2. Lange Planung in Politik und Verwaltung: Seit Jahren hat ein Beirat die gesamte Planung begleitet. Die politischen Fraktionen im Rat sind informiert und haben – dank des umsichtigen Vorgehens von Bürgermeister Arndt – fast einvernehmlich das Neu- und Ersatzbauvorhaben gut geheißen. Im Beirat sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten und am Tisch. Dort wird offen über alles diskutiert mit guten gemeinsamen Ergebnissen.
  3. Das Profil der Gemeinde: Die Yunus Emre Moschee betreibt seit Jahren eine sehr gute Arbeit und kümmert sich um gute Nachbarschaft in Brassert. Das jährliche Gemeindefest im Frühsommer auf dem Platz Sickingmühlerstr/Haardstr ist sehr beliebt. Die Yunus Emre Moschee ist seit Beginn in 1984 aktiv in der CIAG Marl = Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl. Sie sind verlässlich. Sie haben dazu beigetragen, dass Marl auch bundesweit und in anderen Ländern einen guten Ruf hat für Toleranz, Fairness, Miteinander der Religionen, gute Nachbarschaftlichkeit und besondere Ereignisse wie das jährliche Abrahamsfest. Die Yunus Emre Moschee hat engagierte Jugendliche und Studierende, die in den vergangenen zwei Jahren beachtliche Dokumentarfilme gemacht haben, wo sie ältere Gemeindeglieder über ihre Erfahrungen befragen. Man muss sich diese Filme einmal ansehen, wie die Älteren den Jüngeren seit 3 Generationen ins Stammbuch geschrieben haben: „Strengt euch hier in Marl an!“, „Bildung ist enorm wichtig“. „Verbindet den Glauben an Gott mit Liebe zu den Nachbarn“. Die Jüngeren sind darauf ebenso stolz wie ihre Eltern und Großeltern. Ihr Fazit als Jüngere und Ältere : „Marl ist unsere Heimat!“
  4. DITIB: Die Yunus Emre Gemeinde gehört zum Dachverband DITIB. Was hier in Marl in der Gemeinde gelehrt, gebetet und bedacht wird, wird hier am Ort geklärt und entschieden, wie das auch in christlichen Gemeinden innerhalb der beiden großen Kirchen  der Fall ist. Die Yunus Emre Moschee ist im Rahmen von DITIB eigenständig und ihren Gemeindegliedern verantwortlich. Der derzeitige Hodscha Yusuf Genctürk kommt aus der Türkei und bekommt sein Gehalt von dort. Außer diesem redlichen Hodscha arbeitet seit 2 Jahren in der Yunus Emre Moschee die muslimische Theologin Dilek Pürcek, die in Bielefeld groß geworden ist, islamische Theologie in Ankara studiert hat und zuständig ist für Kinder- Jugend und Frauenbildung. Sie denkt ähnlich eigenständig wie ich als christlicher Theologe!

Was aus dem Dachverband DITIB in Köln in 20 Jahren – sagen wir: in 2040 – geworden sein wird, dazu wage ich aufgrund meiner Kenntnisse und meines Überblicks seit über 35 Jahren folgende Prognose: Im Rahmen der „Islamkonferenz Deutschland“ und des Föderalismus in den Bundesländern wird es zu Verträgen kommen, die die Finanzierung und Ausbildung der Hauptamtlichen neu regeln: Im Sinne der Religionsfreiheit und des Grundgesetzes muss im Jahre 2040 der Islam in Deutschland eine eigene finanzielle Basis haben (eine Art Moschee-Steuer der steuerlich veranlagten Muslime im Land). Die Theologen werden hier an Universitäten studieren, ausgebildet und von hier aus bezahlt werden. Wie es schon jetzt endlich islamische ReligionslehrerInnen gibt, die an deutschen Universitäten ausgebildet sind und wie andere Lehrkräfte in Deutschland bezahlt werden. Die Grundstücke und Gebäude werden schon jetzt hier am Ort finanziert und  verwaltet,  und sie werden eines Tages einem völlig andersartigen Dachverband als dem jetzigen angehören, sagen wir: zu „DITIB 2040“ werden sie gehören, DITIB bezieht sich dann voll und ganz auf die Bundesrepublik Deutschland. (Erst 1985 hat sich die Ev. Kirche in Deutschland zur freiheitlichen Demokratie bekannt).

Diese derzeitige künstliche Aufregung ist fehl am Platz, man sollte zur Tagesordnung übergehen – auch in der Presse. Marl hat genügend wirkliche Probleme, aber wirklich keinen Bedarf an Religionskriegen. Finger weg von diesen  Unterschriftslisten! Niemand sollte sich manipulieren lassen! Es riecht nach Vor-Wahlkampf.


Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen.

Die Verantwortlichen der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl haben im Juni2018 beschlossen:

Ein dreiköpfiges interreligiöses Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen. Fortgesetzt wird natürlich die Gemeinsame Verantwortung, die freie Breite der Initiativen der einzelnen und der beteiligten Gruppierungen,  die Koordination in monatlichen Plenumstreffen und vierteljährlichen Steuerungsgruppen-Treffen.

Das ganze wird ehrenamtlich organisiert. In den vergangenen Jahren repräsentierte Jens Flachmeier das ganze (CIAG/Abrahamsfest)  nach außen. Seit dem 1. Juli 2018 repräsentieren das ganze nach außen: drei Frauen aus den drei Religionen: Beatrix Ries, Intisar Saif und ein Platz ist noch  reserviert für jemand in Verbindung mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen. Allen wird herzlich gedankt: Jens Flachmeier für seine bisherige Aktivität und den Neuen für ihre künftige Aktivität. Alle genannten kümmern sich weiterhin um ihre speziellen Themenfelder.


Vernetzung von Heimat und Gastland – Unsere 7 Jahre in der Türkei (2011-17)

Dienstag, 19. Juni 2018,18 – 20 Uhr                                                                         

Herzliche Einladung!                                        Fatih-Moschee, Bachackerweg 197                    

                                                                                45772  Marl-Hamm

Nach 7 Jahren intensiver Gemeindearbeit als ev. Pastorin in der deutschsprachgen Gemeinde in der Türkei mit Sitz in Istanbul berichten Ursula August und ihr Mann Rainer Volz am kommenden DI 19. Juni 2018, 18 – 20 Uhr in der Fatih-Moschee, Bachackerweg 197, 45772 Marl-Hamm über ihre Erfahrungen. Sie stellen das ganze unter Thema „Vernetzung von Heimat und Gastland“ und warten mit der über 200jährigen Geschichte zwischen Deutschen und Türkein seit 175o auf, wo zunächst viele Deutsche z.B. als Handwerker wie Uhrmacher in der Türkei Arbeit und sogar ihre Heimat fanden, oft verbunden mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung und Religionsfreiheit als Christen. Vieles ist ganz erstaunlich in der aktuellen Diskussion und weitet den Horizont. PfrIn Urusla August war von 1999 bis 2011 Pastorin in der Ev.Stadtkirchengemeinde Marl, in Hüls und Hamm und ist unvergessen. Ihr Mann ist Sozialwissenschaftler und durch seine Musikbegeisterung vielen in ganz Marl bekannt.

Die Veranstaltung ist getragen von der CIAG Marl Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in einem breiten Bündnis: Denn alle relevanten Gruppierungen in Marl-Hamm und Marl-Hüls laden dazu ein: die Schulen Pestalozzi, Käthe Kollwitz, kath. Hauptschule, die beiden Moscheen Fatih und Kuba, die beiden Kirchengemeinden: St. Franziskus und ESM-Bezirk Osten und das ERnst Reuter Haus.

Der Abend ist kostenfrei. Die gastgebende Fatih-Moschee lädt zur Begrüßung zum Tee ein. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr und ende nach circa 2 Stunden.

 Hier die Einladung als PDF

 Download this file (CIAG - 2018 - 6 - Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf)  CIAG – 2018 – 6 – Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf


PA: Neu: weltweiter „Tag des Zusammenlebens“ am Mittwoch 16. Mai – Marler 
Praxis im weltweiten Friedenszusammenhang: 

Auch in Marl gibt es Aktivität im Sinne des „Tages des Zusammenlebens“, 
den die UNO  seit Herbst 2017 jeweils weltweit für den 16. Mai eines 
Jahres ausgerufen hat. Zwei Beispiele: In der Scharounschule Marl treffen 
sich am MI 16. Mai um 17.30 Uhr Aktive aus Schulen, den religiösen 
Gemeinden der Juden, Christen und Muslime, um den Familien-Nachmittag am 
23. September 2018 beim kommenden 18. Abrahamsfest zum Thema 
„Kinder!Kinder“ vorzubereiten. Am Vorabend des 16. Mai, also am 15. Mai 
sind interessierte Erwachsene ins Abraham-Haus, Karl Liebknecht Str. 10, 
Marl-Drewer in der Zeit von 18 – 21 Uhr eingeladen, um aus erster Hand – 
von Juden, Christen und Muslime selber – zu erfahren, was ihr Glauben und 
Leben ausmacht, was sie gemeinsam haben und was sie unterscheidet (vor 
wenigen Tagen präsentierten die gleichen Aktiven das Abraham Haus auch 
beim Katholikentag in Münster). 

Der einstimmige Beschluss der UNO-Vollversammlung im September 2017 zur 
Einführung dieses jährlichen „Tages des Zusammenlebens“ will die 
„Geschwisterlichkeit“ der Religionen betonen und eine Friedenserziehung in 
diesem Sinne weltweit in Gang setzen. „Die Kräfte der Harmonie müssen 
stärker werden als die Bosheiten von Terror, Hass und Krieg – gerade in 
der aktuellen zerrisenen Welt mit ihren Brüchen, Widersprüchen und 
Kriegen“, so Scheich Khaled Bentounes, einer der wesentlichen Begründer 
dieser „Tages des Zusammenleben“. Scheich Khaled Bentounes stammt aus 
Algerien und wirkt von Paris aus mit der islamischen Friedensbewegung AISA 
International, einer Nichtregierungsorganisation, die ähnlich wie der 
Dalai Lama, Papst Franziskus bzw das Projekt „Weltethos“ (Tübingen) um die 
christlichen Theologen Karl Rahner und Franz Josef Kuschel  gut vernetzt 
ist über die religiösen Gräben hinweg und die Friedenssehnsucht in der 
Menschheit verstärkt.  Khaled Bentounes beschrankt sich in seinem Wirken 
nicht nur auf die „dünne Luft der Spitzendiplomatie“  sondern 
unterstützte z.B durch den islamischen Chor AISA aus Frauen und 
Männern im Rathaus Marl das Gastmahl  zum Abschluss vom Abrahamsfest vor 
einigen Jahren. Die Muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernehmen 
wie andere Pfadfindergruppen aus Deutschland Saaldienste bei den Ev. 
Kirchentagen seit Jahren. Khaled Bentounes wirkte mit im Zentralinstitut 
Islam-Archiv Deutschland, Soest, das seit dem Tod von dessen Begründer 
Salim Abdullah  vor zwei Jahren als „An-Institut“ ans Zentrum für 
Islamische Theologie der Uni Münster gekommen ist, deren Professoren 
Khorchide und Karimi in Marl beliebte Referenten bei Abrahamnsfesten sind: 
Prof. Khorchide in 2015 und Prof. Karimi in diesem Herbst 2018. 

„Wir begehen in diesem Jahr erstmalig den „Tag des Zusammenlebens“ auch in 
Marl ganz praktisch mit Projekten, die schon laufen. Was wir hier in Marl 
seit Jahrzehnten machen, stellen wir in einen großen weltweiten 
Friedenszusammenhang“, sagt Hartmut Dreier, einer der Aktiven in der CIAG 
Marl und beim jährlichen Abrahamsfest. 

gez. Hartmut Dreier 

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Internet-Petition für Völkerfreundschaft und Dialog der Kulturen. 

Initiatior: Sven Hadel (Marl)

 

https://www.openpetition.de/petition/online/setzt-der-spaltung-ein-ende-wie-der-geschichtsunterricht-das-ruder-rumreissen-kann