Fotograf: A. Koschuhowski

"Masleniza" dieses im Russischen sehr beliebte Fest zum Ende des Winters wurde auf Einladung von "Raduga e.V." Marl in den Räumlichkeiten vom HOT Boje an der Dreifaltigkeitskirche Marl erfolgreich gefeiert. Der Verein "Raduga" ( auf Deutsch: Regenbogen)  wurde Ende 2015 in Marl  gegründet mit dem Ziel der Vermittlung von russischen und deutschen Kulturen. Dieser sehr aktive Verein ist aus dem interkulturellen Leben Marls nicht mehr wegzudenken, er ist auch aktiv in der CIAG Marl = Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl und bei vielen Veranstaltungen des jährlichen Abrahamsfestes. In Raduga treffen sich Menschen, die aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion nach Marl gekommen sind und hier nun schon z.T. in der dritten Generation leben und ihren Zusammenhalt ebenso pflegen wie das Miteinander in der Stadt-Gesellschaft Marls. Bürgermeister Werner Arndt war auch beim diesjährigen Maslewiza lange Zeit dabei, hielt ein Grußwort und beteiligte sich gerne an Aktionen auf dem Kinderspielplatz draussen. Raduga-Vorsitzender Andrey Koschuhowski, selber Therapeut und ein begeisterter Fotograf, sagt zu ihren Erfahrungen: "Bei uns treffen sich Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern. Wir leben auch ein freundschaftliches Miteinander von Russen und Ukrainern. Wir kennen immer schon eine gute Nachbarschaft von Juden, Muslimen, russisch Orthdoxen und Evangelischen usw.Daher sind wir immer in Marl aktiv dabei, wenn es darum geht: Frieden der Kulturen, Religionen und Völker".

 

 

Beim 16. Abrahamsfest 2016 war Rolf Abrahamsohn der Schirmherr. Er ist letzter Überlebender  des Holocaust  im Kreis Vest Recklinghausen und Ehrenbürger im Kreis Vest Recklinghausen. Seine Lebenserinnerungen beschreibt er in seinem Buch im Klartextverlag Essen Mai 2010 mit dem Titel:  "Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist?" (Lebensstationen 1925 - 2010). Rolf Abrahamsohn beschreibt hier seinen Lebensweg von seinem Geburtsort Marl über das Judenhaus in Recklinghausen ins Ghetto und KZ Riga, von dort über die KZs Stutthof, Buchenwald, Bochum, Dachau, Theresienstadt. wo er von der Roten Armee befreit wurde. Er baute nach der Shoah die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen mit auf und später das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten. Er betrieb nach dem Krieg eine Textilfirma. Er ist bis heute engagiert in der Erinnerungsarbeit, immer mit Blick auf Kinder und Jugendliche; neuerdings auch im Rahmen der politischen Bildung in der Polizei im Kreis Recklinghausen.

Brief von Sven Giegold, Europaparlamentarier und aktiv in der Ev. Kirche in Deutschland. 

Humanitäre Krise in Griechenland: Über 50.000 Menschen fordern Deutschland und Europa zum Schutz der Geflüchteten auf

Link, um diese Information auf twitter/facebook zu verbreiten:

https://sven-giegold.de/griechenland-50000-fordern-schutz/

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

die Lage der Geflüchteten an der türkisch-griechischen Grenze und den griechischen Inseln ist weiterhin äußerst kritisch. Es ist eine humanitäre Katastrophe, die sich an Europas Außengrenze zuträgt. In Griechenland wendet die Polizei immer noch Gewalt an, damit Menschen nicht ins Land kommen. Die Petition, die ich zusammen mit Erik Marquardt MdEP, Clara Anne Bünger (Juristin) und Ansgar Gilster (EKD Mitarbeiter für Migration und Flucht) gestartet habe, hat mittlerweile über 50.000 Unterschriften. Und das innerhalb von zwei Tagen! Das zeigt: Viele Menschen in Deutschland sind bereit, auf geordnete Weise ein Kontingent von Geflüchteten Schutz in unserem Land zu bieten.