CORONA

Was tun bei Verdacht?

Mehrsprachige Infoblätter der Johanniter Unfallhilfe - englisch, dari, arabisch, farsi, türkisch, russisch, italienisch, französisch abrufbar über den BUMF

https://b-umf.de/p/mehrsprachige-informationen-zum-coronavirus/

Corona - aber nicht nur...- Ein Gebet am Sonntag, 24. Mai 2020 im Ev.Gottesdienst der Pauluskirche Marl-Hüls, Pfarrerin Bärbel Baucks (Recklinghausen, unterrichtet am Berufskolleg).

Trotz Corona, Gott: Du hast die Saat zu einer neuen Welt gelegt, Gott, Schöpfer, lass die Freude wachsen, und mit ihr die Hoffnung, die Menschen brauchen, um zu überleben in Zeiten von Unsicherheit, Zukunftsangst und Friedlosigkeit. Stärke uns, dass wir deine heilbringende Saat nicht mit Unkraut überwuchern lassen. Stärke uns Gott Schöpfer, dass wir die Chance wahrnehmen, gerade jetzt etwas zu verändern: Verbesserungen in der Bezahlung für die systemrelevanten Schwester und Pfleger, für die Mütter und Väter, die ungefragt die Arbeit der Erzieherinnen und Lehrer mitübernehmen mussten. Für die Menschen in der Leiharbeit, sei es in der fleischverarbeitenden Industrie, sei es auf den Feldern.

Die Saat zu einer neuen Welt ist gelegt, Gott, Erlöser, lass die Freude wachsen und mit ihr den Glauben, den Menschen brauchen, um Leben zu finden in dürrer Zeit, in der es nur ein Thema zu geben scheint und in der Verschwörungsphantasien gedeihen. Stärke uns Gott, Erlöser, dass wir leben, was wir glauben: Menschenfreundlichkeit gegen Hass, Geduld gegen Unsicherheit, Vertrauen gegen Angst.

 Die Saat zu einer neuen Welt ist gelegt, Gott, Versöhner. Lass die Freude wachsen und mit ihr die Liebe, die Menschen brauchen, um miteinander Leben zu gestalten, ein Leben, wie du es versprichst,
wo keiner festhalten muss, was er hat, sondern geben kann und dadurch erhält, was er braucht: Leben in Fülle und Gemeinschaft.

Stärke uns, Gott, Versöhner, dass man es in allen Gemeinden spürt: dass nicht die Angst vor der kommenden finanziellen Krise uns lähmt, sondern das Vertrauen auf deinen Geist, der uns aufbrechen lässt zu neuen Ufern.

 Die Saat zu einer neuen Welt ist gelegt, Gott Tröster, der Tod hat seine letzte Kraft verloren. Stärke uns, dass wir genau das glauben können, angesichts des einsamen Sterbens in Corona-Zeiten, angesichts der Sorge vor steigenden Zahlen an Toten durch das Virus.

In der Stille bringen wir unsere ganz persönlichen Bitten, unsere ganz persönlichen Nöte vor dich.

STILLE

Die Saat zu einer neuen Welt ist gelegt, Gott, auch wenn wir sie nicht immer erkennen. Dafür danken wir dir, darauf vertrauen wir.