Flaschenpost in Sütterlin – Autorenlesung mit Andrea Behnke in Katholischer Hauptschule

Das 23. Abrahamsfest vor Ort in Marl-Hamm

Flaschenpost in Sütterlin – Autorenlesung mit Andrea Behnke in Katholischer Hauptschule

Im Rahmen des 23. Abrahamsfestes besuchte die aus Marl stammende Autorin Andrea Behnke zwei fünfte Klassen der Katholischen Hauptschule.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte „Flaschenpost in Sütterlin“, in der Freundschaft, gerade auch in traurigen Zeiten eine Rolle spielt.

Interessiert hörten die Schüler zu, berichteten auch von ihren eigenen Erfahrungen mit Umzug, Schulwechsel und verlorener Heimat.

Die Lesung wurde in Kooperation mit dem Freundeskreis der Jugendbücherei im Türmchen e.V. und der Familienbibliothek Türmchen durchgeführt.

Auftaktveranstaltung 10.9.2023

 

23. Abrahamsfest 2023

„Schöpfung und Lebensgrundlagen bewahren –
unsere gemeinsame Verantwortung“

Unter dieses Thema haben die Verantwortlichen der „Christlich – Islamisch – Jüdischen Arbeitsgemeinschaft“ in Marl und Recklinghausen das 23. Abrahamsfest gestellt und ein vielfältiges Programm erarbeitet. Dr. Marc Gutkin, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen eröffnete zum 12. Mal den feierlichen Auftakt des Abrahamsfestes in der Synagoge.
Landrat Bodo Klimpel erinnerte in seiner Rede an die Anschläge des 11. September und bedankte sich bei der interkulturellen Arbeitsgemeinschaft CIJAG für ihr jahrzehntelanges Bemühen um Begegnung, um Respekt und Toleranz und den Frieden zwischen den Religionen in der Stadt und im Land. Die Freude war groß, diesmal die Schirmfrau des 23. Abrahamfestes Dr. Deborah Williger begrüßen zu dürfen. Sie hielt als jüdische Theologin und Agrarwissenschaftlerin die feierliche Eröffnungsrede. Getragen waren ihre Worte von den Gedanken um die Abrahamitischen Religionen, die sich zu dem „Einem“ Gott bekennen, im Judentum, wie im Christentum und im Islam. Sie regte an, vom „Abrahamitischen Fest“ zu sprechen, statt vom Abrahamsfest, um zu verdeutlichen, dass es um die Nachfahren Abrahams geht, zu denen Männer, Frauen, Kinder gehören und alle miteinander den Auftrag haben, sich um das Wohlergehen aller und die Bewahrung der Schöpfung zu kümmern. Die jungen Leute der CIJAG thematisierten ihre Zukunftsängste angesichts der Klimakrise und appellierten an die Verantwortung, die jeder Einzelne für den Wandel hat. Den Rahmen für die Wortbeiträge bildeten die wunderbaren Klänge von Christos Kazagliz und Dr. Jana Emmrich (Christlich: Cello und Klavier), Salih Akkus (Islamisch: Baglama und Gesang, Nei-Flöte) und des jüdischen Vokalensembles, das unterstützt wurde von drei kleinen Solistinnen, die alle Herzen gewannen.
Vom Abrahamischen Forum Deutschland e.V. angereist waren von Darmstadt Dr. Jürgen Micksch (Träger des Bundesverdienstkreuzes für sein Engagement gegen Rassismus und für ein Miteinander der Menschen und Religionen) und die Referentinnen Stefanie Krauch und Charlotte Löbner. Sie eröffneten die „Religiösen Naturschutztage Deutschland“ hier bei uns und mit uns gemeinsam. Als besondere Zeichen, Symbole für Stärkung, Ermutigung und Neuanfang brachten sie für alle Anwesenden, in kleine Tütchen verpackt, die Zutaten der „Asure-Suppe“ mit, die Köstlichkeit Noahs. Der Erzählung nach bereitete Noah nach der vernichtenden Sintflut, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, mit den letzten Resten seiner Vorräte diese Süßspeise zum ersten Mal zu und feierte mit den Überlebenden der Arche ein Festmahl.
Den Segen sprachen Vertreter*innen der 3 Religionen mit Isaac Tourgman von der jüdischen Kultusgemeinde, Superintendentin Saskia Karpenstein vom ev. Kirchenkreis, Muhammet Catmack von der Fatih Moschee in Marl und Karl Kemper, Kreisdechant in Recklinghausen. Nach diesen ermutigenden Worten für unsere Zukunft folgten noch sehr viele Gäste der Einladung zum gemeinsamen Essen auf dem Hof der Synagoge.

 

Kunst fürs Klima – Ausstellung mit L. D´Souza

Ausstellung mit der Künstlerin Lucy D’Souza (Beitragsbild: Die Sonne als Motor des Lebens)


Für Lucy D’Souza, wie generell für indische Künstler*innen, ist der spirituelle, religiöse

Zugang zu ihrer Arbeit bedeutsam. Themen wie Gerechtigkeit, Menschenwürde waren in der

Vergangenheit Schwerpunkte der Künstlerin. Durch ihre Arbeit für Misereor ist sie auch in

Deutschland bekannt, vor allem durch ihre Engagements auf den Kirchentagen. Ihr

augenblickliches Projekt „Kunst fürs Klima“ fügt sich gut in das Jahresthema des 23.

Abrahamsfestes. Ihre Bilder werden in den Räumen des Ma(r)lkastens ausgestellt. Vom 16.-

24.10. wird die Künstlerin selber in Marl sein. Interessierte Gruppen können Führungen und

auch einen Workshop mit der Künstlerin verabreden. Kontakt über 01573 24 00 550.

16. – 29. Oktober

Ma(r)lkasten e.V.

45768 Marl

Brassertstraße 122e

alle Veranstaltungen entgeldfrei

Auftaktveranstaltung zum Abrahamsfest 2023

Feierliche Eröffnung des 23. Abrahamsfestes

Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V., das – wie vor zwei Jahren – das Festival unterstützt, wird zu diesem Anlass sein eigenes Projekt ,,die Religiösen Naturschutztage“ eröffnen. Vom 10.-18. September sind in ganz Deutschland – also auch hier – Gruppen und Gemeinden eingeladen mitzumachen. Auf der Web-Seite finden sich zahlreiche Anregungen. Neben den Grußworten wird auch über das Programm informiert und auf die Höhepunkte hingewiesen. Wie immer umrahmen Musiker*innen aus den Religionen die Veranstaltung festlich. Im Anschluss lädt die jüdische Gemeinde zum Essen, das natürlich den religiösen Speisegeboten entspricht. Alle sind herzlich eingeladen, die Anzahl der Personen ist nicht beschränkt! Eine Anmeldung im i- Punkt ist aber bei der Vorbereitung des Essens eine freundliche Hilfe.

Sonntag, 10. September 2023 – 17 Uhr
Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde, Kreis Recklinghausen
Am Polizeipräsidium
entgeldfrei
 

Fahrradtour zum Abrahamsfest 2023

Am 17.09.2023 wird im Rahmen des Abrahamsfestes 2023, Lebensgrundlagen retten / Schöpfung bewahren, eine Fahrradtour angeboten.

Die Fahrradtour wird von Erwin Gebauer (NABU Marl) geleitet.
Treffpunkt für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist um 14:30 Uhr an der Bushaltestelle an der Einmündung der Gräwenkolkstraße in die Halterner Straße in
Marl. Die Länge der geführten Fahrradtour beträgt ca. 12 km. Es werden dabei auch unebene Wald- und Feldwege befahren.

Die Dauer der Fahrradtour wird auf 2 Stunden und 30 Minuten geschätzt.
Nach dem Abschluss der Fahrradtour besteht die Möglichkeit, mit den Veranstaltern eine weitere Diskussion zu den Themen im/am Hotel Loemühle zu führen.
Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko, mit den waldtypischen Gefahren und ggf. rutschigen und unebenen Wegen mit potentiellen Hindernissen wie Wurzeln, Ästen und ähnlichen, muss gerechnet werden.